INDUSTRIE. Der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) hat die Ergebnisse seiner diesjährigen Kundenzufriedenheitsumfrage veröffentlicht. Gefragt waren erneut Geschäftsführerinnen und Inhaber von unabhängigen Betrieben sowie Hörakustikmeisterinnen und -meister und Mitarbeitende – sofern diese seit mindestens sechs Monaten mit einem der BVHI-Mitgliedsunternehmen eine Geschäftsbeziehung unterhalten.
Insgesamt habe man 561 Teilnehmende verzeichnen können, heißt es vom BVHI. 1004 Bewertungen seien so eingegangen. Je Teilnehmendem waren bis zu zwei Herstellerbewertungen möglich. Abgefragt wurden die Bewertungen nach einer telefonischen Einladung sowohl über eine Online-Befragung als auch über Telefoninterviews. Durchgeführt wurden die Befragungen vom 9. August bis 16. September vergangenen Jahres.
Insgesamt liege die Gesamtzufriedenheit mit den Lieferanten respektive Herstellern bei 73 Punkten, was exakt dem Ergebnis der Umfrage aus 2021 entspreche. Die Gesamtzufriedenheit sei also weiterhin auf »einem guten Niveau (›zufrieden‹ – ›sehr zufrieden‹)«, heißt es in einer hierzu vom BVHI herausgegebenen Pressemitteilung. Entsprechend sei auch die Zufriedenheit mit den in der Zusammenarbeit mit den Herstellern relevanten Bereichen kaum verändert. In den Leistungsbereichen »Verkauf und Außendienst« sowie »Kundenbetreuung und Reparatur« habe sich das Feld etwa »deutlich angenähert«, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Am deutlichsten ist die Diskrepanz im Vergleich in der Kategorie »Produkt«. Hier liegt der schwächste Wert bei 60 Punkten, der beste bei 80. Auch in der Kategorie »Bestellung und Lieferung« gehen die Werte teilweise deutlich auseinander. So liegt der am wenigsten gute Wert hier bei 66, der beste bei 83 Punkten. Was Digital- und Online-Angebote anbelangt, stellten die Befragten ihren Lieferanten ein insgesamt gutes Zeugnis aus, zumal die Lücke zwischen der schwächsten und der stärksten Bewertung »deutlich verkleinert werden« konnte. Am besten abgeschnitten habe hier der Bereich Bestellung und Lieferung.
Auch um die Einschätzung der künftigen Marktentwicklung wurde in der Umfrage gebeten. Demnach blickten die teilnehmenden Betriebe im Zeitraum der Befragung »nach dem Coronaeinbruch wieder deutlich optimistischer in die Zukunft« – und das sogar mehr als in 2021. So rechneten 46 Prozent der Befragten damit, etwas mehr oder deutlich mehr Geräte einzukaufen. Das höchste Potenzial mache man hier im IdO-Segment aus, bei HdO-Geräten mit Schallschlauch gehe man wiederum von einer gleichbleibenden bis rücklaufenden Entwicklung aus.