NEWS AUS DER BRANCHE

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»Neue Generation thermoplastischer Materialien« – ThermoFit von egger (Abb.: egger)

LABORE

ThermoFit – egger erweitert Materialportfolio

Die egger Otoplastik + Labortechnik GmbH hat ihr Materialportfolio für Otoplastiken um ThermoFit erweitert. »Eine neue Generation thermoplastischer Materialien für die Otoplastikfertigung«, heißt es in der entsprechenden Nachricht aus Kempten.

Demnach reagiert ThermoFit auf Körpertemperatur und wird im Ohr weich und flexibel, schreibt egger. Und weiter: »Dadurch entsteht eine angenehme, druckfreie Passform bei gleichzeitig hoher Formstabilität außerhalb des Ohrs.« Als Attribute nennt das Labor »eine hohe Reißfestigkeit für langlebige Versorgungen«, eine »hervorragende Hautverträglichkeit für hohen Tragekomfort«, eine »matttransparente Optik für eine dezente Anwendung« sowie eine »attraktive Preisgestaltung für effiziente Versorgungen«.

Alles in allem stelle ThermoFit »eine zuverlässige Lösung, insbesondere bei sensiblen Gehörgängen und im aktiven Alltag« dar. Darüber hinaus steht bei den Kemptenern mit Vision Resist ein neues, hochbelastbares 3D-Druckmaterial für Anwendungen mit erhöhten Stabilisierungsanforderungen zur Verfügung. Beide Neuheiten sind ab sofort bestellbar.

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»Ergebnis im Rahmen der Erwartungen« – WSA-Headquarter im dänischen Lynge (Foto: WS Audiology)

HERSTELLER

WSA meldet für Q2 leichtes Wachstum sowie gestiegene Rentabilität

Die WS Audiology Gruppe hat für das zweite Quartal ihres laufenden Geschäftsjahres 2025/26 (1. Januar 2026 bis 31. März 2026) ein organisches Wachstum von 1 Prozent sowie eine weiter gestiegene Rentabilität gemeldet. Demnach wurde die EBITDA-Marge um 1,1 Prozentpunkte verbessert. Das Ergebnis liege »im Rahmen der Erwartungen«, heißt es in der entsprechenden Meldung aus Lynge.

Der Umsatz der WSA-Gruppe lag in Q2 bei 628 Millionen Euro. Damit ging der ausgewiesene Konzernumsatz um 6 Prozent zurück, was jedoch »hauptsächlich auf ungünstige Wechselkursentwicklungen zurückzuführen war«, heißt es in der Meldung weiter. Besonders zulegen konnte man im Endkundengeschäft. Hier verzeichnete WSA ein organisches Wachstum von 9 Prozent, das auf die »starke Entwicklung in den Bereichen Online und Managed Care sowie auf die solide Entwicklung im Einzelhandel zurückzuführen« sei.

»Unser organisches Umsatzwachstum im zweiten Quartal entsprach den Erwartungen, und wir verbessern unsere Rentabilität kontinuierlich«, kommentiert CEO Jan Makela. »Es ist ermutigend, dass wir in unseren Online- und Einzelhandelskanälen weiterhin eine solide Dynamik verzeichnen und auch im Bereich Managed Care eine starke Leistung erzielen. Heute bringen wir das Signia Active Mini IX auf den Markt, das weltweit kleinste, sofort einsatzbereite Hörgerät mit der vollen Leistungsfähigkeit der IX-Plattform. Wir freuen uns darauf, in Kürze weitere bahnbrechende Innovationen auf unseren Widex- und Signia-Plattformen vorzustellen.«

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STREAMING

Flughafen Frankfurt hat Auracast-Testphase verlängert

Der Flughafen Frankfurt hat die Ende Januar dieses Jahres gestartete Testphase von Auracast an zwei Gates in Terminal 1 verlängert. Das teilte eine Pressesprecherin der Fraport AG OMNIdirekt auf Nachfrage mit.

