CI. Die CI-Nutzerin Mona Shani hat eine Reportage über sich und ihren Hörverlust gedreht, die nun auf YouTube zu sehen ist. Darüber informierte der Implantat-Hersteller MED-EL. Der Film ist für die Kunststudentin und Wahlberlinerin gewissermaßen eine „Flucht nach vorne“, wie es in einer hierzu von MED-EL verbreiteten „Patientengeschichte“ heißt.
Einen Hörverlust hat die gebürtige Frankfurterin Shani schon von Kindesbeinen an. Zunächst wird noch versucht, den mit Hörsystemen auszugleichen, dann folgen 2004 und 2007 die Implantationen. Ihr immer geringer gewordenes Hörvermögen erlangt sie so zwar zurück, doch ihre Hörminderung anzunehmen, damit tut sich Mona Shani zunächst schwer. „Es war sehr schwierig für mich, zu akzeptieren, dass ich anders war“, sagt sie heute. In ihrer Wahrnehmung wurde ein Hörverlust immer noch mit Alter, geistiger oder körperlicher Schwäche assoziiert. Für sie wird daraus eine „Zerreißprobe“. Sie fühlte sich zwischen zwei Welten hin- und hergerissen. „Es sind zwei Extreme, gewissermaßen zwei verschiedene Persönlichkeiten, die das Gegenteil voneinander sind. Wenn ich gehörlos bin, empfinde und verhalte ich mich anders, als wenn ich höre. Ich kann entweder (fast) alles hören, oder ich habe totale Stille“, versucht sie ihre damaligen Gefühle zu beschreiben.
Als Mona Shani für ihr Kunststudium nach Berlin zieht, verschweigt sie in ihrem neuen Umfeld zunächst ihren Hörverlust. Ihre Haare verdecken die Prozessoren ihrer CI. „Das passierte eigentlich ganz unbewusst und irgendwann wurde es mir zur Gewohnheit, meine Behinderung zu verstecken“, so Shani. Doch diejenigen, die ihren Hörverlust dennoch bemerken, oder denen sich Mona Shani trotzdem anvertraut, bestärken sie, offen zu ihrer Einschränkung zu stehen. Davon motiviert wagt sie schließlich die Flucht nach vorn. Und so hat die Universitätsabsolventin schließlich eine Reportage über sich und ihren Hörverlust gedreht, mit der sie sich mit ihrem Hörverlust und mit sich selbst versöhnt. Sehen kann man die Reportage hier: