IMPLANTATE. »MED-EL begeistert auf der DGA-Jahrestagung.« Das schreibt der Implantat-Hersteller in seiner Rückschau auf die diesjährige Tagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie. Demnach sei der Stand von MED-EL »gut besucht« gewesen und man habe den »zahlreichen interessierten Fachbesuchern« seine »Innovationskraft und Expertise eindrucksvoll unter Beweis stellen« können. Die DGA-Jahrestagung hatte vom 19. bis 21. März in Göttingen stattgefunden.

Im Fokus des MED-EL-Auftritts standen in diesem Jahr die Bedeutung der Elektrodenlänge bei der individualisierten CI-Versorgung sowie die positiven Hörergebnisse für Nutzer durch anatomiebasiertes Fitting. So habe man etwa die Bedeutung der Elektrodenlänge hervorheben können. Die habe, schreibt MED-EL »einen maßgeblichen Einfluss auf das Hörresultat«, da die Elektrode des CI die Brücke zwischen Implantat und Ohr bilde. »Innerhalb der Forschung herrscht zunehmend Einigkeit darüber, dass Sprach- und Musikwahrnehmung mit dem CI besser sind, wenn größere Teile der Cochlea durch den Elektrodenträger erreicht und elektrisch simuliert werden«, heißt es seitens des Implantat-Herstellers. Entsprechend habe man das »umfassendste Portfolio an flexiblen Elektroden in verschiedenen Längen« entwickelt. Gerade bei Patienten mit Restgehör sei die Wahl der richtigen Elektrodenlänge »besonders wichtig«. Genauso profitierten aber auch alle anderen CI-Nutzerinnen und -Nutzer von einer möglichst gezielten Stimulation. Entsprechend betont Gregor Dittrich, Geschäftsführer von MED-EL Deutschland, die Bedeutung individualisierter CI-Technologie: »Die spezifischen anatomischen Gegebenheiten jedes Patienten, wie Lage, Form und Länge der Cochlea, zu berücksichtigen, schafft eine optimale Grundlage für Hören und Klangerleben. Mit der individuell passenden Elektrode können die neuralen Strukturen in der Cochlea gezielt stimuliert werden, was die Voraussetzung für ein bestmögliches Hörergebnis und Klangerlebnis ist.«
Mit seiner Planungssoftware OTOPLAN in Kombination mit »präziser Vermessung« sieht sich MED-EL für die »nahezu vollautomatische präoperative Planung« sowie die »präzisere Elektrodenplatzierung« bestens aufgestellt. Neben der Länge hob der Hersteller außerdem das »schonende Design der Elektroden« hervor.
Auf dem Industriesymposium unterstrich Gregor Dittrich außerdem die »Wichtigkeit eines optimierten Gesamtsystems bei der Versorgung«. Hier bietet MED-EL, neben der Planungssoftware OTOPLAN, auch eine roboterassistierte Einführung mit OTOARM und OTODRIVE. Dazu kommen die Feinanpassung mit anatomiebasiertem Fitting sowie die zeit- und standortunabhängige Nachbetreuung mit der MED-EL HearCare App.
Abseits davon äußerte sich Dittrich auch zur Ehrenmitgliedschaft der DGA für Prof. Thomas Lenarz. »Diese Ehrenmitgliedschaft für Professor Lenarz ist mehr als verdient – er ist eine der herausragenden Persönlichkeiten für die CI-Versorgung in Deutschland. Wir schätzen besonders auch die langjährige wissenschaftliche Zusammenarbeit mit ihm und seinem Team. Ein Beispiel, das gut zu unserem diesjährigen DGA-Schwerpunkt passt, ist die Dexamethason-eludierende Elektrode (DEXEL). Diese setzt in der Cochlea der Nutzer den medizinischen Wirkstoff Dexamethason frei, um die Reaktion des Körpers im Innenohr nach Einsetzen des Implantats zu dämpfen«, so der MED-EL Deutschland Geschäftsführer abschließend.