DIGITALES MAGAZIN
004 | November 2021
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»Es wächst zusammen, was zusammengehört!«

OLDENBURG: HÖRZENTRUM UND HÖRTECH FUSIONIEREN

UNTERNEHMEN. »Es wächst zusammen, was zusammengehört!« Unter diesem Motto wurde Anfang Oktober die Verschmelzung der Unternehmen Hörzentrum und HörTech Oldenburg zur Hörzentrum Oldenburg gGmbH im Beisein u.a. von Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler bekanntgegeben.

»Zwei starke Unternehmen werden eins!«, heißt es in der hierzu veröffentlichten Pressemitteilung weiter. Die beiden Unternehmen haben bereits jahrelang im Haus des Hörens eng zusammengearbeitet und blickten beide auf »eine spannende Erfolgsgeschichte zurück«. So feiert die HörTech gGmbH 2021 nicht nur ihr 20-jähriges Bestehen, sie hat auch viele Medizinprodukte entwickelt und viele Forschungsprojekte abgeschlossen. Das Hörzentrum Oldenburg feiert in diesem Jahr gar 25-jähriges Bestehen, zudem gelte es im Bereich der evidenzbasierten Evaluationsstudien als »weltweit führend«. 

»Durch die Verschmelzung werden die Stärken beider Unternehmen miteinander vereint«, erklärt Sebastian Quirandt, Geschäftsführer beider Unternehmen. »Wir versprechen uns enorme Potenziale dadurch, dass wir die Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen miteinander kombinieren. Konkret sollen beispielsweise die Erkenntnisse aus mehr als 20 Jahren Hörgeräteberatung für hörgeschädigte Menschen viel stärker in die Entwicklung der diagnostischen Verfahren einfließen«.

So möchte sich die neu entstandene Hörzentrum Oldenburg gGmbH als »einzigartige Kombination von interdisziplinärer, bedarfsorientierter Hörforschung, kundenorientierten Dienstleistungen und marktorientierten Produktentwicklungen« etablieren. In diesem Zuge möchte man sich denn auch bis 2025 von der finanziellen Förderung des Landes Niedersachsen unabhängig machen und am Markt wie ein wirtschaftliches Unternehmen agieren. 

»Die Hörzentrum Oldenburg gGmbH ist das erste regionale Forschungsinstitut in Niedersachsen, das diesen Weg einschlägt«, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. »Der Hörforschung in Oldenburg rund um Prof. Birger Kollmeier ist es mit ihren unterschiedlichen Institutionen gelungen, eine einzigartige Forschungs- und Transferlandschaft mit weltweiter Anerkennung zu etablieren. Ich freue mich auf die Innovationskraft der nun vereinten Hörzentrum Oldenburg gGmbH und bin mir sicher, dass die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben wird.«

»Wir sind dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur für die langjährige und nachhaltige Förderung sehr dankbar, die für Forschungsinstitute in unserem Bundesland eine anwendungsorientierte Spitzenforschung erst möglich macht. Auf dieser Basis konnten wir unser Geschäftsmodell so weit entwickeln, dass wir unabhängig von diesen Fördermitteln zukünftig unser Potenzial voll ausschöpfen wollen«, erklärt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, wissenschaftlicher Leiter des Hörzentrums, den ungewöhnlichen Schritt des gemeinnützigen Unternehmens. Zu einem Stellenabbau soll es im Rahmen der Verschmelzung nicht kommen.