Von Martin Schaarschmidt (HörPartner) / Foto: Schaarschmidt
Bruno Kramer: »Man sollte sich gut aufgehoben fühlen«
Bruno Kramer aus Volkmarsen hat seit mehreren Jahren Hörgeräte. Weil sein Gehör deutlich nachließ, brauchte der pensionierte Beamte die Unterstützung moderner Technik – und das nicht nur in der Familie, sondern auch bei seiner ehrenamtlichen Arbeit. Die Hörgeräte waren nicht billig. Dennoch hat Bruno Kramer sie lange Zeit nicht mehr getragen. Erst durch den Besuch bei den HörPartnern änderte sich das.
![]()
Herr Kramer, wie sind Sie zu Ihren Hörgeräten gekommen?
Vor einigen Jahren, während der Corona-Zeit, merkte ich, dass ich immer weniger verstand, was um mich her gesprochen wurde. Ich bin ehrenamtlich noch sehr aktiv. Ich bin Stadtverordneter in Volkmarsen und habe bis vor kurzem den Turnverein 1890 geleitet. Deshalb nehme ich oft an Sitzungen teil. Doch gerade hier stellte ich fest, dass es mit meinen Ohren nicht mehr funktionierte. Ich verstand nicht, was andere Redner sagten. Und in lebhaften Diskussionen waren die Stimmen ein einziges Durcheinander.
Was haben Sie dagegen unternommen?
Ich ging zum Ohrenarzt, der meinen Hörverlust bestätigte. Und ich bekam Hörgeräte. Ich war bei einem Hörakustiker und wurde dort auch freundlich beraten. Doch als ich die Geräte hatte, war ich nicht zufrieden. Alles um mich herum klang so metallisch. Wenn der eine Gesprächspartner vor mir stand und ein zweiter neben mir redete, dann ging das gar nicht. Auch mit den Geräten waren ihre Stimmen kaum zu verstehen. Ich habe das dem Hörakustiker gesagt und er hat es sich angesehen. Aber es wurde nicht besser. Ich war ziemlich unglücklich. Dann sagte ich mir: »Wenn du in leiser Umgebung mit jemanden allein sprichst, geht es auch ohne Technik noch ganz gut.« Meine Hörgeräte ließ ich immer öfter zu Hause. Dabei waren sie nicht billig. Die letzten zwei Jahre habe ich sie nicht mehr genutzt – bis ich Hans Otto Kober von den HörPartnern traf.
Wie kam es dazu?
Herr Kober wohnt auch in Volkmarsen. Er ist wirklich sympathisch, und da klärt sich manches besser. Ich habe ihn gebeten, sich meine Geräte anzusehen. Das hat er getan und sich dann sehr zurückhaltend geäußert; vermutlich, weil er den Akustiker, der mich damals beraten hat, nicht in die Pfanne hauen wollte.Jedenfalls ist es wohl so, dass die Geräte für meinen Hörverlust nicht optimal sind. Sie sind auch weniger leistungsfähig, als ich annahm. Dennoch wollte Herr Kober sie bestmöglich für mich anpassen.
Was hat er gemacht?
Erst einmal hat er den Draht gewechselt, der vom Gehäuse ins Ohr führt. Dadurch sitzen die Geräte viel besser. Jetzt ist das Gehäuse hinter der Ohrmuschel, davor saß es eher auf dem Ohr. Auch das Ohrpassstück hat er verändert, damit der Schall besser ins Ohr kommt, und die Öffnung, aus der er austritt, nicht verstopft. Herr Kober hat sich wirklich viel Mühe gegeben. Die Geräte bekam ich gleich am nächsten Tag zurück. Er erklärte mir, wie ich sie selbst säubern kann, damit ich nicht immer gleich ins Geschäft kommen muss. Das geht ganz einfach mit Reinigungsspray. Aber das hatte mir vorher niemand gezeigt. Und im Geschäft hat Herr Kober Messungen vorgenommen und die Technik neu eingestellt. Er hat da sehr gutes Equipment, das hatte ich so vorher nicht erlebt. Am Bildschirm hat er meine Hörkurve gezeigt und mir erklärt, wo etwas fehlt. Dann hat er das nachgestellt.
Wie hören Sie denn jetzt?
Mit den Geräten komme ich jetzt ziemlich gut klar. Erst gestern war ich bei einer Sitzung: ein langer Tisch und die Gesprächspartner saßen rechts und links, gegenüber, weiter weg. In den letzten Jahren wäre ich zu so einer Runde gar nicht mehr hingegangen; ich hätte ja doch nichts verstanden. Aber gestern konnte ich ganz gut verstehen. Nur meine Frau muss noch lernen, dass ich wieder besser höre. Beim Fernsehen hat sie mich plötzlich so laut angesprochen, dass ich vor Schreck fast vom Sofa gefallen bin … Die Geräte trage ich jetzt regelmäßig. Bin ich allein, nehme ich sie auch mal raus. Aber bei Sitzungen könnte ich gleich zu Hause bleiben, wenn ich sie nicht im Ohr habe. Und ich brauche sie auf jeden Fall, wenn Leute durcheinander sprechen. Auch mit den Geräten ist es dann nicht perfekt. Aber ich kann mich besser darauf einstellen.
Herr Kober hat aus den alten Geräten wirklich das Beste rausgeholt?
Ich hatte ihm gesagt, dass meine Krankenkasse bestimmt für neue Geräte bezahlt. Aber er meinte: »Lass uns erstmal machen, was möglich ist. Wenn dir die Kasse tatsächlich neue bezahlt, kannst du später immer noch wechseln und vielleicht auch mal leistungsstärkere Geräte testen.« Ich fand das klasse. So was schafft Vertrauen.
Steuern Sie Ihr Hörgerät auch mit dem Handy?
Das geht mit meinem Handy leider noch nicht. Ich habe eins von Huawei, mit dem ich sonst zufrieden bin. Aber wenn ich ein neues Handy kaufe, werde ich darauf achten, dass es zu den Hörgeräten passt. Dann kann ich die Geräte in der Sitzung einfach mit der Handy-App steuern. Ich muss nicht mehr hinterm Ohr drücken, bis ich im richtigen Hörprogramm bin.
Wie wichtig sind gute Beratung und gutes Handwerk bei Hörgeräten?
Die spielen eine große Rolle. Man sollte Vertrauen zu demjenigen haben, der das macht. Und man sollte sagen, wenn es noch nicht so gut klingt. Herr Kober hat mir erklärt, dass das mitunter normal ist. Wenn man lange nicht gut gehört hat, muss sich das Gehör erst wieder an das neue Hören gewöhnen. Hätte ich das früher gewusst, hätte mir das viel erspart.
Was würden Sie anderen raten, die wie Sie feststellen, dass das Gehör nachlässt?
Sie sollten sich einen Akustiker suchen, der ihnen alles verständlich erklärt, und der aus den Hörgeräten das Beste herausholt. Ist man nicht zufrieden, sollte man auch mal andere Geräte und vielleicht einen anderen Akustiker probieren. Man sollte sich auf jeden Fall gut aufgehoben fühlen.
Herr Kramer, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.