AKTIONEN. Anlässlich des Weltkindertags, der in diesem Jahr am 20. September stattfand, hat die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) auf den »unverzichtbaren Beitrag« der Hörakustikerinnen und -akustiker für das Kindeswohl hingewiesen. »Wer unter einer Hörbeeinträchtigung leidet, kann sein Umfeld nur eingeschränkt wahrnehmen«, erklärt Hörakustikermeister Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). »Das trifft Kinder und Jugendliche besonders. Denn für die Entwicklung und damit die Zukunft jedes Kindes ist das Erlernen der Sprache sehr wichtig, um andere verstehen und sich mitteilen zu können. Wir Hörakustiker sorgen dafür, dass eine Hörschwäche früh erkannt und bestmöglich ausgeglichen wird.«

Die Zahl der weltweit von einem eingeschränkten Hörvermögen betroffenen Kinder wird auf derzeit etwa 23 Millionen geschätzt. Um sich für die Versorgung der Kinder aufzustellen, gibt es hierzulande bekanntlich die Fortbildungskurse zum Pädakustiker, die beispielsweise an der Akademie für Hörakustik angeboten werden. »Die Messung des Hörvermögens bei Kindern erfordert viel Fingerspitzengefühl und besondere Techniken, in denen Pädakustiker geschult sind«, so Schmidt, der ebenfalls Pädakustiker ist. Dank des in Deutschland Anfang 2009 eingeführten Neugeborenen-Hörscreenings werden inzwischen alle Babys auf ihr Hörvermögen getestet. »Wird eine Schwerhörigkeit diagnostiziert, ist eine Versorgung mit Hörgeräten ab dem zweiten Lebensmonat möglich«, so Schmidt. »Die Weiterentwicklung des schwerhörigen Kindes wird durch eine Hörsystemversorgung gefördert, denn nur durch die akustischen Reize, die wir aufnehmen, können die wichtigen Hörbahnen ausgebildet werden«, erklärt Schmidt abschließend.