DIGITALES MAGAZIN
051 | Oktober 2025
27/30

Glückwunsch! 30 Jahre Freude am Erfolg in der Hörakustik

Von Dennis Kraus / Foto: Angela Franke

Glückwunsch! 30 Jahre Freude am Erfolg in der Hörakustik

Der Termin ist längst gesetzt. Seit 2022 lädt Veronika Vehr am dritten Donnerstag im September zu ihrem großen Netzwerk-Event „VEHRliebt in Verkaufen“. In diesem Jahr markierte die Veranstaltung zugleich ihr 30-jähriges Jubiläum als Trainerin in der Hörakustik. Gefeiert wurde der Tag mit verschiedenen Vorträgen, Networking und, natürlich, einer Abendveranstaltung.

Über 100 Gäste sind um kurz nach 11 Uhr im Elbkuppelsaal des Hotels Hafen Hamburg zusammengekommen. Man blickt in viele bekannte Gesichter. Geschäftsführer von Herstellern sind da, von Einkaufsgemeinschaften, dazu Repräsentanten weiterer bekannter Unternehmen sowie viele Inhaberinnen und Inhaber. Zu allen pflegt die Gastgeberin eine Verbindung.

Mit dem Erklingen des Gongs, der, wie im Theater, den Beginn der Vorstellung ankündigt, nehmen die Gäste im Saal Platz. Zur Linken die riesige Fensterfront, dahinter eines der Postkartenmotive Hamburgs mit den Landungsbrücken und dem alten Elbtunnel.

Als dann aus den Boxen »Call on me« von Eric Prydz schallt, der Einmarsch-Song von Veronika Vehr, und die Gäste rhythmisch zu klatschen anfangen, betritt die Gastgeberin die Bühne. Sie blickt ins Publikum und strahlt. »So viele Menschen«, sagt sie. Manche begleiten sie bereits seit ihren ersten Tagen als Trainerin in der Hörakustik. Drei Dekaden ist das schon her. Auf der Leinwand hinter ihr ist ein Foto von einem ihrer ersten Trainings zu sehen, das sie in Zusammenarbeit mit Oticon für das Unternehmen ihrer Schwester gegeben hat. Es zeigt Torben Lindø, der auch im Publikum sitzt, Edeltraud Vehr, einige ihrer Mitarbeiter sowie, in Aktion, Veronika Vehr. Andere, die heute hier sind, kamen erst in den letzten Jahren dazu, engagierten sie, waren in ihrem Podcast zu Gast, kauften ihr Buch, eines ihrer Kartensets oder nahmen anderweitig zu ihr Verbindung auf.

Acht Vorträge beziehungsweise Talks kündigt Veronika Vehr an. In den Pausen werde es Zeit zum Netzwerken geben – auf den »VEHRliebt in Verkaufen«-Events ein nicht zu unterschätzender Faktor. »Sprich auch mit Leuten, die du (noch) nicht kennst«, ermuntert Veronika Vehr während ihrer Begrüßung. In Kombination mit den Vorträgen werde sich so »ein toller Tag mit tollen Impulsen« ergeben.

Der Kick-off

Den Eröffnungsvortrag, so viel Selbstbewusstsein muss schon sein, hält die Gastgeberin selbst. Im Programm steht er unter der Überschrift »So geht Erfolg heute«. Tatsächlich liefert Veronika Vehr einen Abriss ihres bisherigen Weges in der Branche. Und der ist natürlich geprägt von 30 Jahren Freude am Erfolg, ihrem sich durch all ihre Aktivitäten ziehenden Motto. 725 Unternehmen allein aus der Hörakustik engagierten sie seit 1995 für Trainings, Coachings, Seminare oder Webinare, erzählt sie. Rund 6.600 Gespräche seien das gewesen, mit etwa 34.000 Teilnehmenden. Ein riesiger Erfahrungsschatz, den sie da in all den Jahren angehäuft hat.

