NEWS AUS DER BRANCHE
OTICON: Für mehr Klang, Vielfalt und Freiheit
HERSTELLER. Am 6. August dieses Jahres fand in Hamburg unter dem Motto »Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt!« die größte Parade anlässlich des Christopher-Street-Days statt, die die Stadt bisher gesehen hat. 250.000 Menschen sind anlässlich der Demonstration friedlich durch die Innenstadt gezogen, so die Veranstalter im Nachgang. Sie flankierten die rund 30 Trucks, die von der Langen Reihe in St. Georg aus gegen 12:30 Uhr langsam in Richtung Innenstadt anrollten – und sorgten gemeinsam mit den Menschen auf den Trucks für eine ausgesprochen ausgelassene Stimmung.
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Mit einem eigenen Truck mit von der Partie bzw. Party war in diesem Jahr, neben Unternehmen wie Nivea oder Institutionen wie dem Schmidt Theater, auch Oticon. Die Hamburger Niederlassung ging unter dem Motto »Mehr Klang. Mehr Vielfalt. Mehr Freiheit.« an den Start und setzte so ein Zeichen für Diversity, Equity & Inclusion.
Rund 70 Leute, darunter einige Kundinnen und Kunden sowie ein Teil des Oticon-Teams samt Family & Friends, feierten zusammen Jan Windisch, bekannt aus der dritten Staffel des TV-Formats »Prince Charming«, zu dem Set von DJ SuperZandy aus Berlin und brachten den Truck dabei von der ersten Minute an so ins Wanken, dass sich selbst der Dienstleister, von dem Oticon den Truck gemietet hatte, beeindruckt zeigte. Love was in the air, könnte man sagen.
EUHA: Facebook-Gruppe zu Audiotherapie
EUHA. Die Europäische Union der Hörakustiker e. V. (EUHA) hat auf Facebook eine neue Gruppe initiiert. So gibt es nun neben der bestehenden großen EUHA-Community eine zusätzliche Gruppe zum Thema Audiotherapie. Darüber informierte die EUHA Mitte August.
Die neue Plattform wendet sich an alle Audiotherapeutinnen und -therapeuten und soll einen fachlichen Austausch ermöglichen sowie für mehr Transparenz sorgen. Mit der Gruppe entspreche man dem Wunsch der Teilnehmenden »unserer Audiotherapiekurse«, die auch nach den Kursen weiter miteinander in Kontakt stehen wollen. »Uns ist es wichtig, dass das starke Netzwerk der EUHA auf Social Media weiter wächst. Wir sehen uns als Plattform, auf der Wissen geteilt, vermehrt und ausgetauscht wird. Die sozialen Medien sind dafür ideal. Alle Interessierten können das EUHA-Audiotherapie-Netzwerk 24/7 nutzen und voneinander profitieren!«, so EUHA-Vizepräsident Peter Möckel.
Insbesondere Fragen, die nach den Fortbildungskursen Audiotherapie in der Praxis auftauchen, möchte man so zur Diskussion stellen können. Hier der Link zur Facebook-Audiotherapie-Gruppe der EUHA:
www.facebook.com/groups/audiotherapie
Hinweis: Die EUHA bietet regelmäßig einen Fortbildungskurs Audiotherapie https://www.euha.org/veranstaltungen/ an und hat die Leitlinie Audiotherapie in der Hörakustik entwickelt: www.euha.org/leitlinien/
Signia: neue Termine für taA-Fortbildungen
HERSTELLER. Signia hat weitere Termine für die Fortbildung zum Hörakustiker für teleaudiologische Anwendungen (taA) bekanntgegeben. So sind für den mit 20 biha-Punkten bemessenen Kurs nun an drei Standorten folgende Termine anberaumt: Berlin: 08.-09. September sowie 02. Dezember. Köln: 15. – 16 Dezember sowie 10. März 2023. München: 16.-17. März 2023 sowie 09. Juni 2023.
