DIGITALES MAGAZIN
027 | Oktober 2023
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biha: Neuzugang im juristischen Team

BIHA. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) hat ihr juristisches Team verstärkt. So kam Ende August der ehemalige Direktor des Landesrechnungshofs Rheinland-Pfalz, Dr. Johannes Siebelt, in Mainz an Bord. Dr. Siebelt werde sich bei der biha »insbesondere um Fragen des Verwaltungsrechts kümmern«, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung der biha. 

»Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Siebelt einen engagierten und erfahrenen Juristen für die Bundesinnung gewonnen zu haben, der uns zukünftig bei entsprechenden Angelegenheiten mit seinem herausragenden fachlichen Hintergrund unterstützt«, sagt Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsführer der biha. 

Die Bundesinnung handelt bekanntlich als Körperschaft des öffentlichen Rechts in vielen Bereichen als mittelbare Staatsgewalt hoheitlich. »Daher wird hier einiges an Fachwissen des Verwaltungsrechts gebündelt, wobei Dr. Siebelts langjährige Erfahrungen uns hervorragend ergänzen werden«, so Baschab abschließend.

Oticon: Neuheiten auf der Industrieausstellung

HERSTELLER. Auf der Industrieschau zum diesjährigen EUHA-Kongress wird Oticon gleich eine Reihe an aktuellen Entwicklungen präsentieren. Darunter zum Beispiel Oticon Own, die IdO-Geräte der Dänen, in denen nun auch das mit dem Oticon More eingeführte Deep Neural Network arbeitet. Ebenso wird man sich, sofern man sie noch nicht kennt, über die Oticon Conpanion App informieren können. Mit ihr »lassen sich individuelle Anpassungen jederzeit einfach und diskret über das Smartphone vornehmen«, heißt es in einer Pressemitteilung von Oticon von Ende August. So können Nutzerinnen und Nutzer über die App zwischen verschiedenen Programmen und Funktionen wählen und Einstellungen speichern. Zudem lässt sich hier die In-App-Hilfe in Anspruch nehmen und natürlich der Zugang zur Fernbetreuung öffnen.

Neu ist das Messverfahren ACT (Audibel Contrast Threshold), das von dem wie Oticon zum Demant-Konzern gehörenden Unternehmen Interacoustics unter anderem in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Lübeck entwickelt wurde. Nutzen lässt sich ACT, um »schnell und einfach die Einstellungen der Automatiken« zu optimieren. Für die Praxis im Betrieb verfügbar sein soll das patentierte Messverfahren laut Oticon Anfang kommenden Jahres. Wer schon auf dem Kongress mehr über ACT erfahren möchte, dem sei der Vortrag von Ph. D. Søren Laugesen empfohlen. In seinem Beitrag »Audibel Contrast Threshold (ACT) : Vom Forschungslabor in die Klinik« wird er über die Entwicklung des ACT, aktuelle Studienergebnisse und die klinische Relevanz des Verfahrens referieren (19.10.2023, 11.00-11.30 Uhr im Conference Center). Vorträge gibt es freilich auch, wie gehabt, im standeigenen Auditorium am Messestand von Oticon im 30-Minuten-Takt.

»Spot des Monats« geht an die Fördergemeinschaft

AUSZEICHNUNGEN. Der aktuelle Funkspot der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) wurde im Juli zum »Spot des Monats« erkoren. Das meldete die FGH Mitte September. Verliehen wurde die Auszeichnung vom Radio-Vermarkter More Marketing. »Der Spot gewinnt in Sekundenschnelle das Interesse der Zuhörer«, so das Urteil der Jury.