Wie sie so weit gekommen ist? »Ich bin beharrlich«, sagt sie. »Mit einem Nein fängt die Arbeit bei mir erst an.« Lachen im Publikum. Wer mit ihr zu tun hat, wird das mitunter bestätigen können. Aber das macht Veronika Vehr eben unter anderem aus. Sie will immer weiterkommen, sich immer weiterentwickeln. Insofern entsteht während ihres Vortrags auch in keiner Sekunde der Eindruck, sie kündige hier ihren Rückzug an. »Die Arbeit macht mir Spaß«, sagt sie. Warum also über das Aufhören nachdenken? Sie zieht vielmehr eine Zwischenbilanz.

Eher beiläufig streut sie während ihres Vortrags Angebote aus ihrem Portfolio ein. Daran knüpft sie auch während des nächsten Programmpunktes an. Für den bittet Veronika Vehr acht Unternehmerinnen auf die Bühne: Edeltraud Vehr, Nicole Meyer, Nina Bastein, Kristina Brose, Anna Becker, Ann-Sophie Schwind, Celina Brandt-Richter und Christina Niedziella – Ladies Power im Elbkuppelsaal. Mit ihnen allen spricht Veronika Vehr über ihre Haltung als Unternehmerin, was einige informative Einblicke und Ansichten offenbart. Und natürlich geht es auch um ihre Zusammenarbeit mit Veronika Vehr, die, das wird hier deutlich, durchaus unterschiedliche Themen bedienen kann.

Stressbewältigung, Stresstest für Finanzen und Komplettschutz

Nun steht Daniel Wallhöfer auf der Bühne. Der Vortrag des Gesundheitsmanagers und Lifecoachs steht unter dem Motto »Smart Living – der wichtigste Mensch bist du«. Thematisch geht es unter anderem um Stress. »Ist Stress der größte Feind oder ein Freund?«, fragt Wallhöfer. Auf den Tischen liegt ein Handout, das er vorher verteilen ließ. Mit den darin stehenden Fragen führt er an das Thema heran. Oft verwechsle man Stress und Entspannung, gibt er zu bedenken. Sorgt ein Glas Wein für einen entspannten Abend? Nein, es stresst den Körper eher – und mindert die Leistungsfähigkeit am folgenden Tag. Apropos Leistungsfähigkeit: Dass die mit zunehmendem Alter abbaue, sei keineswegs zwangsläufig, sagt Wallhöfer. Man muss nur wissen, wie man richtig entspannen kann. Mit der richtigen Atemtechnik etwa ließen sich die Energiereserven wieder auffüllen. Ebenfalls wichtig sei, immer wieder kleine Pausen während der Arbeit einzulegen. Die helfen, so Wallhöfer, den Tag über leistungsfähiger zu bleiben.

Nach der Mittagspause tritt Jens Steinhagen vor die Gäste. Der ehemalige Pilot berät mit seiner Firma Steinhagen Consulting zu Themen wie Vermögensschutz und Rücklagen. Damit knüpft er ein Stück weit an den Vortrag von Ansgar Lager aus dem letzten Jahr an. Auch bei Steinhagen geht es um das allgemeinere Thema Finanzen und insbesondere darum, wie sich aufgebaute Rücklagen oder Vermögen schützen lassen. Geopolitische Krisen hier, Produkt- und Marktrisiken dort und lokale Wirtschaftsrisiken und Gesetzesrisiken da drüben – alles mögliche Einflussfaktoren, die negativen Einfluss auf das Vermögen haben können. Um zu verstehen, wie man seine Rücklagen schützen kann, habe er mit seinem Unternehmen »sämtliche Krisen seit 600 vor Christus« aufgearbeitet, erzählt Steinhagen. »Krisen sind nicht das Problem. Die Menschen waren nur nie auf sie vorbereitet«, bilanziert er. Wie man sich rüsten kann, dafür bietet Steinhagen Consulting die Simulation eines Crashs an, einen Stresstest für die Finanzen sozusagen.

