DIGITALES MAGAZIN
042 | Januar 2025
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Erfolgreiche EUHA-Industrieausstellung für Hörluchs

Mit frischen Ideen begeistert

LABORE. Sehr zufrieden kehrte Hörluchs, das gleich mit vier Neuigkeiten zur EUHA-Industrieausstellung mitgebracht hatte, aus Hannover zurück. Ziel sei es gewesen, nicht nur mit einem erweiterten Produktportfolio aufzutreten, sondern die Messebesucher auch mit frischen Ideen zu begeistern.

So hatte das fränkische Unternehmen vor allem im Titan-Bereich Neuigkeiten im Gepäck. Zum einen bietet Hörluchs mit TITAN FASHION eine neue Otoplastik-Serie an, die einen neuen Maßstab für die individuelle Gestaltung von Hörsystem-Otoplastiken setzen soll, indem diese nun auch mit Zirkonia-Edelsteinen verziert werden können. Erhältlich in den zwei Bauformen »Harmony« und »Piercing«, die jeweils mit neun Steinen besetzt sind, sich aber in Größe unterscheiden, wolle man hiermit vor allem Kunden ansprechen, die einen besonderen Wert auf ihr Äußeres legen und sich mit ihrer Otoplastik ein stilvolles Accessoire wünschen. »Grundsätzlich ist man in der Beratung darauf aus, dem Kunden zu vermitteln, dass Otoplastiken unauffällig, klein, unsichtbar gestaltbar sind. Hier ist es umgekehrt. Die Otoplastik dient dazu, sie wie einen Schmuck zu zelebrieren«, so Manuel Zitzler, Kaufmännischer Bereichsleiter bei Hörluchs.

Überdies stellte Hörluchs die TITAN OCCLUFREE vor. Damit biete man eine innovative Möglichkeit, Autophonie und Okklusionsprobleme gezielt zu vermindern, indem Schwingungen durch die gezielte Aussparung zur Entkopplung vom Kiefergelenk unterbunden werden. »Wir können aufgrund der Bruchsicherheit des Titanmaterials sehr filigrane Bauformen realisieren, die so mit Silikon oder Thermotec nicht funktionieren würden, da sie einreißen würden und keine Abstützung gegeben wäre«, so Zitzler mit dem Hinweis, dass hierfür gute Abdrücke mit entsprechender Zapflänge benötigt werden. Sei dies gegeben, so sorge Occlufree für einen klaren sowie natürlichen Klang mit optimal Schallübertragung, bei dem keine ungewollten Resonanzen entstehen. Ebenso ist auch hier eine Oberflächenveredelung mit Strasssteinchen möglich.

Hörluchs bietet nun ATEX-Zertifizierungen

Eine überarbeitet EU-Richtlinie (2014/34/EU) aus dem Jahr 2014 zur bestimmungsgemäßen Verwendung von Geräten sowie Schutzsystemen in explosionsgefährdeten Bereichen brachte Hörluchs zudem auf den Gedanken, das Thema ICP zu überarbeiten. Denn die ICP-Hörsysteme, auch wenn sie in Lärmarbeitsbereichen eingesetzt werden dürfen, waren bis Dato nicht überall vollumfänglich einsetzbar. In explosionsgefährdeten Umgebungen durften sie etwa nicht eingesetzt werden. Hierfür benötigt es die sogenannte ATEX-Zertifizierung. Die ist nun mit dem ICP RIC 16 G7 gegeben, das mit einer Akkulaufzeit von 32 bis 36 Stunden, sechs Hörprogramm-Speicherplätzen, einem Anti-Feedback-System und IP68-Schutz vor Wasser und Staub ausgestattet seit November zur Verfügung steht. ICP-Partner können die ATEX-Geräte jedoch nicht ohne eine entsprechend ATEX-Zertifierung abgeben. »Wir haben bereits einen Rahmenvertrag mit der DGUV abgeschlossen. Die Geräte können also schon in den Markt gegeben werden, zumal eine gesonderte Programmierung nicht vorgenommen werden muss. Um die Schulung, die bei Hörluchs gemacht werden kann, kommt man aber dennoch nicht herum, eben, weil einem alles um die Ohren fliegen kann. Dafür könne sich so aber der Kundenstammt deutlich erweitern«, so Zitzler, der nicht zuletzt auch auf die Rookie-Trainings hinweist, die Hörluchs für Auszubildende in der Hörakustik anbietet.