»Der Spot beginnt wie eine Nachrichten-Sendung, wird dann immer schwerer verständlich und endet mit dem Aufruf, den FGH-Online-Hörtest zu machen«, heißt es seitens der Fördergemeinschaft. Mit ihrer Funkwerbung »Hörtest machen« wirbt die FGH seit Juni dieses Jahres bundesweit auf Online-Radiostationen für die Zielgruppe 50plus. FGH-Partner können den Spot auch für ihre eigene Radiowerbung nutzen. Herunterladen kann man ihn sich hier: 

https:// www.fgh-info.de/aktionen/hoeren-im-radio

BAK erweitert Team der fachlichen Leitung

FORTBILDUNG. Die BAK-Meisterschule für Hörakustik hat ihr Team der fachlichen Leitung erweitert. Das geht aus einer Pressemitteilung aus Landau hervor. Demnach gehört nun auch der 33-jährige Hörakustikmeister Christian Frey dem Führungsteam der Meisterwerk Gesundheit an. Er ergänzt die beiden BAK-Gründerinnen Annette Krohmer und Tanja Krauss in der Fachleitung Hörakustik. 

Frey ist selbst Meisterabsolvent aus Landau, leitet ein Fachgeschäft, ist überdies seit acht Jahren nebenberuflich als Dozent an der BAK tätig und werde nun den BAK-Standort Duisburg »zusätzlich stärken«, wie es in der Pressemitteilung heißt. 

»Wir freuen uns sehr über den Aufstieg aus den eigenen Reihen, da wir Christian Frey seit vielen Jahren der gemeinsamen Arbeit kennen und ihn fachlich und persönlich sehr schätzen«, so Annette Krohmer. »Die Zusammenarbeit hat sich in den letzten Monaten bei der Umstellung der BAK-Kurse auf die neue Meisterprüfungsverordnung intensiviert und sehr bewährt«, ergänzt Tanja Krauss.

Christian Frey fühle sich im Team der BAK dann auch »absolut wohl«, wie er sagt – genau wie in der Zusammenarbeit mit den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Joachim Gast und Robert Leitl, die bekanntlich mit der Meisterschule ifb auch den Fachbereich Augenoptik mit abdecken. 

»Meisterkurse sind Vertrauenssache, die meisten Anmeldungen erhalten wir über Weiterempfehlungen. Deshalb setzen wir auf einen gesunden Team-Mix aus langjährigen Kolleg:innen und der Förderung von jüngeren Kolleg:innen. Im Fall von Christian Frey trifft sogar beides zu, also die ideale Kombination für die BAK und Meisterwerk Gesundheit«, so Robert Leitl und Joachim Gast abschließend.

Flex Capital übernimmt Euronet

SOFTWARE. Der Finanzinvestor Flex Capital hat über seine Tochtergesellschaft Evex AcquiCo GmbH den EDV-Anbieter Euronet übernommen. Das geht aus einer Meldung der DOZ hervor. Damit hat das Berliner Private Equity Unternehmen nun mit Amparex, IPRO und Euronet drei Marken für Branchensoftware in der hiesigen Augenoptik und in der Hörakustik unter einem Dach versammelt. Dazu kommt der britische Marktführer für Software in der Augenoptik Optix Software ltd, den Flex Capital bereits Mitte dieses Jahres akquiriert hatte. Mit den Übernahmen habe der Finanzinvestor nun die Marktführerschaft im Bereich der Branchensoftware erworben, heißt es auf der Website der DOZ. So arbeiteten, jeweils nach eigenen Angaben, mehr als 3.000 Betriebe in der Augenoptik und Hörakustik mit winIpro, 3.651 Fachgeschäfte mit Amparex und 1.200 vorwiegend mittelständische Betriebe aus Deutschland, Benelux und der Schweiz mit Euronet. Bis auf weiteres sollen alle drei Marken weiterhin eigenständig agieren. Mit der Entwicklung eines gemeinsamen Software-Angebots sei gleichzeitig aber ebenfalls zu rechnen, heißt es bei der DOZ abschließend.

Genesis AI: Starkey launcht neue Technik

HERSTELLER. Auf der Industrieschau zum bevorstehenden Internationalen Hörakustiker-Kongress wird Starkey Genesis AI vorstellen. Das neue Produkt kommt unter dem Motto »Alles neu. In jeder Dimension« und soll mit einer »neuartigen Hörtechnologie« bestechen, heißt es in einer hierzu verbreiteten Mail von Starkey. 