Auf Jens Steinhagen folgt Markus Wagner. In seinem Vortrag stellt der Key Account Manager von Wertgarantie zunächst das Unternehmen vor, für das er tätig ist. 1963 gegründet, verfügt der Technik-Versicherer über mehr als 60 Jahre Erfahrung, stellt Wagner klar. Im Fokus der Hannoveraner steht alles, was »einen Akku oder einen Stromstecker hat«.

In der Hörakustik ist Wertgarantie noch relativ frisch, konnte aber schnell viele Partner gewinnen. Mehr als 800 in der Regel inhabergeführte Betriebe aus der Augenoptik und der Hörakustik habe man seit 2018 als Partner gewinnen können, berichtet Wagner. Als stärkstes Produkt der Wertgarantie stellt er schließlich den »Komplett Schutz« vor, flankiert vom »3 für 2«-Angebot. Heißt: Versichert man seine beiden Hörgeräte, kann man ein drittes Gerät, vom Smartphone bis zur Waschmaschine, ohne weitere Prämie mit absichern.

KI für die Kundenkommunikation, Wertschätzung in der Box und ein Messverfahren

Wer öfter auf dem »VEHRliebt in Verkaufen«-Event war, wird die Verbindung zwischen der opta data Gruppe und Veronika Vehr bemerkt haben. Ob der Video-Einspieler-Auftritt von Prof. Dr. Thomas Druyen, Präsident und Geschäftsführer der opta data Zukunftsstiftung, im letzten Jahr oder eine Präsentation des »Lila Mannes« von odWeb.TV – und auch in diesem Jahre ist die Hamburg-Essen-Connection sichtbar. So stellt Gerrit Gierok eine neue Marke der Gruppe vor: opta data performance. Die fasst bisher einzeln agierende Marken wie odWeb.TV oder od Dialog aus dem Bereich Marketing-Unterstützung unter einem Dach zusammen.

Mit Blick auf das Telefonie-Angebot stellt der Geschäftsführer der opta data performance heute eine neue Option vor: KI-Telefonie, integriert in das Angebot der od Dialog. Der Clou: Nutzerinnen und Nutzer der Softwares AkuWin und asego.net aus dem Hause der opta data focus können die KI-Telefonie dank einer Schnittstelle zu ihrem ERP-System »auf ihren Betrieb anpassen«, so Gierok. Aber auch als Amparex-Kunden könne man sie nutzen, ergänzt er.

Auf Gerrit Gierok folgt Robin Strobel. »Wertschätzung in der Box« verrät das Programm über den Vortrag des GIVEAJOY-Mitgründers. Tatsächlich haben viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des heutigen Events die Idee von GIVEAJOY im Vorfeld bereits kennengelernt. Sie kam, unerwartet, als Paket zu den Gästen nach Hause und machte mit Snacks einer Schorle sowie schickem Notizbuch samt Stift Vorfreude auf den heutigen Tag.

Und so spricht Strobel in seinem Vortrag darüber, wie Geschenke »eure Kunden zu begeisterten Wiederkäufern« machen. »Geschenke schaffen Emotionen«, sagt er. Sie kommen überraschend und lassen sich von GIVEAJOY sogar personalisieren. 83 Prozent der Kunden verspürten eine stärkere Bindung zu einem Unternehmen, erhalten sie von ihm mal ein Präsent, sagt Strobel. 73 Prozent der Beschenkten kauften gar erneut bei dem Unternehmen. Warum also nicht mal Freude mit Geschäftstüchtigkeit verbinden?

