TINNITUS. Mit tinus.one soll die Maskierung und Defokussierung des Tinnitus auch in Schlafzimmern Einzug halten. So könnten Menschen, die an Tinnitus leiden, mit dem Kopfkissen tinus.one „ihr Ohrgeräusch mit Musik, Klängen oder Podcasts auditiv maskieren und somit schneller in den Schlaf finden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Münchner Unternehmens tinus. Der Clou: Die Person, die neben einem liegt, soll davon „vollkommen ungestört“ bleiben. Und nicht nur das. Hat man die erste Tiefschlafphase erreicht, blende tinus.one die Beschallung automatisch langsam aus und schalte sich ab.

Möglich wird dies mit Hilfe einer mehrfach patentierten Technologie, die mit einem speziellen Gel in dem Kissen arbeitet. Das Gel soll dabei den Luftschall absorbieren, so dass nur noch die auf dem Kissen liegende Person den Masker über den Körperschall hören kann, gewissermaßen wie in einem Wellnessbecken. Das gewünschte Audiosignal lässt sich per Bluetooth vom Smartphone aus auf das Kissen senden und per App in der Frequenz dem individuellen Ohrgeräusch anpassen. Letzteres könne, so Co-Gründerin Jaqueline Schaupp gegenüber OMNIdirekt, sehr gerne von Hörakustiker:innen gemacht werden. Die Hörakustikbetriebe sehe man überdies auch als einen natürlichen Vertriebspartner für das Kissen, einzelne Betriebe hätten tinus.one bereits in ihr Sortiment aufgenommen.
Die Idee für das Kissen sei ihr zusammen mit ihrem Studienkollegen Simon Greschi an der TU München gekommen, wo die beiden Gründer tinus.one auch entwickelten, so Jaqueline Schaupp weiter. Ihr Antrieb war im Übrigen ein Branchenklassiker: Sie wollten ihren an Tinnitus leidenden Vätern helfen – und nun können alle davon profitieren.