Entsprechend dem Motto werde man »eine völlig neuartige Hörtechnologie« samt neuer Chip-Plattform präsentieren. Gleichzeitig komme die neue Technik, erstmals seit dem Launch von Livio AI, auch wieder mit einem »komplett neuem Design«. Es wird also ein neues Gehäuse geben. Aber nicht nur das. Zudem kündigt Starkey auch das kleinste Akku-RIC-System inklusive Sensortechnik der Branche an, basierend auf der neuen Chip-Plattform S1. Ebenso sei für Genesis das AI-Produktsortiment weiterentwickelt worden, und die neue MyStarkey-App sowie die neue ProFit-Software sollen überdies für ein besseres Nutzererlebnis sorgen, sowohl mit Blick auf die Konnektivität als auch auf den Anpasskomfort.

Überzeugen lassen kann man sich von all dem am Messestand von Starkey. Hier wird es Live-Vorträge geben, Sound-Demos sowie weitere Stationen, an denen man die neuen digitalen Möglichkeiten von Genesis AI erleben kann. Der Hersteller selbst spricht von einem »ganzheitlichen Genesis-AI-Erlebnis«. 

»Genesis AI ist in jeder Dimension neu gedacht«, sagt Sylvie Gerber, Leitung Produktmanagement und Marketing, Starkey Deutschland. »In den USA ist das Produkt bereits seit dem Frühjahr auf dem Markt und das Feedback ist überwältigend. Wir können es daher kaum erwarten, das Produkt in den deutschen Markt einzuführen und freuen uns sehr auf die Resonanz unserer Partnerinnen und Partner. Der EUHA-Kongress 2023 ist der offizielle Startschuss für Genesis AI. Seien Sie dabei!«


»Weißte Bescheid?« Unitron startet neues Format

HERSTELLER. Am 24. Oktober dieses Jahres startet Unitron mit »Weißte Bescheid?« ein neues Online-Format. Inhaltlich soll es in der ersten Folge um »ein Hörsystem, das so gut aussieht, wie es klingt und weitere Neuheiten rund um die Vivante Plattform« gehen. Gastgeber ist Adam Schwarz, Leiter Audiologie bei Unitron. Neben einem kurzen Überblick über die Neuheiten will das neue Format auch mit einem Austausch zwischen den Zuschauenden und Adam Schwarz punkten. »Ihre anonymen Fragen im Live-Chat bestimmen den weiteren Weg, Adam geht genau auf das ein, was Sie und die weiteren Teilnehmer interessiert«, heißt es dazu in einer Mail aus Fellbach. Des Weiteren soll es »Tipps und Tricks und neue Impulse für Ihre tägliche Arbeit« geben. 

Entstanden ist die Idee für das neue Format unter anderem durch den Verlauf der jüngsten Online-Präsentation von Unitron. Hier hatte Adam Schwarz im Anschluss an die Vorträge so souverän die Fragerunde moderiert, dass man sich den Leiter Audiologie bei Unitron offenbar auch gut als Gastgeber und Moderator eines kompletten Formats vorstellen konnte.

Amplifon legt weiter zu

FILIALISTEN. Amplifon hat im September die Übernahme gleich mehrerer Fachgeschäfte in Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben. Demnach hat der Mailänder Konzern nicht nur »das HörConcept« von Doris Vercelli am Münsteraner Aegidiimarkt übernommen, sondern auch die Hörgeräte Böhlefeld GmbH & Co KG sowie Hörgeräte Koch. Damit betreibt Amplifon allein in Nordrhein-Westfalen nun 146 Standorte. In ganz Deutschland sei man inzwischen nach eigenen Angaben bei über 600 Fachgeschäften. Die Umgestaltung der neu akquirierten Betriebe soll im Laufe des Herbsts erfolgen. 

Die ehemalige Inhaberin Doris Vercelli bleibe dem Konzern im Zuge der Übernahme als Kundenberaterin erhalten. »Wir freuen uns sehr, dass wir die Expertise einer Hörakustik-Meisterin in der Hörsystemversorgung von Erwachsenen und Kindern nutzen können«, kommentiert Frank Grothe, Leiter Integration bei Amplifon. 