Die Fortbildung umfasst zehn Themenfelder und soll Hörakustikerinnen und -akustikern »einen weitreichenden Einblick in digitale Prozesse bei gleichzeitiger Verknüpfung mit der analogen Welt« geben, wie es in einer entsprechenden Mail von Signia heißt. Durch die Kombination entstehe »ein Verständnis für die Notwendigkeit, sich auf einen strukturellen Wandel einzulassen«. Darüber hinaus würden Strategien vermittelt, wie man von diesem Wandel als Unternehmen der Branche profitieren könne.
Die Fortbildung zum taA besteht aus einer zweitägigen Präsenzveranstaltung, einer sechswöchigen Trainingsphase im Betrieb, einem halben Tag an der Signia Akademie Online, weiteren sechs Wochen Trainingsphase im Betrieb und schließlich einer weiteren zweitätigen Präsenzveranstaltung mit Lernerfolgskontrolle. Somit dauert die Fortbildung insgesamt drei Monate und ist in die Elemente eines Fernstudiums gegliedert. Die praxisnahen Aufgaben zu den Themenfeldern werden den Teilnehmenden zur Bearbeitung wöchentlich neu zur Verfügung gestellt.
Insgesamt soll die Fortbildung, die »den digitalen Kontext im Ganzen greift und sämtliche Felder des digitalen Arbeitens aus Sicht des Hörakustikers inkludiert«, einen dazu befähigen, technisch versiert zu sein sowie die Bereiche Kundenansprache, Kundenbegleitung und Kundennachsorge aus einer neuen Perspektive für das Unternehmen nutzbar zu machen und so einen weiteren Kommunikationskanal zu sichern. Bei einem erfolgreichen Abschluss erhalten Teilnehmende das Zertifikat Hörakustiker (taA) verliehen und 20 biha-Fortbildungspunkte anerkannt.
Börsendotierte Hersteller korrigieren Erwartungen
INDUSTRIE. Sowohl die Demant Gruppe als auch die Sonova AG haben ihre Erwartungen für die laufenden Geschäftsjahre nach unten korrigiert.
In Kopenhagen hatte die Demant Gruppe Mitte August die Halbjahresergebnisse präsentiert und so offengelegt, leicht hinter den eigenen Schätzungen zurückzuliegen. So habe man in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 9,497 Milliarden dänischen Kronen (rund 1,235 Milliarden Euro) erwirtschaftet, erwartet hatte man einen Umsatz von 9,592 Milliarden Kronen. Entsprechend korrigierte man den erwarteten EBITA von 3,6-3,9 Milliarden Kronen auf 3,5 bis 3,8 Milliarden Kronen und senkte zudem die Wachstumsprognose von 5 bis 9 Prozent auf 4 bis 6 Prozent.
In dasselbe Horn stieß Mitte August die schweizerische Sonova AG. So gab man in Stäfa außerhalb der üblichen Berichterstattung ein Statement zur aktuellen Geschäftsentwicklung ab. Demnach revidiert die Sonova AG ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 22/23 und erwartet beim Gesamtumsatz nun ein Wachstum von 15 bis 19 Prozent, zunächst war man von 17 bis 21 Prozent ausgegangen. Beim EBITA liegen die Prognosen nun bei einem Anstieg um 6 bis 10 Prozent, ursprünglich war man hier von 12 bis 18 Prozent ausgegangen. Als Gründe gibt die Sonova einerseits »verhaltenes Wachstum in einigen hochpreisigen Märkten und Vertriebskanälen« an. Höhere Transport- und Beschaffungskosten sowie eine höhere Lohninflation hätten ebenso »die Profitabilität der Gruppe belastet«, wie es in einer entsprechenden Meldung aus Stäfa heißt. Dennoch geht man von einem »robusten Umsatzwachstum« für das laufende Geschäftsjahr aus, sagt Sonova CEO Arnd Kaldowski. Zuversichtlich stimmt ihn außerdem der Start der neuen Plattform Lumity, die einen »weiteren bedeutenden Innovationsschritt« darstelle und »die Hörleistung deutlich verbessern« werde. Zudem setzt er auf einen saisonal bedingten Anstieg des Consumer-Hearing-Geschäfts in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres. Gleichzeitig werde man aber auch weiter Kostendisziplin wahren, um ein »solides und profitables Wachstum« erzielen zu können.