Schön war’s schon – die Abendveranstaltungen beim 70. EUHA-Kongress

Von Martin Schaarschmidt / Fotos: Schaarschmidt

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»Ihr seid wundervoll.« – Beate Gromke, Präsidentin der EUHA (re.), FDH-Präsident Andreas Bögl (li.) und FGH-Geschäftsführerin Julia Strauch begrüßten die Gäste des FGH-Abends

Je ausgefüllter die Kongresstage, umso willkommener sind die Kongressabende. Das galt auch in diesem Jahr, zumal es gleich mehrere Jubiläen zu feiern gab.

Den Auftakt machte wie immer der FGH-Abend am Kongress-Mittwoch. Das große Treffen für Partner und Freunde der Fördergemeinschaft Gutes Hören sowie für Vertreter aus Industrie, Verbänden und Fachmedien erwies sich – trotz mehrerer, gleichzeitig stattfindender Abendevents – auch in diesem Jahr als Publikumsmagnet. Zudem galt es, 60 Jahre Fördergemeinschaft zu feiern.

Location war – wie bereits vor vier Jahren – das Resso‘s Hannover, angesagtes Trendlokal der Stadt mit Lounge-Atmosphäre und weitläufigem Atrium. Zum Jubiläum gab‘s ein Glückwunschbuch, in dem sich die Besucher mit Bild und Spruch verewigen konnten. Und wer sich und die 60 Jahre auf Social Media teilen wollte, für den stand eine Plattform mit kreisendem Smartphone bereit: die sofort bereitgestellten Video-Spots zeigten sich drehende Party-Gäste inkl. Seifenblasen.

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Im – wie immer angenehm knappen – offiziellen Teil begrüßten Beate Gromke, Präsidentin der Europäischen Union der Hörakustiker (EUHA), Andreas Bögl, Präsident des Fachverbandes Deutscher Hörgeräteakustiker (FDH), sowie Julia Strauch, Geschäftsführerin der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH), ihre zahlreichen Gäste. EUHA und FDH sind die Gesellschafter der FGH. Andreas Bögl würdigte die Fördergemeinschaft als »ein Urgestein« der Branche. Beate Gromke begrüßte ausdrücklich auch diejenigen Gäste, die erstmals zum Event erschienen waren bzw. Neumitglieder der FGH sind: Man lebe ja nicht nur von der langen Geschichte; vielmehr ginge es auch darum, die Gemeinschaft heute und zukünftig mit Leben zu füllen.

Das Jubiläum sei Bestätigung, aber auch Ansporn für die Hörakustik, so Julia Strauch, die zudem kurz auf die FGH-Kampagne des kommenden Jahres verwies: Diese stünde bereits in den Startlöchern, und sie ziele auch darauf ab, Synergien zwischen den Partnern der Gemeinschaft und Hausarztpraxen sowie Apotheken zu befördern. Die Geschäftsführerin der FGH bedankte sich zudem bei allen Partnern und Fördermitgliedern, bei den Gesellschaftern sowie bei ihrem Team: »Ihr seid wundervoll.«

Was folgte, war ein Abend mit gutem Essen und angenehmen Gesprächen – im Atrium phasenweise etwas erschwert durch die aufspielende Band. Die mühte sich redlich um Party-Stimmung und hätte diese am passenden Ort zweifellos auch entfacht. Doch an diesem Abend schien sie eher verloren – und niemand der Gäste ihren Einfluss auf den SNR im Raum zu brauchen. Hörakustiker-Events und Beschallung sind und bleiben eben eine unendliche Geschichte …

Die bekam zweifellos auch beim Kongresstreff am EUHA-Donnerstag ein weiteres Kapitel: Man traf sich in der Expo Corner unweit des Messegeländes und »Orange is the New Sound« war – in Anlehnung an das diesjährige Kongresspartnerland Niederlande – das Motto. Wer wollte (und nicht dazu vergattert worden war, in der Uniform seines Arbeitgebers aufzulaufen), konnte dieses Motto mit passendem Outfit füllen. Ob T-Shirts, Stolas, Cowboyhüte, Plastikbrillen, Perücken – an Devotionalien in Oranje herrschte kein Mangel. Hier und da gab‘s Originelles bzw. Skurriles – etwa die vier orangenen Gestalten, die an pummelige Karnickel ohne Ohren erinnerten. (Das berühmteste Kaninchen der Niederlande ist Nijntje, es hat Ohren …)

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60 Jahre Fördergemeinschaft Gutes Hören: Zum Jubiläum gab’s ein Glückwunschbuch, in dem sich die Besucher verewigen konnten

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»Orange is the New Sound« – Henk de Jong, Beate Gromke, Andreas Bögl und Dr. Stefan Zimmer (von li. nach re.) bei der Eröffnung des diesjährigen Kongresstreffs

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Der DJ zündete eine mark- und beinerschütternde orangene Sound-Rakete

Begrüßt wurden die Gäste auch diesmal von Beate Gromke (orangene Brille + Mütze) und Andreas Bögl (orangener Puschel am Kopf) sowie von Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Hörgeräte-Industrie (BVHI / in »Texas-Orange«?), sowie von Henk de Jong, Hörakustik-Meister, CI- und Pädakustiker, Audiotherapeut, Hörtherapeut und Niederländer (ganz in Orange); außerdem von einem Alien (ganz in Giftgrün und möglicherweise die Ausgeburt eines Amsterdamer Magic-Mushroom-Traums?).

Wer auf Highlights holländischer Kulinarik wie frische Oliebollen, Poffertjes oder Stroopwafels, Bitterballen und Frikandel oder gar auf Vlaamse Patat gehofft hatte, wurde leider enttäuscht. Das Buffet war dennoch reich und lecker; immerhin gabs Matjes. Wer früh genug erschienen war, konnte sein Essen sogar sitzend genießen – zumindest so lange, bis der DJ die orangene Sound-Rakete zündete ...

Von da an schienen sich die Gäste des Abends in zwei Lager zu teilen – in diejenigen, die in den mark- und beinerschütternden Orangesound eintauchten, ihn nach Herzenslust abfeierten, Party machten und voll auf ihre Kosten kamen, sowie in diejenigen, die wie Ertrinkende versuchten, im »orangenen Schallwellenmeer« Luft zu schnappen (bzw. was von den geschrienen Worten ihrer Gesprächspartner zu erhaschen). Letztere Gruppe traf sich irgendwann draußen vor der Tür wieder und räumte vermutlich früher als später das Feld. Das Party-Level des diesjährigen Kongresstreffs war extrem »hot«. Reichlich Raum für »Austausch und angeregte Gespräche« bot der Kongresstreff ebenfalls – allerdings nur für Besucher mit Gebärdensprachkenntnis.

Die FGH feierte in Hannover ihren 60sten, auf dem Kongresstreff wurde es Orange