Mit den neuen Akquisitionen setzte man »seine Wachstumsstrategie auf dem Weg zum Marktführer in Deutschland konsequent fort«, heißt es seitens Amplifon mit Blick auf die jüngsten Zukäufe. »Mit der Übernahme der Fachgeschäfte von ‚Hörgeräte Böhlefeld‘ und ‚Koch Hörgeräte‘ stärken wir unser Netzwerk in Nordrhein-Westfalen. Den ehemaligen Inhaber*innen danken wir sehr für ihre hohe Professionalität und freuen uns, sie als Hörakustik-Meister*innen weiterhin an unserer Seite zu haben. Ebenso begeistert sind wir vom Engagement und Fachwissen der weiteren Mitarbeitenden: Das ist für uns sehr wertvoll und wird maßgeblich zum Erfolg der Integration beitragen. Gemeinsam möchten wir unseren Kundinnen und Kunden den bestmöglichen Service anbieten«, so noch einmal Frank Grothe, Leiter Integration bei Amplifon.

Neuer Gebietsverkaufsleiter bei Bernafon

HERSTELLER. Bernafon meldet einen Neuzugang für den Bereich Vertrieb. Demnach hat Hendrik Werner Anfang Oktober seine Tätigkeit als Gebietsverkaufsleiter in den PLZ-Gebieten 30-34, 37, 48-49 aufgenommen und verstärkt damit das Außendienstteam bei Bernafon, Philips und Sonic.

Werner ist gelernter Hörakustiker und wechselte später in den Außendienst. Zuletzt war er für Audio Service im Vertriebsgebiet Baden-Württemberg tätig. Nun freue sich der in Dinslaken lebende Werner auf »kürzere Wegezeiten, drei spannende Marken und handgefertigte IdOs aus der Bernafon Manufaktur«, heißt es in der hierzu von Bernafon verbreiteten Pressemitteilung. Und weiter: »Hendrik Werner liebt es, Konzepte in Kundenbeziehungen partnerschaftlich zu entwickeln und die vereinbarten Ziele zu verfolgen. Das liegt ihm als ehemaligen Paintball-Spieler in der 1. Bundesliga offenbar.« »Wenn man etwas macht, dann macht man es am besten richtig,« sagt Werner selbst.

EUHA-Kongress: »ICHgeHÖREdaZU«-Mitmach-Aktion

AKTIONEN. Im Rahmen des anstehenden EUHA-Kongresses, der dieses Jahr vom 18. bis 20. Oktober in Nürnberg stattfindet, ist auch eine »ICHgeHÖREdaZU«-Mitmach-Aktion geplant. »In Halle 4A befindet sich die Startrampe für den nächsten Welttag des Hörens«, der am 3. 3. 2024 stattfinden wird. Das verkündet eine Pressemitteilung des Bundesverbandes der Hörsysteme-Industrie (BVHI).

Demnach lädt die Mitmach-Aktion dazu ein, Teil des Welttags des Hörens 2024 zu werden. »Hörakustiker, Sprachtrainer, HNO-Ärzte, Hersteller und alle an der Hörversorgung Beteiligten sind eingeladen, mir ihrem Gesicht und ihrem Statement Teil der größten deutschsprachigen Kampagne für Hörvorsorge und Hörversorgung zu werden«, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung aus Frankfurt. Das Team der gemeinsamen WHO/BVHI-Kampagne zum Welttag des Hörens wird also in Nürnberg kostenfreie Portraitfotos vor dem einheitlichen Bildhintergrund »#ICHgeHÖREdaZU« anbieten und dazu die Statements der Teilnehmenden einsammeln. Die so entstandenen Fotos sind anschließend vor Ort als Ausdruck oder Download verfügbar. Die Teilnehmenden können diese dann für deren eigene Social-Media-Kanäle und Kommunikation rund um den Welttag des Hörens 2024 sowie auch schon zuvor im EUHA-Kongress-Kontext nutzen. Darüber hinaus kann man auch nach dem Kongress seine Bilder und Statements bis zum Jahresende auf welttag-des-hoerens.de hochladen. Die Inhalte werden dann in einer Fotogalerie präsentiert.

Der Welttag des Hörens ist in Deutschland bekanntlich eine gemeinsame Aktion der Weltgesundheitsorganisation WHO und des BVHI und steht seit mehreren Jahren unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers.