DIGITALES MAGAZIN
013 | August 2022
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IAS-Mitglieder kommen zum zweiten Live-Seminar zusammen

GEMEINSCHAFTEN. Anfang Juli hielt der Individual Akustiker Service (IAS) in Hamburg sein zweites Live-Seminar ab. Unter dem Motto »Erfolgreich bleiben – Differenzierungsmöglichkeiten für Hörakustikunternehmen« waren die Mitglieder im Penthouse Elb-Panorama zusammengekommen, um sich über aktuelle audiologische Trends, Chancen zur Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens sowie über neue Ansätze im strategischen Marketing informieren zu lassen. Darüber hinaus bot der Anlass »vielfältig Gelegenheit zum individuellen Austausch«, wie es in einem entsprechenden IAS-Newsletter heißt. 

Im Fokus der Veranstaltung stand freilich das Vortragsprogramm, in dessen Rahmen etwa Kooperationspartner Starkey über seine Produkte und Funktionalitäten wie etwa das teleaudiologische Angebot TeleHear informierte. Weitere Themen waren der Stellenwert von künstlicher Intelligenz bei der ganzheitlichen Hörsystemversorgung sowie das »Trendthema« IdOs.

Darüber hinaus ging es auf dem Treffen um Fragen zum strategischen Marketing und um Möglichkeiten, das eigene Unternehmen weiterzuentwickeln. »Frischer Wind im Unternehmen durch moderne Prozesse« lautete zum Beispiel das Vortragsthema der Business Coaches Jürgen Leisten und Patrick Herrmann. Hörakustikmeister Thomas Landgraf wiederum widmete sich der Durchführung und der Evaluation erfolgreicher Marketing-Aktionen. Und PR-Berater Martin Schaarschmidt gab anhand zahlreicher Beispiele Einblick ins strategische Storytelling für lokale Hörakustiker.

»Einmal mehr gab es profunde Wissensvermittlung, nah an der Praxis der Unternehmen und immer am Puls der Zeit«, so Jürgen Leisten und Tannassia Reuber, die geschäftsführenden Gesellschafter des IAS. »Uns liegt sehr daran, den Besucherinnen und Besuchern unserer Treffen immer neue, konkrete Ansätze vorzustellen, mit denen sich lokale Hörakustiker abheben und noch besser auf ihre Kunden einstellen können – insbesondere auch auf die jüngeren, nachrückenden Kundengruppen. Die überaus rege Beteiligung und die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass wir damit den Nerv unserer Mitglieder treffen.«

Der IAS vereint aktuell nach eigenen Angeben mehr als 460 Hörakustikbetriebe aus Deutschland unter seinem Dach.

EUHA-Kongress 2022: Ticketverkauf gestartet

EVENTS. Der Ticket Shop für den 66. Internationalen Hörakustiker-Kongress sowie die flankierende Industrieausstellung ist online. Darüber informierte die Europäische Union der Hörakustiker e. V. Ende Juni. So können die Tickets sowohl für das fachwissenschaftliche Vortragsprogramm als auch für die Industrieausstellung ab sofort online erworben werden. 

Der Online-Kauf der Tickets ist in diesem Jahr übrigens obligatorisch. Vor Ort in Hannover wird es auch während des Kongresses keine Ticketschalter geben. 

Frühbucher erhalten bis zum 31. August einen Frühbucherrabatt. Für den Kongressfreitag, an dem bekanntlich auch der Future Friday stattfindet, hält die EUHA außerdem ermäßigte Sondertickets für Schüler, Auszubildende und Studierende ab 35 Euro bereit. Mit diesen Tickets kann man sowohl das Vortragsprogramm als auch die Industrieausstellung besuchen – und natürlich an dem um 14 Uhr beginnenden Future-Friday-Programm teilnehmen. »Das sind drei gute Gründe, um den Nachwuchs – die Zukunft unserer Branche – von den zahlreichen Angeboten des Kongresses profitieren zu lassen«, heißt es hierzu in einen Newsletter der EUHA. Im Zusammenhang mit diesem Angebot plant die EUHA außerdem, eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durchzuführen, um so unter anderem zu erfahren, wie relevant es für die Betriebe ist, ihre Azubis am Kongressfreitag zum Kongress zu schicken.

Generell gilt für sämtliche Tickets: Sie können ausgedruckt oder direkt auf das Smartphone oder Tablet geladen werden. Nach dem Scannen des QR-Codes erhält man dann sein personalisiertes Badge. 

Der EUHA-Ticket-Shop ist rund um die Uhr auf euha.org erreichbar, auch während des Kongresses vom 14. bis 17. Oktober 2022.

