AKTIONEN. Der wie gewohnt am 3.3. stattfindende Welttag des Hörens steht offiziell unter dem Motto »Das Leben gehört gehört«. Entsprechend wollen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihr Deutscher Partner, der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie e. V. (BVHI), den 3. März unter anderem dafür nutzen, über eine bessere Prävention und die Versorgung von Hörminderungen aufzuklären. So werden am Welttag des Hörens an den entsprechenden Aktionen teilnehmende Hörakustiker:innen, HNO-Ärzt:innen und Audio-Therapeuth:innen »die Menschen in Deutschland über die Vorteile rechtzeitiger Hörversorgung sowie die Vermeidung möglicher gesundheitlicher Folgen, die mit einer unversorgten Schwerhörigkeit in Beziehung stehen könnten« informieren, heißt es in einer Pressemitteilung des BVHI.

Schirmherr des Welttag des Hörens ist erneut Prof. Dr. Karl Lauterbach. »Während wir die Augen auch mal bewusst schließen können, sind die Ohren auf Dauerempfang. Im Alltag ist das Gehör für die Kommunikation, für die Orientierung und zum Schutz vor Gefahren in ständigem Einsatz. Umso wichtiger ist es, mögliche Beeinträchtigungen früh zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Hörminderung birgt nicht nur Gefahren für den Alltag, sie kann bis zu Vereinsamung führen. Gezielte Vorsorge kann das verhindern«, so der Bundesgesundheitsminister.
PD Dr. Jan Löhler, Präsident des Deutschen Berufsverbandes der HNO-Ärzte e. V. fügt folgendes hinzu: »Das Hören ermöglicht zwischenmenschliche Kommunikation. Durch eine Schwerhörigkeit leidet aber nicht nur diese, sondern durch Umbauprozesse im Gehirn erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für kognitiven Leistungsabfall, Depressionen und das Risiko zu stürzen. Daher ist die ärztliche Früherkennung einer beginnenden Schwerhörigkeit so wichtig.«
Thematisch sollen am 14. Welttag des Hörens aber nicht nur die Auswirkungen nicht versorgter Hörverluste im Fokus stehen. Auch Themen wie die Hörsysteme-Technik, höchste Klangqualität, Bluetooth-Technologie, Streaming-Möglichkeiten, ja sogar die Möglichkeit der Sturzerkennung sollen hervorgehoben werden.
Initiiert wird der Welttag des Hörens von der WHO, die dafür in den einzelnen Ländern mit nationalen Partnern zusammenarbeitet wie in Deutschland mit dem BVHI. Zudem wird der Aktionstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz von einem großen Präventions- und Versorgungsnetzwerk unterstützt. Dazu zählen Hörakustiker genauso wie HNO-Ärzte, Kliniken, Hörimplantatspezialisten, Audio-Therapeuten, Logopäden, Hörtrainer im Rehabilitationsbereich, Kultureinrichtungen, Unternehmen und weitere Akteure.
Weitere Informationen findet man auf welttag-des-hoerens.de