DIGITALES MAGAZIN
004 | November 2021
23/24

Cochlear Remote Check:

MEHR SPIELRAUM UND EFFIKTIVITÄT IN DER CI-NACHSORGE

CI. Der Cochlear Remote Check ist ab sofort für deutlich mehr Patienten nutzbar. Das meldete der Implantat-Hersteller Anfang Oktober. So können Nutzer:innen der Cochlear-Nucleus-7- und Cochlear-Kanso-2-Soundprozessoren ab sofort den Remote Check auch über kompatible Android-Mobilgeräte nutzen. Das gleiche gilt für Träger:innen der Nucleus CI24 Cochlea-Implantate. »Das wegweisende Tool steht somit deutlich mehr CI-Patienten zur Verfügung«, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Zuvor war der Remote Check allein über kompatible iOS-Geräte möglich.

Der Remote Check ermögliche es CI-Träger:innen, über die Nucleus Smart App auch abseits der Klinik mit dem Arzt oder Audiologen in Verbindung zu bleiben und den eigenen Hörstatus überprüfen zu lassen. Eventuelle lange Anfahrten und unnötige Klinik-Termine könnten einem so erspart bleiben. Auch die Kliniken sollen Dank des Remote Checks ein Mehr an Flexibilität, an zeitlichem Spielraum und Effektivität in der CI-Nachsorge erhalten.

»(…) Aus einer Studie wissen wir, dass bei den bisherigen Routineuntersuchungen in Kliniken bei 85% der Patienten keine veränderte Hörleistung feststellbar ist. Der Remote Check, der die direkte kabellose Audioübertragung sowie die Cloud-Technologie von Cochlear nutzt, kann die Zahl nicht erforderlicher Klinikbesuche spürbar reduzieren. Ärzten und Audiologen bleibt mehr Zeit für jene Patienten, die tatsächlich eine Vor-Ort-Betreuung benötigen«, erklärt Frank Wagner, Regional Director von Cochlear Deutschland. 

Laut Cochlear sei die Nutzung des Remote Checks »einfach und sicher«. Die Nutzer:innen würden über die App von der Klinik zum Check eingeladen und könnten dann »zu einem beliebigen Zeitpunkt« eine Reihe von Hörtests absolvieren, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen.

Mit einem Audiometrietest lassen sich hier Schwellenwerte über das gesamte Sprachfrequenzspektrum messen, mit einem Digit Triplet Test wird zudem die Hörleistung für Sprache im Störgeräusch überprüft, um das Sprachverstehen bei wechselnden Hintergrundgeräuschen zu beurteilen. Messdaten, Nutzerdaten sowie das Feedback der Nutzer:innen, das über einen Fragenkatalog ermittelt wird, würden ebenfalls erfasst. Und auch der Zustand der Hardware lasse sich so überprüfen. 

»Die Ergebnisse der Tests kann der Klinikmitarbeiter anschließend auswerten; er ist dabei ebenfalls zeitlich flexibel«, so Frank Wagner. »Dann kann er entscheiden, ob die gemessene Hörleistung seinen Erwartungen entspricht. Ist dies nicht der Fall, wird der Patient zum Nachsorgetermin in die Klinik gebeten und die Einstellung des Soundprozessors optimiert.«

Die Rückmeldungen zum Remote Check seien »überaus positiv«, heißt es in der Pressemitteilung weiter. So hätten 76 Prozent der befragten Patienten angegeben, mit Remote Check viel Zeit zu sparen, 85 Prozent würden die Lösung auch weiterempfehlen und 79 Prozent empfanden die Betreuung auf auch diesem Wege als »qualitativ hochwertig«.