DIGITALES MAGAZIN
041 | Dezember 2024
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Carsten Braun vor der Minidisko

Carsten Braun vor der Minidisko

Verbindungen aufbauen und halten

Eine gute Zeit für die Besucherinnen und Besucher – der Messestand Philips Hearing Solutions in Hannover

Unkonventionell, so könnte man den Messeauftritt von Philips Hearing Solutions in Hannover beschreiben. Anstatt den Fokus auf das Produktportfolio zu richten, werden die Partner und jene, die es vielleicht werden möchten, eingeladen, am Stand eine gute Zeit zu haben – zum Beispiel in der kleinsten Disko der Welt.

Es sind zwei Relikte aus dem vergangenen Jahrhundert, die einem am Messestand von Philips Hearing Solutions direkt ins Auge fallen. Hinten an der Wand steht, platziert auf einem Sideboard, ein schicker Plattenspieler samt Lautsprecher, vorne rechts steht eine Telefonzelle. Die erste Verbindung dieser beiden Elemente zu der unter dem Dach der Demant Gruppe aufgestellten Hörgerätemarke baut die Farbe auf. Plattenspieler und Lautsprecher erstrahlen in kräftigem Gelb, die Telefonzelle jetzt im Shabby-Gelb-Goldton, einst im bekannten Deutsche-Post-Gelb. Die dominierende Farbe im Markenauftritt von Philips Hearing Solutions ist ein knalliges Gelb. »Gelb war immer die Farbe, die für eine gute Verbindung stand«, sagt Daniela Häußler, Marketingleiterin bei Philips Hearing Solutions in Deutschland.

Aber es gibt auch darüber hinaus Verbindungen zwischen der vermeintlichen Deko und der Marke. »Das ist die kleinste Disko der Welt«, erklärt Daniela Häußler mit Blick auf die Telefonzelle. Geht man hinein, ob allein, zu zweit, zu dritt oder, auch das war in Hannover zu sehen, zu viert, kann man drinnen aus 150 Songs seinen Titel wählen und mit ordentlich Wumms abspielen. »Wir laden unsere Kunden ein, in der Telefonzelle zu tanzen. Niemand kann reingucken, alles bleibt privat.« Wer möchte, kann außerdem die Nebelmaschine betätigen, das Stroboskop einschalten oder den Surprise-Button drücken. »Über den kann man überraschende Effekte abspielen«, so Häußler. Auch Videos und Fotos kann die Telefonzelle machen. »Die kann man alle mitnehmen, wir haben darauf keinen Zugriff«, so Daniela Häußler. Nur von der Musik, die drinnen läuft, bekommt man draußen etwas mit. Søren Skjærbæk etwa, Vice President bei Philips Hearing Solutions, tanzte in der Minidisko zu den Spice Girls, erzählen Daniela Häußler und Carsten Braun. 

Es geht hier also zunächst darum, eine gute Zeit zu haben und »eine Verbindung zu sich selbst oder seinen Liebsten aufzubauen – je nachdem, mit wie vielen man in die Telefonzelle geht«, sagt Häußler – frei nach dem Philips-Markenclaim creating connections. Gleichzeitig sind der Plattenspieler und auch generell die Musik eine Anspielung auf den aktuellen Markenfilm von Philips Hearing Solutions. In dem sieht man einen Mann mit seinem jüngeren Ich auf einem Foto an der Pinnwand sprechen, schließlich legt er eine Platte auf und tanzt durch seine Küche. 

Natürlich kommt man dann doch noch auf das Produktportfolio, ausgestattet mit der aktuellen Demant-Technologie, zu sprechen. Das schöne sei, dass es für die HearLink-Geräte »kaum Erklärungsbedarf gibt«, sagt Carsten Braun, Leiter Audiologie bei Philips in Deutschland. »Die Glaubwürdigkeit ist sehr stark.« Bietet man als Akustiker einem Kunden Hörgeräte dieser bekannten Marke an, sei das schlicht etwas anderes, als wenn man Hörsysteme von nur in der Branche arrivierten Marken auf den Tisch legt. Die Marke ist bekannt, das Grundvertrauen in das Produkt hoch und so seien Nutzer oftmals motivierter im Anpassprozess mitzumachen. Einige Akustiker berichten, dass die Anpassung dadurch schneller zum Abschluss kommt, so Braun. Für die Anpasser sei die Anpassung von Philips-Geräten ebenso attraktiv. »Die HearSuite Software ist etwas für audiologische Feinschmecker. Alle Feature sind auf einem Screen und jedes einzelne Feature lässt sich autark einstellen und ist nicht an Anpassformeln gebunden –das ist hier ein wirklich großer Pluspunkt«, sagt Carsten Braun.

2020 in den deutschen Markt eingetreten, wächst das Partnernetzwerk von Philips Hearing Solutions nach wie vor. »Wir erleben immer wieder, dass sich jemand für die Marke entscheidet, weil er dem lokalen Wettbewerb etwas entgegensetzen möchte«, berichtet Daniela Häußler. Gut, ein Netzwerk ist immer Veränderungen unterworfen – und insbesondere im Erwartungsmanagement gibt es oft Klärungebedarf. »Die Erfahrung zeigt, dass der Erfolg auch vom Geschickt und vom Vermarktungstalent des Partners abhängt«, so Häußler. Das Interesse an einer Partnerschaft mit Philips Hearing Solutions sei weiterhin groß und die Potenziale der Marke sind in Deutschland noch nicht ausgeschöpft, betont Häußler abschließend.