Fünf Jahre »vehrliebt in verkaufen«

Empfing ihre Gäste zu ihrem fünften »VEHRliebt in Verkaufen«-Event: Gastgeberin Veronika Vehr
Von Dennis Kraus / Fotos: Angela Franke
Als Veronika Vehr ihr Branchen-Event »VEHRliebt in Verkaufen« plant, will sie damit 2020 eigentlich ihr 25-jähriges Branchenjubiläum zelebrieren. Pandemiebedingt feiert das Event erst zwei Jahre später Premiere. 2025 geht die Veranstaltung bereits zum vierten Mal über die Bühne und Vehr feiert ihr 30-jähriges Branchenjubiläum. 2026 steht damit das erste kleine Jubiläum der Veranstaltung selbst an. Ein kleiner Rückblick auf das fünfte Mal VEHRliebt in Verkaufen«, das mit einem gewohnt kurzweiligen Programm, vielen Impulsen und ausreichend Raum für den Austausch aufwartete.

Mit Christian Tilleke verlieh Veronika Vehr in diesem Jahr erstmals den »Deutschen Hörakustik Award«

Biggi und Gregor Mandel schickten die Gäste mit einer Salsa-Einlage schwungwoll in den Nachmittag
Man kann inzwischen von einer – zugegeben noch jungen – Branchentradition sprechen. Seit fünf Jahren lädt Veronika Vehr am dritten Donnerstag im September in den Elbkuppelsaal des Hotels Hafen Hamburg zu ihrem Business-Event »VEHRliebt in Verkaufen«. Verlässlich kuratiert die bekannte Trainerin dafür einen Mix aus Vorträgen zu verschiedenen Themen, die auch mal über den Tellerrand der Hörakustik hinausgehen, für Unternehmerinnen und Unternehmer aber dennoch interessant sein können. Man denke etwa an die Finanzexperten Ansgar Lager und Jens Steinhagen, die 2024 beziehungsweise 2025 das Event mit ihren Vorträgen bereichert haben. Genauso kann man aber auch wertvolle Impulse für das alltägliche Geschäft mitnehmen.
»Ich bin ja auch selbst viel unterwegs und begegne so immer wieder interessanten Menschen, die für mein Event spannend sein können«, sagt Veronika Vehr mit Blick auf die Kuration der Vorträge für ihr Event. »Wichtig ist mir dabei, dass ich nicht nur branchenspezifische Themen ins Programm nehme. Außerdem binde ich gern Menschen aus dem Publikum mit ein, die mit ihren Geschichten zum entsprechenden Thema passen. Das macht das für mich noch persönlicher.«
Apropos Publikum. Auch die Gäste des Events tragen ihren Teil bei. Ob in den großzügigen Pausen oder bei der Abendveranstaltung, die das Tagesprogramm abrundet – die Möglichkeiten, mit bekannten oder einem noch unbekannten Personen ins Gespräch zu kommen, sind so reichlich wie niedrigschwellig. Auch das macht den Reiz von »VEHRliebt in Verkaufen« aus.
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Mut zur Sichtbarkeit
Von diesem Spirit zeugen an jenem 17. September 2026 erneut gut 100 Gäste. Die Stimmung hier oben in der Elbkuppel mit tollem Blick auf die Landungsbrücken ist angenehm locker. Die Referenten schreiten mit einem von ihnen gewählten Walk-In-Song zur Bühne, gerne mal begleitet von rhythmischem Klatschen des Publikums. »Die Energie hier im Saal ist schon toll«, stellt die Gastgeberin passend in ihrer Begrüßung fest. Acht Vorträge respektive Talks hat Veronika Vehr für den heutigen Tag zusammengestellt, 20 Menschen werden dafür insgesamt auf der Bühne zu sehen und zu hören sein. Wieder wird es Impulse mit direktem Branchenbezug geben, aber auch Anregungen darüber hinaus.
Eröffnet wird das Programm von der Gastgeberin. »Dein Erfolg bist du selbst«, ist Veronika Vehrs Impuls überschrieben. Es geht um »Mut zur Sichtbarkeit« und darum, sich als Unternehmerin oder Unternehmer selbst zu einer Marke aufzubauen. Dazu passend bittet die Gastgeberin Anna Dittrich auf die Bühne, eine auf Personal Branding spezialisierte Fotografin. In dem Gespräch zwischen den beiden geht es unter anderem darum, warum es wichtig ist, sich zu einer Marke zu entwickeln. Auch, welche Rolle Bilder dabei spielen können, wird deutlich. Zudem spricht Anna Dittrich über ihre Arbeit als Fotografin und wie sie Unternehmerinnen und Unternehmer sowie deren Teams ins richtige Licht setzt. »Sieht ein Foto hochwertig aus, wird auch die Dienstleistung als hochwertig wahrgenommen«, betont Vehr.
