DIGITALES MAGAZIN
012 | Juli 2022
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Hersteller verzeichnen Wachstum für 2021

2020 WAR DER ABSATZ UM 17,2% ZURÜCKGEGANGEN

INDUSTRIE. Die Zahl der von den Herstellern an die Fachbetriebe verkauften Hörgeräte ist im vergangenen Jahr »wieder deutlich gestiegen«. Das meldete der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) Ende Juni. So sei der Absatz in 2021 im Vergleich zum von der Pandemie geprägten Jahr 2020 um 6,8 Prozent gewachsen. Das entspreche insgesamt 1,54 Millionen Hörgeräten, die die Industrie in 2021 an die Hörakustikbetriebe ausgeliefert hat, konzerneigene Betriebe eingeschlossen. Nach einem Minus von 3,1 Prozent in 2020 kehre man damit zurück auf den alten Wachstumskurs vor dem Coronaausbruch, konstatiert der BVHI.

In die gleiche Richtung zeigen auch die Kurven auf den globalen Märkten. Hier hat die Industrie dem Herstellerverband European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA) zufolge insgesamt etwa 18,79 Millionen Hörgeräte abgesetzt, was gegenüber 2020 einem Wachstum von 33 Prozent entspreche. 2020 war der Absatz um 17,2 Prozent zurückgegangen. 

»Das Wachstum im vergangenen Jahr zeigt die ungebrochene Nachfrage nach hochwertigen Hörlösungen. Auch als der enge Kundenkontakt in Hörakustikfachgeschäften pandemiebedingt vorübergehend eingeschränkt war, lief die Produktinnovation weiter und das Engagement aller Mitarbeiter der EHIMA-Unternehmen blieb außergewöhnlich hoch. Gemeinsam mit unseren engagierten Kunden, den Hörakustikern und Audiologen, konnten wir die Auswirkungen der Pandemie auf die Branche erfolgreich bewältigen«, so EHIMA-Präsident und WSA-CEO Eric Bernard.

»Der Bedarf an medizinisch-technischen Hörlösungen ist ungebrochen. Jüngste Umfragen bestätigen auch für Deutschland einen wachsenden Anteil hörgeminderter Menschen, die sich für moderne Hörsysteme entscheiden«, sagt Dr. Stefan Zimmer, Vorsitzender des Vorstands des BVHI mit Verweis auf die jüngst veröffentlichte EuroTrak Hörstudie Deutschland 2022.