Ausgezeichnete Apps von GN Hearing

PREISE. Beim »DtGV-App-Award 2022« haben die ReSound-Smart-3D- sowie Interton-Sound-App den ersten und zweiten Platz belegt. Darüber informierte die Münsteraner GN-Niederlassung Ende Juni per Newsletter.

Für den »DtGV-App-Award 2022« hatte die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) eine »umfassende Untersuchung« initiiert und ein deutschlandweites Ranking für den Bereich App-Zufriedenheit durchgeführt. Über 100.000 Urteile zu 888 Apps aus 102 Branchen seien so analysiert und ein entsprechendes Ranking erstellt worden. 

Gingen mehr als 20 Apps aus einer Branche ein, wurde außerdem ein Ranking für die jeweilige Branche aufgestellt. So auch in der Hörakustik, wo die ReSound-Smart-3D-App mit einem Score von 7,02 den ersten Platz belegte und die Interton-Sound-App (6,99) den zweiten – dicht gefolgt von der Philips-HearLink-App (6,93), der Connexx-Smart-Remote-App von Sivantos (6,85) sowie der Amplifon App (ebenfalls 6,85). 

»Der Doppelsieg beim App-Award freut uns sehr«, kommentiert Marina Teigeler, Marketing-Direktorin der GN Hearing. »GN gilt seit jeher als Vorreiter für App-Steuerung und smarte Konnektivität; seit der ReSound Control App, die vor mehr als zehn Jahren erstmals überhaupt App-Steuerung für ein Hörsystem bot, haben wir die Möglichkeiten audiologischer Apps immer weiter vorangetrieben, und wir sind hier nach wie vor Trendsetter. Von diesem wegweisenden Know-how profitiert offensichtlich auch Interton. Unseren Partnerinnen und Partnern im Hörakustik-Fachhandel eröffnen beide Marken die Chance, App-Lösungen anzubieten, die höchsten Nutzerwünschen entsprechen.«

Signia tritt aufs Gaspedal

HERSTELLER. Anlässlich des Olympia-Rallye-Revivals vom 8. bis 13. August dieses Jahres tritt Signia das Marketing-Gaspedal ordentlich durch. »Starten Sie mit uns Ihre Olympia-Rallye-Kampagne – mit einem Event-Highlight für ihre Kundinnen und alle Motorsportfans, die Zielgruppe der Babyboomer«, heißt es entsprechend in einem Signia-Newsletter. So habe man in Erlangen ein »aufmerksamkeitsstarkes Komplettpaket für Sie vorbereitet«.

Das Olympia-Rallye-Revival, das 50 Jahre nach dem legendären Originalrennen stattfindet, war nicht nur ein Meilenstein der deutschen Motosport-Geschichte. Es war auch der Durchbruch für Signia-Testimonial Walter Röhrl und seine beispiellose Karriere. Die sechstägige Tour von Kiel bis nach München ist in sechs Etappen aufgeteilt: Kiel, Wolfsburg, Paderborn, Köln, Speyer, Regensburg und München. 2.100 Kilometer misst die Strecke, die reine Fahrzeit soll bei 48 Stunden liegen, dazu kommen Stopps entlang der Strecke. Selbstredend fährt und fiebert Signia als Sponsor mit. 

Die Rallye wird von allerlei Berichterstattung begleitet werden, und als Signia-Kunde kann man von dem öffentlichen Interesse ebenfalls profitieren. So unterstützt Signia interessierte Partner der 75 Edition Walter Röhrl Kampagne mit Werbemitteln für die Ladenfläche und den Online-Auftritt. Des Weiteren bietet der Hersteller Verlosungen an. »Wir stellen die Preise, Sie verlosen«, heißt es hierzu den dem entsprechenden Newsletter. Unter allen Kundinnen und Kunden, die im entsprechenden Betrieb Signia-AX-Geräte erworben haben oder gerade ausprobieren, verlost Signia 1x 75 Edition Walter Röhrl sowie 5 Mitfahrten als Beifahrer von Walter Röhrl auf der Rennstrecke. Eine Teilnahme ist nur bei Anbietern der 75 Edition Walter Röhrl möglich. Interessierte können sich hierzu mit ihren Regionalmanagerinnen und -managern in Verbindung setzen oder sich per Mail an die Signia Sales Experts wenden.