Unter den aufmerksamen Augen nicht nur der Hörakustikbranche hatte der Frankfurter Flughafen am 28. Januar dieses Jahres an den Gates A 16 und A 17 in Terminal 1 testweise Auracast-Anlagen in Betrieb genommen. Zunächst hieß es, man wolle an den beiden Gates für zwei Monate mit dem Angebot Erfahrungen sammeln, die öffentlichen Durchsagen auch per Auracast zu streamen, sodass Passagiere mit kompatiblen Hörsystemen oder Kopfhörern diese direkt ins Ohr gesendet bekommen können.

Nun hat die Fraport AG auf Nachfrage bekanntgegeben, die Testphase bis zum 30. Juni dieses Jahres zu verlängern. »Der Fokus in dieser Zeit wird darauf liegen, Feedback von Reisenden zu gewinnen. Dafür ist u. a. eine Befragung von Passagieren an den Gates geplant. Auch der Austausch mit Trägerinnen und Trägern von Hörhilfen, die Auracast vor Ort testen, soll ausgeweitet werden«, heißt es aus Frankfurt.

Be Brilliant Challenge Days_Bild

HERSTELLER

Signia startet neue Be Brilliant Challenge

Signia startet mit einem neuen Gewinnspiel in den Frühsommer. Die »Be Brilliant Challenge« auf der »Be Brilliant«-Wissensplattform »verbindet audiologisches Fachwissen mit Gamification«, heißt es hierzu aus Erlangen. Hörakustikerinnen und -akustiker können auf der digitalen Lern- und Trainingsplattform also in Online-Quiz-Battles gegeneinander antreten und dabei nicht nur Wissen rund um die aktuelle Signia-IX-Plattform sammeln, sondern es im Fachgeschäft in der Beratung und Anpassung auch direkt anwenden.

Konzipiert ist die »Be Brilliant Challenge« wie folgt: Jeder Monat steht im Zeichen eines zentralen IX-Features. So liegt der Fokus im Mai etwa auf dem Multi-Beamformer. Immer mittwochs ist dann der »Challenge Day«. Beantwortet man an diesem Tag in einem Wissensduell mindestens eine Frage korrekt, landet man automatisch im Lostopf der Wochenverlosung. Weitere Punkte lassen sich durch gewonnene Battles in den Kategorien »Inside IX« sowie »Inside Erlangen« sammeln. Impulse und gezielte Hinweise zu den nächsten Challenges erhält man über den Newsletter, WhatsApp oder Social Media. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden jede Woche gezogen, begleitet werden die Auslosungen von einem Social-Media-Video. Gewinnen kann man im Mai und Juni jede Woche ein iPad Mini, im Juli und August jede Woche einen E-Scooter. Darüber hinaus werden wöchentlich Signia-Merch-Pakete verlost. Zudem qualifizieren sich die 20 erfolgreichsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine große Sonderauslosung im Finale am 19. August. Hier lockt ein Gewinn für die ganze Filiale.

FORSCHUNG

Gentherapie bei OTOF-Taubheit

In schätzungsweise 60 bis 80 Prozent der Fälle von angeborener Schwerhörigkeit oder Taubheit gilt die Ursache als genetisch bedingt. Eine dieser Ursachen ist die sogenannte OTOF- bzw. Otoferlin-Taubheit, die aus einer Mutation im OTOF-Gen entsteht. Babys, die mit dem defekten Gen geboren werden, verfügen zwar über anatomisch normale Innenohren – ihr Ohr kann also Schall aufnehmen. Wegen des Gendefekts werden die Signale jedoch nicht an den Hörnerv weitergeleitet. Der Grund hierfür ist, dass das hierfür notwendige Protein Otoferlin seine Arbeit nicht verrichtet. Bisher war das Mittel der Wahl hier ein Cochlea-Implantat.

