DIGITALES MAGAZIN
011 | Juni 2022
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Deutsches Know-how im Bereich der Hörsystemversorgung

PARTNERSCHAFTSABKOMMEN ZWISCHEN DER BIHA UND DEM ÄGYPTISCHEN GESEUNDHEITSWESEN

AUSBILDUNG. Deutsches Know-how im Bereich der Hörsystemversorgung ist weltweit gefragt. Das sieht man nicht nur an den zahlreichen internationalen Besuchern am Campus Hörakustik in Lübeck, sondern ganz aktuell auch an dem im April 2022 getroffenen Partnerschaftsabkommen zwischen Deutschland und Ägypten. Zur Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens in Ägypten traf die Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker, Marianne Frickel, Professor Dr. Hossam Abd El Ghaffar, Generalsekretär des Supreme Council of University Hospitals in Egypt, dem höchsten für Ausbildung medizinischer Fachkräfte in Ägypten zuständigen Gremium. Die Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens wurde auch durch die Deutsche Botschaft Kairo, in Person von Herrn Uwe Gehlen, dem Leiter der deutschen Entwicklungshilfe in Ägypten, sowie Herrn Antoine R. Saad, dem unternehmerischen Berater auf ägyptischer Seite, begleitet.

Das Abkommen soll dazu dienen, gegenseitige Unterstützung im Bereich Bildung zu leisten und international den Erfolg der Berufe, die sich mit der Versorgung von Schwerhörigen befassen, sicherzustellen. Außerdem soll regelmäßiger Erfahrungsaustausch im Bereich der Ausbildung von Hörakustikern stattfinden, so dass die Qualität und Leistungsfähigkeit von Hörakustikern international angeglichen wird und damit überall die Versorgung von Schwerhörigen auf hohem Niveau stattfinden kann.

Ganz konkret übernimmt dabei die Akademie für Hörakustik (afh) in Lübeck die Durchführung von Basis-, und Fortgeschrittenen-Kursen und stellt dafür Dozenten. Ebenfalls sollen Lehrpläne erstellt und Ausbilder aus Ägypten zertifiziert werden, die dann wiederum selbst ihr Wissen in Ägypten weitergeben können. Die jeweiligen Kurse werden für je etwa 15 Teilnehmer angelegt sein und sollen zudem nicht länger als drei Monate dauern. Anfallende Reisekosten für die Dozenten übernimmt übrigens die ägyptische Seite vollständig.

Frickel betonte bei der Unterzeichnung, dass es ssich um eine freiwillige und gleichberechtigte Partnerschaft handelt, die auch »für andere Länder und Organisationen beispielgebend sein kann«.

(Michael Skwarciak, biha)