DIGITALES MAGAZIN
040 | November 2024
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MED-EL Stipendium 2024 geht an Edoardo Alfieri

»Bemerkenswerte Lebensgeschichte«

IMPLANTATE. Der 19-jährige Medizinstudent Edoardo Alfieri hat das MED-EL Stipendium 2024 erhalten und wird nun für ein Jahr von MED-EL unterstützt und gefördert. Darüber informierte der Implantat-Hersteller Mitte Oktober. 

Alfieri trägt seit frühestem Kindesalter Cochlea-Implantate, machte in Rekordzeit sein Abitur und beeindrucke »nicht nur durch seinen akademischen Erfolg«, schreibt MED-EL in einer hierzu veröffentlichten Pressemitteilung. Auch seine »bemerkenswerte Lebensgeschichte« hat die Jury in ihrer Entscheidung für Edoardo Alfieri berücksichtigt. So engagierte er sich nach seinem 1,0-Abitur als Juniorbotschafter für das Europäische Parlament und absolvierte außerdem ein Auslandsjahr in Kanada, bevor er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sein Medizinstudium aufnahm.

Aktuell studiert Alfieri im dritten Semester. Von seinen CI profitiert er allerdings nicht nur im Studium, sondern auch in seinem Privatleben. »Viele vergessen oft, dass ich eigentlich taub bin, weil ich mit den CIs so gut hören kann,« erzählt der Stipendiat. Sein erstes CI erhielt er mit drei Jahren, sein zweites mit sechs. »Meine Mutter hat sich damals sehr für mein Hörtraining engagiert und viel mit mir geübt,« berichtet Edoardo Alfieri dankbar. So kann er heute ein Leben führen, in dem er kaum Einschränkungen empfindet. 

»Momentan lässt mir mein Studium wenig Raum, aber wenn ich Zeit finde, lese ich gerne, treffe mich mit Freunden oder spiele Basketball«, erzählt er. Auch Wassersport treibt er in seiner freien Zeit. Sein MED-EL Stipendium wird Edoardo Alfieri primär zur Unterstützung seines Studiums verwenden, aber auch seinen Führerschein möchte er nach dem ersten Staatsexamen gern machen.

Feierlich überreicht wurde ihm sein Stipendium Ende September in der MED-El Niederlassung in Starnberg von Gregor Dittrich. »Wir hatten die Freude, einen beeindruckenden jungen Mann kennenzulernen. (…) Natürlich freuen wir uns über sein reges Interesse an der medizinischen Forschung und der Medizintechnik. Als zukünftiger Forscher in diesem Bereich können wir uns keinen besseren Stipendiaten vorstellen, der zukünftig mit Herz und Verstand daran arbeiten wird, das Leben von Menschen mit Hörverlust zu verbessern«, so der MED-EL Deutschland Geschäftsführer.