KONNEKTIVITÄT. Die Smart Hearing Alliance, wie Cochlear und GN ihre strategische Partnerschaft nennen, ermöglicht erstmals die Nutzung von Bluetooth LE Audio und Auracast bei bimodaler Versorgung. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Smart Hearing Alliance hervor.
Demnach biete der neue Soundprozessor Cochlear Baha 7 »erstmalig die neuen Bluetooth-Standards«, wie es in der Pressemitteilung heißt. Der neue Soundprozessor ist demnach kompatibel mit RIE- und HdO-Modellen der ReSound Nexia Familie. »Gemeinsam können beide Systeme Audiosignale von TV-Streamer+ und Multi-Mic+ empfangen«, schreibt die Smart Hearing Alliance. Damit steht bimodal versorgten Menschen erstmals »ein komplettes Ökosystem mit Bluetooth LE Audio und Auracast zur Verfügung«.

Für die Smart Hearing Alliance ist die Entwicklung Zeugnis ihrer gemeinsamen Bestrebungen, gemeinsam Lösungen für Trägerinnen und Träger von Hörgeräten sowie Hörimplantaten zu schaffen. Erst kürzlich hatten GN und Cochlear über die Erweiterung ihrer Kooperation informiert.
»Trägt der Nutzer auf einem Ohr ein ReSound Nexia RIE- oder HdO-Modell und auf dem anderen einen CI-Soundprozessor Cochlear Nucleus 8, 7 oder Kanso 2, so kann er über die Cochlear Nucleus Smart App die Lautstärke und die Hörprogramme beider Systeme steuern sowie das Streaming starten und stoppen«, erklärt Rabea Westphal, Head of Product Management DACH der GN Hearing. »Zudem arbeitet ReSound Nexia mit Mix-In Streaming. Das heißt, die Nutzer hören ihre Umgebung über die Hörsystemmikrofone mit der Klangverarbeitung des aktuellen Hörprogramms. Gleichzeitig hören Sie das gestreamte Signal von Funkzubehör bzw. Smartphone. In der Cochlear Nucleus Smart App können sie auch während des Streamings das Hörprogramm des ReSound Nexia ändern.«
Darüber hinaus kündigt die Smart Hearing Alliance an, etwa die Konnektivität zwischen implantierbaren und konventionellen Hörsystemen weiter zu verbessern. Auch die Anbindung an Produkte der Consumer Electronics soll noch weiter optimiert werden. Und auch innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz und Deep Neural Networks »könnten für bimodale Lösungen nutzbar werden«, schreibt die Smart Hearing Alliance.