DIGITALES MAGAZIN
041 | Dezember 2024
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Studie: Signia vergleicht eigene Systeme mit denen von Wettbewerbern

Auch Plattformen mit KI-Co-Prozessor dabei

HERSTELLER. Signia hat Geräte der IX-Familie mit »den vier besten Hörgeräten anderer Hersteller aus dem Jahr 2024 verglichen«. Das meldete Erlangen Ende Oktober. Auch Plattformen mit KI-Co-Prozessor seien bei dem Vergleich dabei gewesen. Die hergenommene Leistungsklasse der Signia-Systeme war das Technologie-Level 7. Durchgeführt wurde die Studie in einer simulierten dynamischen Gruppenkonversation mit zwei sich abwechselnden SprecherInnen mit verschiedenen Positionen bei lauten Hintergrundgeräuschen. Gemessen wurde die Verbesserung des Ausgangs-SNR im Ohr eines KEMAR im Vergleich zu einer unversorgten Referenz. 

Im Ergebnis hätte Signia IX hier die Sprachintensität im Vergleich zum nächstbesten Konkurrenten um »mehr als das Doppelte verbessert«, und das einschließlich Plattformen mit KI-Co-Prozessoren, schreibt Signia in einer Zusammenfassung der Studie. Den entscheidenden Technologievorsprung sieht man in Erlangen in der Multi-Beamformer-Technologie, die auch mehrere relevante Sprecher identifizieren und gesondert hervorheben kann, selbst, wenn sich diese bewegen oder die Nutzerin oder der Nutzer den Kopf bewegt und die Gesprächspartner gerade nicht ansieht. »Signia IX verbessert das Sprachverstehen in Gruppengesprächen mit lauten Hintergrundgeräuschen um 26 Prozent und übertrifft damit den nächstbesten Wettbewerber deutlich«, heißt es in der Studienzusammenfassung. Und weiter: »Die Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR) um 3,2 dB gegenüber dem nächstbesten Konkurrenten ist bemerkenswert.«

Wie sich diese SNR-Vorteile in Wahrnehmungsvorteile ummünzen, hat man bei Signia ebenso untersucht und seine IX-Technologie mit dem leistungsstärkten Wettbewerber der SNR-Studie verglichen. Hierfür hat man im Wonderful Sound Lab mit 45 Lautsprechern ein Kantinenszenario generiert. Mit dem OLSA-Test simulierte man zudem ein Gruppengespräch in Lärm. Die Zielsätze kamen dabei aus zwei Lautsprechern aus 0° und 330°, die Störsprache aus zwei Lautsprechern aus 110° und 250°. Der Gesamtlärmpegel lag bei 73 dBA, der Pegel der OLSA-Sätze wurde adaptiv variiert. 15 Teilnehmende mit leichtem bis mittlerem Hörverlust absolvierten den Test, ermittelt werden sollte die SRT50. Die gibt den SNR an, bei dem 50 Prozent der Wörter korrekt wiederholt werden konnten. Die Hörgeräte wurden mit NAL-NL2 angepasst und mit einem manuellen Programm für Sprache im Störgeräusch programmiert. So war sichergestellt, dass alle Sprache-im-Störgeräusch-Funktionen aktiviert waren.

Auch hier habe IX, schreibt Signia, mit dem Multi-Beamformer einen erheblichen Vorteil beim Sprachverstehen gegenüber den Wettbewerbern geboten. So sei durchschnittlich eine um 1,6 dB niedrigerer, also bessere SRT50 für Signia IX beobachtet worden. »Legt man den veröffentlichten Wert der Steigung der psychometrischen Funktion für den OLSA-Test zugrunde, so entspricht dies einer Verbesserung des Sprachverständnisses um 26 Prozent«, schreibt Signia. 

Damit habe die Studie gezeigt, dass Signia IX in einer simulierten Gruppenkonversation im Störgeräusch einen technischen SNR-Vorteil bringt, der in gleichen Szenarien auch zu einem Wahrnehmungsvorteil führt und in einer 26-prozentigen Steigerung des Sprachverstehens im Vergleich zu einem Hauptwettbewerber mit einer Plattform mit KI-Co-Prozessor liefert.