DIGITALES MAGAZIN
054 | Januar 2026
14/24

»Gamechanger«, bei Werkstoffen

Von Dennis Kraus / Fotos: biha

»Gamechanger«, bei Werkstoffen

Auf dem EUHA-Kongress launchte Detax dx nobreak. Was sind die Hintergründe zum selbsternannten Gamechanger? Wir sprachen mit Markus Stratmann, Vice-President für Sales &  Business Development bei Detax.

Herr Stratmann, lange haben Sie auf dx nobreak gewartet und nun offiziell gelauncht. Wieso ist das Produkt so relevant?

dx nobreak entspricht den neuesten regulatorischen Anforderungen, die für alle Hersteller verpflichtend sind. Wir freuen wir uns, dass wir diesen Gamechanger endlich positionieren konnten. Mit dem neuen Produkt können wir ein rundes Portfolio anbieten, das ein zertifiziertes, TPO-freies »One-fits-all«-Material umfasst. Das bedeutet, dass alle Arten von Ohrpassstücken – von Otoplastiken über IdO-Schalen bis hin zu Gehörschutz und In-Ear-Monitoring – mit dem dx-nobreak-Material gefertigt werden können. Und das in 19 brillanten Farben, mit der gewohnt langen Haltbarkeit von 36 Monaten. 

Ich höre heraus, dass sich Materialien allein aus regulatorischen Gründen weiter verändern werden.

Aus zweierlei Hinsicht. Natürlich spielt Regulierung da eine Rolle. Aber Materialien werden sich auch aufgrund der Entwicklung der Rohstoffe, die im 3D-Druckbereich verwendet werden, weiter verändern. Gerade hier findet eine sehr starke Entwicklung auf Seiten der Rohstoffhersteller statt. Auch wir arbeiten forschungs- und entwicklungsseitig dauerhaft daran, unsere Materialien weiter zu verbessern. Unser Ziel ist es, immer wieder neue Materialgenerationen zu entwickeln, die in ihrer Leistung immer etwas besser sind als ihre Vorgänger. Status quo ist, dass wir für die nächsten Jahre bestens vorbereitet sind. 

Welche weiteren Vorteile bietet dx nobreak?

Dx nobreak weist an sich eine gewisse Flexibilität auf. Dadurch bricht es auch nicht mehr. Der neue 3D-Kunststoff erlaubt es somit, Wandstärken von nur 0,4 Millimeter zu drucken. Dies schafft Platz für mehr Elektronik, selbst in engen Gehörgängen. So können beispielsweise Versorgungen im IdO-Bereich realisiert werden, die bisher nur über ein HdO möglich waren. Dx nobreak eröffnet somit ganz neue Möglichkeiten, die zuvor nicht denkbar waren. 

Gibt es noch weitere Neuheiten im Produktportfolio?

Ja, es gibt ein neues Cast-Material, bei dem der Fokus auf dem wichtigsten Werkzeug der Audiotechniker:innen liegt, der eigenen Hand. Während die Otoplastiken aus Silikon häufig noch mit der Zange aus der Form gelöst werden müssen, genügt es beim neuen dx rapid cast 2.0, die Form kurz in ein Wasserbad zu legen. Danach kann die Otoplastik ganz einfach mit der Hand entnommen werden, ohne die Silikonotoplastik in irgendeiner Weise zu beschädigen. Natürlich werden wir auch im kommenden Jahr neue Materialien auf den Markt bringen, wie zum Beispiel unsere Lösung zur Seitenmarkierung für weiche Otoplastiken. 

In den vergangenen Monaten hat es bei Detax größere personelle Veränderungen gegeben. Hat dies einen bestimmten Hintergrund?

Nein, wir haben uns lediglich neu aufgestellt und das Team neu strukturiert. Um Thorsten Preiss, der nach wie vor als Geschäftsführer agiert, haben wir insbesondere in der Führungsebene Änderungen vorgenommen. Matthias Bessler ist künftig als Vice-President für Product & Innovation zuständig. Michael Sick ist Vice-President Operations und ich bin als Vice-President für Sales & Business Development verantwortlich. Detax bleibt als Unternehmen unverändert, und wir werden unseren Fokus weiterhin konsequent in Richtung Audiologie und Dental ausbauen. 

Herr Stratmann, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.