DIGITALES MAGAZIN
028 | November 2023
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30 Jahre Advanced Bionics

30 JAHRE VOLLER EINSATZ

IMPLANTATE. Im Oktober dieses Jahres feierte Advanced Bionics 30-jähriges Bestehen. Aber das ist nicht alles: »Wir feiern nicht nur 30 Jahre großartiger Innovationen in der Hörtechnologie, sondern auch 30 Jahre voller Einsatz für die Verwirklichung unserer Vision von einer Welt, in der jede Person in den Genuss des Hörens kommen kann – ermöglicht durch den einzigartigen Innovationsgeist, das Engagement unserer Mitarbeitenden sowie das Vertrauen der Kunden in uns«, sagt Deike Markgraf, Geschäftsführerin Advanced Bionics Deutschland.

Gegründet wurde Advanced Bionics 1993 von dem Physiker, Erfinder, Serienunternehmer und Philanthrop Alfred Mann. Begonnen hatte der seine Laufbahn noch in der Luft- und Raumfahrt, erst später wechselte er in die Biomedizintechnik. »Seine Motivation war es, innovative Technologien zu entwickeln, die einen Beitrag zur Behandlung verschiedener Krankheiten leisten und die Lebensqualität von hörbeeinträchtigten Menschen verbessern«, heißt es in der aus diesem feierlichen Anlass verbreiteten Pressemitteilung von Advanced Bionics.

Clarion, die erste Generation von CI und Soundprozessoren, kam noch in den 1990er-Jahren auf den Markt. Von da an ging es in immer schneller werdenden Innovationszyklen weiter. Als nächsten Meilenstein nennt AB das T-Mic, das nach eigenen Angaben erste und noch immer einzige CI-Mikrofon, das die natürlichen Vorteile des Ohres beim Richtungshören abbilde. 2010 folgte mit Clear Voice die erste Signalverarbeitungslösung, die das Verstehen von Sprache im Störgeräusch nachweislich verbesserte. 2011 kam mit Neptune außerdem der erste komplett wasserdichte Soundprozessor. Die Einführung von AIM 2019 nennt der Implantathersteller als nächsten Meilenstein. Das System kann während der Operation die Funktion der Cochlea überwachen. 2020 kam dann der Marvel-Soundprozessor, der die Konnektivität zu nahezu jedem Bluetooth-fähigen Gerät ermöglicht. Überhaupt die Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma Phonak – die führte unter anderem dazu, dass ein »nahtloser Übergang vom Hörgerät zum Hören mit Cochlea-Implatat« möglich wurde, wie es seitens AB heißt. Zur Sonova gehört AB übrigens seit 2009.

Doch das soll noch lange nicht alles gewesen sein. Rund ein Viertel des Umsatzes investiere man in Forschung. Gleichzeitig habe das Team für Forschung und Entwicklung einen PhD-Anteil von 40 Prozent. Da dürfte also noch einiges zu erwarten sein.