Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Dennis: Zwei, drei Stunden vor Redaktionsschluss, alles steht, nur das Editorial fehlt. Eigentlich noch kein Grund zur Unruhe, ist das doch eigentlich immer der letzte Zug vorm Fertigstellen. Nur stehe ich dieses Mal echt aufm Schlauch. Was thematisieren wir? Ein Blick ins Heft könnte helfen. Jan? Wo bist du?
Jan: Kein Grund zur Panik, ich hab den Schlauch mal eben durchgeschnitten. Ein Blick ins Heft ist wie ein Griff in die Goldgrube. Wenn wir das nicht nutzen, sind wir selber schuld.
Dennis: Und? Was funkelt da denn in deinen Händen? Was hast du gefunden?
Jan: Stehst du immer noch auf’m Schlauch? Die Hörakustik hat sich im April in eine bunte Showbühne verwandelt: Bei der MediTrend zum Beispiel schwenkt Janine Otto das Laserschwert gegen den »Erklärbären«, während Jens Freise von Bernafon einen halben Striptease auf dem Hocker hinlegt. Und du hast ja auch Ähnliches erzählt, oder spinne ich?
Dennis: Ahhh, ja. Es war in der Tat einiges los. Beim ViO-Innovation Day gab es unter anderem eine Talkrunde mit drei der nun vier ViO-Lieferanten. Tobias Wiedmann, Torben Lindø und Ed Theunissen zusammen auf der Bühne im Gespräch mit Andreas Roberg und Carsten Riewer. Das hatte was. Und auch diese ViO Innovation Pitches fand ich eine gute Idee. Da hatten die Hersteller einfach mal nur fünf Minuten Zeit, dich von ihren Produkten zu überzeugen.
Jan: Na also, das Kopfkino läuft! Wenn die Hersteller es schaffen, dich in fünf Minuten von ihren Produkten zu überzeugen, dann schaffst du es jetzt auch, die Leser in fünf Sätzen für dieses Heft zu begeistern. Nimm doch genau diesen Kontrast! Und mal ganz nebenbei: An der Elbe warst du doch auch noch?
Dennis: Haha, ja, zwei Mal war ich für diese Ausgabe an der Elbe. Mit David Wichert, Simon Ziegler und Jens Fendrik habe ich nach einer Fahrt mit der Hafenfähre in der HafenCity ein exklusives Gespräch führen können. Darin erzählen die drei, wie sich Starkey ein Stück weit neu aufgestellt hat und wie sie so die neuen Chancen, die sich für sie auftun, nutzen möchten. Das zweite Mal an der Elbe war ich gemeinsam mit Thomas Sünder bei der egger-Roadshow. Die hatten in eine ehemalige kleine Werft geladen, die heute eine Event-Location ist und sich als sehr gute Kulisse für so eine Roadshow mit jeder Menge Gelegenheiten für das obligatorische »Hands-on« herausgestellt hat. Aber was ist mit dir? Du hast nicht nur Janine Otto als Jedi-Ritterin gesehen, du warst auch in Stuttgart, oder?
Jan: Haha, erwischt! Der Süden war wie immer wild! Aber dein Hamburg-Trip ist doch die perfekte Vorlage für das Heft. Und wenn du am Ende des Editorials den perfekten Bogen suchst, um alle Beiträge zu umzingeln, nimmst du noch Sarah Barsch mit ins Boot. Das gefällt mir. Sie sagt in ihrem Interview nämlich etwas, das perfekt zu unserem Redaktionsschluss passt: Schluss mit starren Dozenten-Vorträgen, her mit greifbaren, emotionalen Alltagsbildern! Genau das tun wir in dieser Ausgabe: Wir schicken den Erklärbären in Rente, packen das Laserschwert aus, fahren mit Starkey auf der Hafenfähre und testen Otoplastiken in einer alten egger-Werft. Schreib einfach: Dieses Heft bricht die Tabus und bringt das Thema Hören mit Stolz in die Mitte der Gesellschaft. Der Schlauch ist weg, der rote Faden leuchtet. Schreib es genau so auf, du bist auf der Zielgeraden, oder habe ich noch etwas vergessen?
Dennis: Nee, hast du nicht. Wobei: Vielleicht hätten wir für das Editorial auch mal jemanden anderen fragen sollen. Jemanden von extern. Weißt du? Ich habe gesehen, dass man das auch so machen kann … Aber nein, die erste Seite mit Text im Heft sollten wir für uns beanspruchen. Insofern: Gerade noch mal gutgegangen. Ich danke dir! Und Ihnen bzw. euch allen wünschen wir gewohnt gute Unterhaltung bei dieser 59. Ausgabe der OMNIdirekt.
Dennis Kraus & Jan-Fabio La Malfa