Nach der Kaffeepause bekommt man es mit einer weiteren Talkrunde zu tun. Dafür bittet Veronika Vehr Christian Tilleke, Gründer der Agentur Pacemaker und Augenoptikmeister, Christian Strauch, CEO und Co-Gründer von hellomateo, und Jan-Niklas Kennedy (vormals Runge), Marketingmanager von Alteos, auf die Bühne. »Kunden heute und morgen richtig ansprechen – Podiumsrunde mit Experten« kündigt das Programm an. Tatsächlich entspinnt sich ein Gespräch über Kunden und wie man sich als Unternehmen für die Kommunikation mit ihnen aufstellen kann. Der Versicherer Alteos hat bekanntlich eine Studie über Babyboomer initiiert. Insofern kann Jan-Niklas Kennedy einiges über deren Kaufkraft sowie Verhalten und Erwartungen erzählen. Christian Tilleke verweist unterdessen auf neue Herausforderungen bei der Sichtbarkeit im Internet. So sei »Google zwar noch nicht tot«, doch verlagere sich die Suche im Netz mehr und mehr hin zu KI-gestützten Chatbots wie ChatGPT. Insofern gelte es, sich auch dort sichtbar zu machen. Auch auf die vielseitige Einsetzbarkeit von zum Beispiel ChatGPT macht er aufmerksam. Vielen fehle ja noch die Kreativität, was sie mit einer KI alles anfangen können, sagt Tilleke. Vielleicht hilft ja, die KI einfach mal selbst zu fragen, wobei sie so helfen kann. So könnte man zum Beispiel beim Marketing landen. Darin sieht der Pacemaker-Gründer eine der riesigen Stärken der KI. Christian Strauch wiederum berichtet von den jüngsten Entwicklungen bei hellomateo (siehe ab Seite 30 in diesem Heft).

Den Abschluss der Tagesveranstaltung markiert Dr. Dirk Oetting. In seinem Vortrag wird er zunächst revoloud vorstellen, danach wird er mit Sven Winkler, Hörakustikmeister bei der Brillen Müller GmbH in der Eifel, über die Anwendung und den Nutzen des Tools sprechen.

Wie alle anderen Referenten hält auch Oetting zu einem von ihm gewählten Song Einzug. Nur das ist nicht irgendein bekanntes Musikstück. Nein. Achtung: Weltpremiere. Es ist ein Song über revoloud. Erstellt, natürlich, mithilfe von KI. Nur dass hier kein Party-Schlager aus den Boxen scheppert, sondern eine eher soulige Nummer. Der Text dazu ist im Grunde schon die Erklärung von revoloud – in Reimform. Eigentlich würde es zur Vorstellung des Messverfahrens reichen, einfach den Song abzuspielen. Aber natürlich versteht es Dirk Oetting, mit seinem Vortrag informativ wie unterhaltsam über seine Entwicklung zu sprechen und so das Informationslevel weiter anzuheben. So kann das im Dezember letzten Jahres gelaunchte Messverfahren helfen, die Zahl der Anpasstermine zu reduzieren, ohne dabei Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen. »Mit weniger Anpassterminen zu werben, bedeutet keine schlechtere Qualität«, unterstreicht Oetting. Mehr als 150 Fachgeschäfte nutzen das Verfahren bereits. Da möchte man direkt noch eine Zeile des Songtextes zitieren: »Für Akustiker ein Must-Have-Tool, macht jeden Anpassprozess cool … sechs Minuten und du weißt Bescheid, für Kundenzufriedenheit jederzeit.« Dem ist nicht mehr hinzuzufügen.

Und so blickt man wenige Tage später auf einen Tag mit einem vielseitigen Programm zurück, das sich nicht gescheut hat, über den Tellerrand der Hörakustik hinauszublicken. Was man außerdem nicht vergessen sollte: »Mir geht es bei dem Event darum, Impulse zu geben. Wer mehr wissen will, der nimmt einfach Kontakt zu dem jeweiligen Referenten auf«, so Veronika Vehr. Übrigens: Der dritte Donnerstag im September 2026 ist bereits festgesetzt. Auch erste Interessenten für die Bühne gibt es bereits.