689 Azubis bestehen Gesellenprüfung

AUSBILDUNG. Von 867 Prüflingen haben 689 die Gesellenprüfung Sommer 2022 bestanden, das entspricht einer Quote von 79,47 Prozent. Darüber informierte die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) Mitte Juli. 155 Prüflinge (17,87 Prozent) haben die Gesellenprüfung demnach nicht bestanden, 23 haben die Prüfung quarantäne-/krankheitsbedingt nicht beenden können (2,65 Prozent). Die biha dankt allen über 100 Prüferinnen und Prüfern von der Berufsschule, den Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die zehn Tage volles Prüfungsprogramm in Lübeck hatten. Eine »Top Leistung« sei das gewesen, selbstverständlich auch von den Auszubildenden und deren Ausbilder:innen.

»Hilfe für kleine Ohren« – Spendenaufkommen gewachsen

CHARITY. Die Initiative »Hilfe für kleine Ohren« (HkO) der Stiftung der Deutschen Lions konnte sich 2021 über ein großes Spendenaufkommen freuen. Rund 10.000 Hörgeräte gingen bei der Initiative ein. Das sei der höchste Spendeneingang in der Geschichte des Projektes bisher. Darüber informierte die »Hilfe für kleine Ohren« per Newsletter.

Das erhöhte Spendenaufkommen schreibt die Organisation der Tatsache zu, dass sich immer mehr Lions Clubs in Deutschland für die Initiative einsetzen. Darüber hinaus sei die »Hilfe für kleine Ohren« in der Hörakustikbranche »zunehmend bekannter« geworden, so dass auch »Nicht-Lions« immer öfter gebrauchte Hörgeräte spenden.

Mit der Umsetzung der Aktivitäten ist seit über zehn Jahren bekanntlich der Lions Club Kelkheim betraut. Mehr als 1.500 Stunden Arbeit wenden die acht Team-Mitglieder, ergänzt von einer Hörakustikerin, jährlich für die »Hilfe für kleine Ohren« auf. Dazu kommt ein finanzieller Aufwand für das Drucken und Versenden von Flyern. Sehr kostenintensiv sei außerdem der Versand der gespendeten Hörgeräte, der aus Sicherheitsgründen durch Kurierdienste erfolgen muss.

Eine wichtige Zielsetzung des Teams besteht darin, die technische Ausstattung bei den Partnern für die Früherkennung von Hörschädigungen bei Neugeborenen und Kleinkindern zu verbessern. Dafür werden z.B. Screening Geräte zur Verfügung gestellt, die sehr teuer sind. Insbesondere dafür sind Spenden hochwillkommen.

Von den 10.000 eingegangenen Geräten seien bisher etwa 6.600 Geräte versendet worden, darunter auch 360 neuwertige Power-Geräte, die Signia gespendet hat. Die Unterstützung aus der Hörbranche ist generell groß geworden, die Liste der Unternehmen, die 50 oder mehr Geräte spendeten, ist beachtlich. Primär wünscht man sich HdO-Geräte als Spenden. IdOs sammle man gar nicht, und auch RIC-Systeme fänden wegen der »besonderen Anforderungen nur eingeschränkte Nutzung«.

In verschiedenen Entwicklungsländern erhalten die Geräte dann ein »zweites Leben« und werden vor Ort über lokale Fachorganisationen an Kinder und Jugendliche mit Hörminderung abgegeben. Vor allem die Organisation »All Ears« in Kambodscha, die über fünf Kliniken und einige Außenstellen verfüge, nennt die »Hilfe für kleine Ohren« als wichtigen Abnehmer der Geräte, zumal dort auch Know-how und Ausrüstung vorhanden sei, um »fast alle HdO-Modelle« anpassen zu können. Defekte Geräte würden hier sogar repariert oder als Ersatzteillager ausgeschlachtet. Darüber hinaus arbeitet das HkO-Team mit weiteren elf Partnern in elf verschiedenen Ländern in Lateinamerika, Afrika, Asien und Ost-Europa zusammen.

Als ihr wichtiges Ziel für das Jahr 2022 gibt die »Hilfe für kleine Ohren« an, dass die Partner in den Ländern wieder dahin kommen, ihre Patienten betreuen zu können und dafür mit den notwendigen Hörgeräten »nachhaltig unterstützt werden«. Zudem plant das HkO-Team, die Anzahl der Partner in Entwicklungsländern zu vergrößern. Zwei »vielversprechende Anfragen« aus Kenia und Sri Lanka lägen bereites vor, die man an die Europäische Union der Hörakustiker e. V. weitergeleitet habe. Mit zwei weiteren Organisationen befände man sich außerdem schon in Kontakt. Hier seien die Nachweise der audiologischen Kompetenzen und der Nachhaltigkeit aber noch offen gewesen. Und nicht zuletzt wolle man die Versorgung schwerhöriger Kinder und Jugendlicher mit Power-Geräten aus dem Vertrag mit Signia weiter ausbauen.