
USA. Im Juli berichtete die US-Presse, dass Präsident Joe Biden die Abgabe von Hörsystemen von ärztlichen Verschreibungen und Anpassungen durch ausgebildete Hörakustiker unabhängig machen will. Wie schon unter Donald Trump wird das Thema auch unter Biden schnell im Sande verlaufen. Aber der Eindruck »die tun was« bleibt bei den Leuten hängen. Es wird vermutlich so bleiben wie es bisher ist: Hörgeräte sind Medizinprodukte und bedürfen auch in den USA der Zulassung durch die Gesundheitsbehörde FDA und der Verschreibung durch einen HNO-Arzt. Es ist riskant, wenn sich jemand ein Hörgerät ohne ärztliche Diagnose kauft und selber in Gebrauch nimmt, denn nur durch eine vorherige medizinische Untersuchung können Erkrankungen wie ein Akustikusneurinom oder ein Vestibularisschwannom entdeckt werden, die Ursachen einer Schwerhörigkeit sein können. Nach der Diagnose werden Hörgeräte in den USA nur durch diplomierte Audiologen oder ausgebildete Hörakustiker angepasst, die bei einem Verdacht auf neurootologische Erkrankungen einen HNO-Arzt hinzuziehen müssen.