Doch nun soll es für hiervon betroffene Babys Hoffnung geben. »Die Studien dazu sind vielversprechend«, schreibt tagesschau.de mit Blick auf eine neue, spezielle Gentherapie.

Hierbei wird in einer Operation ein vollständig intaktes Gen, das zuvor im Labor hergestellt wird, mithilfe sogenannter Adeno-assoziierter Viren in das Innenohr eingebracht. Die bisherigen Ergebnisse dieser Therapie befinden Forscher als »sensationell«, heißt es auf Tagesschau.de weiter. »Prinzipiell haben wir Jahrzehnte darauf gewartet und hingefiebert, wann dieser Moment kommt. Dass das, was im Tierversuch gezeigt wurde, wirklich in den Menschen übertragen wurde«, äußerte sich Christoph Arnoldner, Vorstand der HNO-Universitätsklinik Wien, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Bei neun von zehn Kindern sei die Therapie erfolgreich verlaufen, die Kinder konnten anschließend hören. In den USA ist diese neue Gentherapie durch die Federal Food and Drug Administration (FDA) im April bereits zugelassen worden.

Durch den Erfolg motiviert, hoffen Forscherinnen und Forscher nun, mit weiteren Gentherapien weitere genetisch bedingte Hörverluste, die häufiger vorkommen als die OTOF-Taubheit, behandeln zu können. Gleichzeitig wird aber auch darauf verwiesen, dass man noch keinerlei Erkenntnisse über Langzeitwirkungen habe. Insofern sei es auch noch »sehr früh«, darüber zu sprechen, welche Vorteile diese neue Gentherapie gegenüber einer CI-Versorgung hat, sagt Christoph Arnoldner. Den behandelten Kindern aber gehe es gut, so der Vorstand der HNO-Universitätsklinik Wien. Einen Weg, die Ursache dieses Hörverlusts zu therapieren, habe man allerdings gefunden. Und wie bei einer CI-Versorgung sei es auch bei der Gentherapie wichtig, diese für die weitere Entwicklung des Kindes möglichst früh durchzuführen.

News_EUHA_KI_Freitag

EUHA

Freitag ist KI-Tag – EUHA-Kongress mit neuem Schwerpunktformat

Auf dem diesjährigen Internationalen Hörakustiker-Kongress wird die EUHA den Kongressfreitag mit einem neuen Schwerpunktformat bespielen. »Freitag ist KI-Tag!«, schreibt die Europäische Union der Hörakustiker e. V. (EUHA) in ihrem aktuellen Newsletter. Konkret soll es unter dem Motto »KI, die sich morgen rechnet« um »praxisnahe Künstliche Intelligenz für Hörakustikbetriebe« gehen. Dazu will man mit »praxisnahen Anwendungen« zeigen, wie Hörakustikbetriebe KI in ihren Arbeitsalltag integrieren können.

Im Fokus sollen dabei Lösungen stehen, die den Alltag erleichtern, Prozesse effizienter machen und Teams spürbar entlasten. Die Relevanz stuft man bei der EUHA als »hoch« ein. »Viele Betriebe stehen vor wachsenden Anforderungen. Bürokratie und Dokumentation nehmen zu, Marketingmaßnahmen werden komplexer und zeitintensiver, zugleich bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung (…)«, heißt es in dem Newsletter weiter.

Adressiert werden sollen mit dem KI-Tag Menschen ohne technisches Vorwissen. Entsprechend werde es um Orientierung, Sicherheit und einen »niedrigschwelligen Einstieg in das Thema« gehen. Wer teilnimmt, werde von »konkreten Beispielen, sofort umsetzbaren Impulsen und einem klaren Blick darauf, wo KI im betrieblichen Alltag echten Mehrwert schaffen kann« profitieren.

Geplant ist eine Kombination aus Bühnenprogramm, Workshops, Live-Formaten sowie eine Einbindung der Industrieausstellung. Damit entstehe, schreibt die EUHA, ein »integriertes Gesamterlebnis mit hohem Praxisnutzen«.