DIGITALES MAGAZIN
039 | Oktober 2024
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Forschende attestieren Oticon Intent »erstklassige Sprachverständlichkeit«

»Bis zu 4 dB SNR, mit bis zu 45 Prozent mehr Zugang zu Sprachmerkmalen«

HERSTELLER. »Oticon Intent ist (…) Mitbewerbern in puncto Sprachverständlichkeit deutlich überlegen.« Das schreibt die Hamburger Niederlassung des dänischen Herstellers in einer aktuellen Pressemitteilung. Demnach haben Forschende des zu Oticon gehörenden Centre for Applied Audiology Research das aktuelle Premium-Gerät von Oticon mit den Top-Geräten einiger nicht namentlich genannter Mitbewerber verglichen und dabei ermittelt, dass das Intent die Sprachverständlichkeit um »bis zu 4 dB SNR, mit bis zu 45 Prozent mehr Zugang zu Sprachmerkmalen in einer realistischen, sehr komplexen Hörumgebung« verbessere. Damit böten die Geräte ihren Nutzenden »hervorragende Unterstützung«, so das Fazit des Forschenden-Quartetts, bestehend aus Marianna Vatti, Jorge Mauricio Cisneros-Caballero, Valentina Zapata-Rodriguez und Sébastien Santurette. Gerade solch komplexe Hörsituationen seien mit »herkömmlicher Direktionalität« nicht zu bewältigen, resümieren die Forschenden.

In der Versuchsreihe der vier Forschenden seien Messverfahren angewendet worden, die »über die sonst übliche Methodik hinausgingen«, heißt es seitens Oticon weiter. So habe man etwa den SNR untersucht, den die Signalverarbeitung erzielt. Je größer der Kontrast zwischen Störlärm und Sprache zugunsten von Sprache, desto deutlicher verstehen Nutzende bekanntlich selbige. Und auch mit Blick auf den Speech Intelligibility Index (SII) habe man am Centre for Applied Audiology Research die Geräte unter die Lupe genommen. Mit dem SII berechnet man den Zugang zu Sprachmerkmalen. Je höher der SII-Wert, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzerinnen und Nutzer Sprache gut verstehen.

Die Ergebnisse der Testreihe nennt Oticon »bemerkenswert«. So habe Oticon Intent in einer Hörsituation, in der Sprache von vorn wie auch von der Seite simuliert wurde, alle vier mitgetesteten Wettbewerber-Hörgeräte übertroffen. Das Ausgangs-SNR habe sich hier um bis zu 2,9 dB verbessert. In einer weiteren Testung bei einer sehr komplexen Hörsituation habe sich die Verbesserung des Ausgangs-SNR gar um bis zu 3,8 dB erhöht. Lediglich ein anderes Gerät habe hier gleichziehen können, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 

Unterm Strich aber gelte, dass das Oticon Intent von allen getesteten Hörsystemen das einzige sei, das sich »einer Hörumgebung kontinuierlich anpassen konnte und den Ausgangs-SNR von mindestens 0,5 dB mit einer Standardeinstellung (First Fit) erzielte«.

Die Verbesserung der Sprachverständlichkeit durch Oticon Intent sei ebenfalls positiv bewertet worden, und das sowohl bei Sprache von vorn als auch von der Seite. So hätten die Oticon-Geräte auch hier vor denen der Wettbewerber gelegen. Gemessen hat man das mittels des relativen SII.

Die Gründe für das bessere Abschneiden von Oticon Intent sehen die Forschenden in der 4D-Sensortechnologie, die mit Intent eingeführt wurde. Ebenso zu den guten Ergebnissen beigetragen habe die MoreSound Intelligence 3.0 sowie das in Oticon Intent zum Einsatz kommende Deep Neural Network 2.0.