
HERSTELLER. Wer an Hörsystemlösungen aus Österreich denkt, dem fallen zwei Unternehmen ein: Der Hörimplantathersteller MED-EL sowie die BHM-Tech Produktionsgesellschaft, genannt BHM. Doch das gilt seit Juli 2024 nicht mehr. Denn wie MED-EL nun bekannt gibt, haben die Innsbrucker den in Grafenschachen beheimateten Spezialisten für Knochenleitungshörsysteme BHM übernommen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 12. September hervor. Mit diesem Schritt will MED-EL seine Position im Bereich Hörlösungen weiter stärken und sein Portfolio um erstklassige Knochenleitungstechnologien erweitern. »Die Akquisition unterstreicht das Engagement von MED-EL, kontinuierlich innovative und qualitativ hochwertige Hörlösungen zu entwickeln und anzubieten, die das Leben von Menschen weltweit verbessern«, heißt es in der Pressemitteilung.
BHM-Gründer Franz Berl, der sein Unternehmen im Oktober 2002 gegründet und 2004 die weltweit erste digital-programmierbare Knochenleitungshörbrille auf den Markt gebracht hatte, zieht sich nach einer Übergangsphase als Berater in den Ruhestand zurück. Die Nachfolge hat bereits der langjährige MED-EL-Mitarbeiter Markus Hütter, bisher Business Development Manager für Zentralasien, angetreten. »Wir freuen uns darauf, die langjährige Expertise und das innovative Produktangebot von BHM-Tech in die MED-EL Familie zu integrieren«, so Hütter. Gemeinsam wolle man ein klares Zeichen für die Kontinuität und Weiterentwicklung der innovativen Technologien sowie für die Wertschätzung der Expertise des gesamten BHM-Tech-Teams setzen. Entsprechend sollen sämtliche Mitarbeiter von BHM-Tech im Zuge der Übernahme weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung und Funktion tätig bleiben.