AUSBILDUNG. Ein Berichtsheft gehört seit jeher zur Ausbildung. Doch so sinnvoll und wertvoll dieses auch ist, es macht viel Arbeit und wird bis heute immer noch per Hand erstellt. Davon möchte die ProAkustik nun wegkommen und hat für ihre Mitglieder zum neuen Ausbildungsjahr ein digitales Berichtsheft für Auszubildende eingeführt. »Junge Auszubildende wollen weg vom Papier. Gerade während der Corona-Zeit haben wir gesehen, wie viel mit iPads gearbeitet wurde. Das digitale Berichtsheft hat sowohl für Auszubildende als auch für Ausbilder so große Vorteile, dass wir das unseren Mitgliedern künftig anbieten wollen«, sagt Nicole Meyer, Aufsichtsrätin bei der ProAkustik. So habe man für die Gemeinschaft einen sogenannten »Innungsaccount« eingerichtet, in dem die Berichte eines jeden Auszubildenden sicher eingestellt werden können. Unabhängig von einer besseren Lesbarkeit der Berichte könne über diesen Account auch eine Kommunikation zwischen Auszubildenden und Ausbilder erfolgen. »Das Berichtsheft kann nicht nur von überall über jedes Endgerät geführt werden, auch der Ausbilder hat von überall Zugriff. Berichte können so schneller gelesen sowie freigeben, und falls nötig auch einmal gesperrt werden. Zudem ist es rechtssicher, weil es digital unterschrieben werden darf, und es enthält einen Ausbildungsrahmenplan. Das gibt dem Auszubildenden aber auch dem Ausbilder Sicherheit«, so Meyer weiter, die damit verbunden auch Vorteile für die Gesellenprüfung sieht. Denn dadurch entfielen ebenso die klassischen Ausreden von Auszubildenden, dass Berichtsheft vergessen oder verloren zu haben. Dies motiviere Auszubildende wie Ausbilder gleichermaßen. Nicht zuletzt aber sehe man auch Vorteile im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Denn das lästige Papier fiele damit weg.
