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023 | Juni 2023
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Über 300 Hörakustiker besuchten SwissHearCon

ÜBER 300 PERSONEN PARTIZIPIERTEN AN DER VERANSTALTUNG

VERBÄNDE. Am 4. und 5. Mai fand im Kanton Zug die erste Hörakustikertagung des Schweizer Verbandes AKUSTIKA seit 2019 statt. Mit dem Ziel »eine Basis zur Kommunikation zwischen den Akteuren zu schaffen, welche in irgendeiner Art und Weise mit der Hörgeräteversorgung zu tun haben« trat der AKUSTIKA-Verband dabei mit einem neuen Tagungskonzept an die schweizerischen Hörakustiker:innen heran, genannt SwissHearCon. »Wir hatten im Vorfeld gehofft, dass es uns gelingen könnte, 150 Teilnehmer:innen für die beiden Tage zu gewinnen. Wenn 200 Personen kommen würden, so dachten wir, wäre dies ein echter Erfolg. Aber dass an unserer ersten SwissHearCon gleich über 300 Personen partizipieren wollen, damit hatten wir auf keinen Fall gerechnet«, so der AKUSTIKA-Präsident René Bürgin gegenüber OMNIdirekt im Theater Casino Zug.

Dabei sollte die SwissHearCon nicht nur Ausstellung und Ort von Präsentationen sein. Sie sollte auch nach einer langen Zeit, in der Wissensvermittlung, Sitzungen und Konferenzen fast ausschließlich online stattfanden, die Gelegenheit bieten, wieder dem Gedankenaustausch zu »frönen«. Das nahmen auch die Tagungsbesuchen in vollen Zügen wahr, was überedies mit einem wundervollen Ausblick auf den Zuger See belohnt wurde. Auch für die 16 Hersteller und Dienstleister, die als Aussteller auf der SwissHearCon anwesend waren, dürfte sich der Ausflug nach Zug gelohnt haben. Unabhängig der hohen Nachfrage an den Ausstellungsständen erhielten diese die Möglichkeiten, mit 30-minütigen Vorträgen bei den Tagungsbesuchern zu punkten. Der stets komplett gefüllte Saal zeigte, dass dies bei den SwissHearCon-Teilnehmern gut ankam. »Man spürt, dass die Besucher sich über den kollegialen Austausch nach so langer Zeit freuen. In Zukunft müssen wir aber die Räumlichkeiten an die große Zahl der Interessenten anpassen«, resümiert Bürgin, der aktiv für mehr Vernetzung, Kooperationen und Austausch werben möchte, bereits tagsüber.

Im Rahmen der SwissHearCon wurde am Abend außerdem ein Kooperationsvertrag zwischen der Europäischen Union der Hörakustiker e. V. (EUHA) und dem Schweizerischen Fachverband für Hörgeräteakustik AKUSTIKA unterschrieben. Wie einige Tage später eine Pressemitteilung der EUHA bestätigte, liegt das Ziel der Vereinbarung darin, »den Austausch auf europäischer Ebene zu fördern«, »eine vertrauensvolle Zusammenarbeit« anzustreben, »wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis« zu vermitteln und insbesondere eine »Verbesserung des Informationsaustausches zwischen Praxis, Wissenschaft und Technik auf europäischer Ebene« zu erzielen. Aufgrund der sich wandelnden Arbeitswelt der Hörakustiker sei es wichtiger denn je, praktische Erfahrungen miteinander austauschen. Nur so könne man »gemeinsam wachsen und damit attraktiver Partner der Mitglieder sein«. EUHA-Präsidentin Beate Gromke, die hierfür eigens nach Zug gekommen war, zeigte sich über die Kooperation bereits am Abend hochzufrieden: »Wir alle profitieren von dieser Kooperation und stärken uns damit gegenseitig. Besonders freut mich, dass die Mitglieder unserer Verbände zu vergünstigten Konditionen an den Veranstaltungen beider Verbände teilnehmen können. Das ist ein Gewinn in jeder Hinsicht!«. Am Rande der Abendveranstaltung, die mit einer Bootsfahrt auf dem Zuger See endete, verriet sie OMNIdirekt bereits, dass die Schweiz in diesem Jahr erstmals Partnerland beim EUHA-Kongress 2023 sein wird.