
AUSBILDUNG. Traditionell findet Ende Juli die Gesellenfreisprechung des Hörakustikhandwerks in Lübeck statt. 536 Hörakustikerinnen und Hörakustiker wurden nach ihrer erfolgreichen Abschlussprüfung im Sommer in den Gesellenstand gehoben. Nachdem im Februar bereits 134 Auszubildende der Hörakustik den Gesellenbrief erhalten hatten, haben somit im Jahr 2024 insgesamt bislang 670 Fachkräfte des Hörakustiker-Handwerks ihre duale Ausbildung abgeschlossen und konnten nun am 20. Juli feierlich in der Lübecker Musik- und Kongresshalle ihre Zeugnisse in Empfang nehmen. Sie haben sich für einen fantastischen, sehr innovativen Gesundheitsberuf entschieden und sich damit auch in die schnelle, flexible Welt des Fortschrittes eingereiht«, so biha-Präsident Eberhard Schmidt.
Stephan Fuesers, Studiendirektor der bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen (LBS), freute sich über die erzielten Prüfungsergebnisse, die in diesem Jahr besonders gut ausgefallen sind. Insgesamt konnte auf den Abschlusszeugnissen 46-mal die Gesamtnote 1,0 vergeben werden. »Die in der Berufsausbildung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden Ihnen auf Ihrem weiteren Weg helfen, zum Beispiel, wenn Sie den nächsten Schritt tun und eine Meisterausbildung starten«, gab Fuesers den neuen Gesellen auf dem Weg.

Zu den Gratulanten gehörte auch der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther, der den frisch erhobenen Gesellinnen und Gesellen eine Grußbotschaft sendete: »Wir haben es in der Gesellschaft mit immer mehr Menschen mit Hörproblemen zu tun, auch zu früheren Zeitpunkten, und Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen ganz bedeutenden Beitrag zur Inklusion, damit Menschen auch mit Hörproblemen Teilhabe leben können, soziale Kompetenzen erwerben können, sich in die Gesellschaft einbringen können. Von daher ist das ein ganz besonderer Beruf, den Sie alle miteinander ausüben.«
Entsprechend bedankte sich Mira Monzel, Sprecherin des Prüfungsjahrgangs, im Namen aller Gesellinnen und Gesellen für die Glückwünsche sowie bei allen Ausbildungsbetrieben sowie bei Lehrkräften, Dozierenden des Campus Hörakustik, der Bundesinnung der Hörakustiker sowie Familie und Freunden für deren Unterstützung. »Wir haben gemeinsam viele Herausforderungen gemeistert und sind daran gewachsen«, sagte Mira Monzel. Die Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen wurde in diesem Jahr als Zukunftsschule Schleswig-Holsteins und zudem als Schule des Jahres mit dem Sonderpreis des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein für Inklusion und Vielfalt ausgezeichnet.