DIGITALES MAGAZIN
035 | Juni 2024
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VARTA AG BESTELLT NEUEN CEO

»Ich sehe die Herausforderungen. Ich sehe aber vor allem das Potenzial.«

BATTERIEN. Die VARTA AG hat einen neuen CEO. Wie der Batteriehersteller aus Ellwangen meldete, bestellte der Aufsichtsrat Michael Ostermann in der Sitzung vom 6. Mai zum Mitglied des Vorstands und berief ihn zugleich zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Damit übernimmt der 58-jährige Ostermann den Aufgabenbereich von Dr. Markus Hackstein, der diese Funktion seit Oktober 2022 ausgeübt hatte.

Mit Ostermann, der beim französischen Batteriehersteller Exide Technologies mehrere Restrukturierungen durchgeführt haben soll, u.a. eine erfolgreiche Strategie für Lithium-Ionen-Batterien und Energiespeicher, scheint damit beim Traditionsunternehmen die Wunschlösung gefunden worden zu sein. »Herr Ostermann hat sich bereits seit vielen Monaten mit der VARTA AG auseinandergesetzt. Er bringt Erfahrung und Kenntnisse mit, die wichtige Impulse leisten werden, um die vor dem Unternehmen liegenden Herausforderungen zu meistern«, so Dr. Dr. Michael Tojner, Aufsichtsratsvorsitzender sowie Mehrheitseigner der VARTA AG.

Ostermann freut sich laut eigener Aussage über den neuen Posten beim kriselnden Batteriehersteller. »Ich habe mich für diese Position entschieden, weil ich an die Chancen des Unternehmens glaube. Ich sehe die Herausforderungen. Ich sehe aber vor allem das Potenzial. Gemeinsam mit dem gesamten Vorstand und dem VARTA-Team werden wir die Herausforderungen angehen und das Potenzial heben.«

Mitte April hatte das Ellwanger Unternehmen nach turbulenten Wochen mitgeteilt, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für VARTA weiter verschlechtert hätten und man den Restrukturierungsprozess fortsetzen müsse (siehe OMNIdirekt #34).

Vorgänger Markus Hackstein werde sich nach einer Übergangsphase wieder Projekten innerhalb der Montana Tech Components-Gruppe widmen, die der Mutterkonzern der VARTA AG ist. Hackstein war vor einigen Wochen in die Schlagzeilen geraten, als er wenige Minuten nach der Bekanntgabe, dass die VARTA ihren Sparkurs verschärfen muss, ein Aktienpaket verkauft hat. Der Kurs der VARTA war am Tag nach der Bekanntgabe um 40 Prozent eingebrochen.

Mittlerweile wurden auch Medienberichte, dass die VARTA AG aus dem deutschen Aktienindex SDAX herausgefallen ist, bestätigt. Grund dafür sei laut VARTA die Verschiebung der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2023, was wiederum mit auf die Cyber-Attacke zurückzuführen sei. Der Aktienkurs des börsennotierten Unternehmens hatte 2024 kräftige Einbußen erlitten, sich jüngst aber wieder etwas erholt.