HERSTELLER. Mit einem Online-Launch-Event hat Phonak am 9. Mai den Start von zwei neuen Produkten bekanntgegeben. In einer knapp 30 Minuten langen Online-Präsentation stellten Andreas Tikovsky, Geschäftsbereichsleiter Phonak Deutschland, Steffen Kohl, Leiter Marketing Phonak Deutschland, und Sven Kreher, Leiter Audiologie Phonak Deutschland, sowohl Phonak Slim vor als auch das neue Roger On.
Ursprünglich im Sommer vergangenen Jahres angekündigt, hatte man bei Phonak den Start des Slim noch einmal verschoben. Warum, darüber sprach Sven Kreher im Rahmen des Launch Events mit Andi Vonlanthen. Demnach habe die »Komponentenkrise« im vergangenen Jahr auch Phonak getroffen, berichtet der SVP Hearing Instruments, Research & Development im schweizerischen Sonova-Hauptquartier. Dazu seien weitere Herausforderungen aufgetaucht, und so hat man Phonak Slim letztlich auf die neue Plattform Lumity umgesattelt. Damit erfülle das neue Gerät nun sämtliche Qualitätsanforderungen und werde dem Prädikat »Schweizer Qualitätswerk« gerecht, wie Sven Kreher hinzufügt.
Was die Anforderungen an Phonak Slim anbelangt, habe man ein Gerät entwickelt, das einem aktiven Lebensstil moderner Kunden gerecht werde, sagt Kreher. So weist die etwas länglichere Bauform eine 7-Grad-Innenneigung am Höreranschluss auf. »Dadurch passt sich das System ideal der Kopfform an und sorgt so für einen maximalen Tragekomfort«, erklärt der Leiter der Audiologie in Fellbach. Dank der Lumity-Plattform verfügt Phonak Slim zudem über die Smart Speech Technologie, eine Zusammenstellung verschiedener Funktionen, die ein einfaches, komfortables und kontrastreiches Sprachverstehen ermöglichen sollen, darunter jüngste Entwicklungen wie StereoZoom 2.0 und der SpeechSensor.

In puncto Konnektivität bietet auch Phonak Slim die obligatorischen Made for all-Optionen. Zudem können zwei Bluetooth-Protokolle parallel laufen, nicht zu vergessen das freihändige Telefonieren sowie die Tap-Control und der Taster für eine »intuitive Bedienung«. So spreche Phonak Slim »eine größere Bandbreite an Kundenbedürfnissen mit an«, sagt Sven Kreher.
Adressiert ist Phonak Slim an die sogenannte Silver Society, Leute älter als 60, die sich mit ihrem Lebensstil eher an jüngeren Generationen orientieren und ihr Leben weiterhin »in vollen Zügen genießen«, wie Marketingleiter Steffen Kohl sagt. »Der typische Slim-Nutzer ist um die 60 Jahre alt, (…) ist jeden Tag anspruchsvollen Hörsituationen ausgesetzt, privat wie beruflich«, präzisiert Andreas Tikovky. »Er ist offen für Gimmicks, die ihm einen Mehrwert in seinem täglichen Leben bringen.« Und dafür sei diese Person auch bereit, in entsprechende Qualität zu investieren.
Um die sogenannte Silver Society etwas genauer zu beleuchten, schaltet Steffen Kohl Ina Seel dazu. Die ehemalige Leiterin der Audiologie bei Phonak in Fellbach arbeitet inzwischen im Sonova-Hauptquartier in Stäfa. »Menschen orientieren sich immer an einer etwa zehn Jahre jüngeren Altersgruppe«, berichtet Seel. Zudem wandele sich »die negative Wahrnehmung des Alterns bei dieser Gruppe«. Und für eben diese »Junggebliebenen« habe man Phonak Slim entwickelt. »Hören sah noch nie so gut aus«, sagt Ina Seel mit Blick auf das neue Gerät.
Entsprechend wird der Start des neuen Geräts auch von einer darauf abgestimmten Marketingkampagne flankiert. »Einzigartig, elegant, verbunden«, lautet die entsprechende Botschaft an diese nach wie vor nach Individualität und Selbstverwirklichung strebende Zielgruppe. Attribute, durch die sich eben auch die Silver Society auszeichne.
Die Kampagne für Phonak Slim umfasst »umfangreiches POS-Material«, so Andreas Tikovsky. »Und im Mittelpunkt dieses Materials stehen Sie mit ihrem Konterfei.« Die Werbemittel, die Phonak hier der eigenen Kundschaft zur Verfügung stellt, bieten also die Option, sich selbst als »Marke vor Ort« zu zeigen – und eben als Anbieter von Phonak Slim.
Erhältlich sind die Geräte in den Technologiestufen 90 bis 50 in jeweils vier Farbkombinationen. Auch Trial-Geräte sind verfügbar.
Im zweiten Teil der Online-Präsentation stellt Sven Kreher die zweite Generation von Roger On vor. Drei Weiterentwicklungen hebt der Leiter der Audiologie in Fellbach hier hervor. So kann man Roger On mit dem mitgelieferten Kabel etwa an ein Laptop anschließen und so »bequem an Online-Meetings teilnehmen«, so Kreher. Verbessert wurde außerdem die Lizenzübertragung, die sich nun durch das Drücken einer einfachen Tastenkombination starten lässt. Und als dritte Verbesserung hebt er die Dockingstation hervor. Diese ermöglicht nun, etwa, wenn man Roger On mit einem Fernseher verbindet, auf dem Display das Anzeigen des eingestellten Volumens.