Um Sichtbarkeit geht es auch im daran anknüpfenden Teil, für den Veronika Vehr Christian Tilleke auf die Bühne bittet. Die beiden haben in diesem Jahr bekanntlich den »Deutschen Hörakustik Award« ins Leben gerufen und damit erstmals 58 Unternehmerinnen und Unternehmer ausgezeichnet. Ziel des Awards ist es, erklären sie, den Preisträgern über den Award zu mehr Sichtbarkeit im lokalen Wettbewerb zu verhelfen. Zudem soll er bei Kunden Vertrauen schaffen. Gekürt werden die ausgezeichneten Unternehmen von einer Jury, bestehend aus Dr. Dirk Oetting, Kay Stamer, Horst Warncke und Jan-Niklas Kennedy sowie von den Initiatoren. Von der positiven Resonanz auf ihre Auszeichnung berichten im Anschluss einige der anwesenden Preisträgerinnen und Preisträger. Die Idee, mit dem Award für Sichtbarkeit und Vertrauen zu sorgen, scheint demnach aufzugehen.
In der Folge stehen Jan-Niklas Kennedy und Benjamin Keding auf der Bühne. Der Marketing- und der Sales Manager stellen den von der Versicherung Alteos erstellten »Babyboomer-Report« vor (siehe OMNIdirekt #57 und #60). Als Impuls lässt sich hier unter anderem mitnehmen, dass der Report Babyboomer in verschiedene Techniktypen einteilt, die man, stehen sie als potenzieller Kunde vor einem, durchaus unterschiedlich ansprechen sollte.
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Mit Schwung in den Nachmittag
Nach der Mittagspause erwartet einen eine Überraschung. Kaum hat man mit noch vollem Magen Platz genommen, wirbeln Biggi und Gregor Mandel in Richtung Bühne und reißen die Gäste mit einer Salsa-Einlage mit. Von der Bühne aus animieren sie anschließend alle im Saal zu einer kleinen Tanzeinlage ihrerseits, sodass man mit ausreichend Schwung in das Nachmittagsprogramm geht.
Wer bei sich nun eine gewisse Nicht-Fitness konstatiert, lauscht dem folgenden Vortrag wahrscheinlich noch etwas aufmerksamer. Zeigt der Mentor für ganzheitliche Gesundheit und Höchstleistung Daniel Wallhöfer doch eine durchaus interessante Perspektive auf das Thema »Verzicht« auf. Demnach ist es so: Wer abends zur vermeintlichen Entspannung ein Gläschen Rotwein genießt, der lasse es sich laut Wallhöfer nämlich nicht nur gutgehen – er verzichtet auch auf etwas, was für seine Gesundheit sicherlich zuträglicher wäre: seinen geruhsamen Schlaf. Wie also geht man mit seinen Ressourcen um? Welche Belohnung zieht vielleicht doch eher einen Verzicht nach sich? Welcher Verzicht zahlt auf etwas Positives ein? Was hilft wirklich, will man mehr vom Leben haben? Daniel Wallhöfer liefert hier seine Antworten – ohne Askese zu predigen.

Emanuel Lonz ließ die Gäste mit seinem Vortrag zu IT-Sicherheit aufhorchen

Petra Andres und Thorsten Faust über Team-Führung
Etwas näher an den klassischen Geschäftsalltag geht es im Anschluss mit Emanuel Lonz. Zu den Kunden seines Unternehmens Lonz Computersysteme zählen auch etwa 500 Hörakustikfachgeschäfte im deutschsprachigen Raum, berichtet er. In seinen Vortrag geht es entsprechend um IT-Sicherheit. »Man muss kein Ziel sein, um Opfer zu werden«, stellt der IT-Forensiker klar. Viel größer ist die Gefahr, durch Zufall Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden. Aber so oder so: Es droht erheblicher Schaden, kommen einem Kundendaten abhanden und eine Sammelklage ins Haus geflattert. Als primäre Schwachstelle nennt Lonz Mail-Server und mahnt, diese gewissenhaft abzusichern. Seine Worte klingen nach. Vermutlich werden viele Gäste von »VEHRliebt in Verkaufen« im Nachgang ihre Systemadministratoren kontaktiert und nach den Protokollen DMARC und DKIM gefragt haben. So einen Vortrag sollte jeder mal gehört haben.
Mit dem darauffolgenden Vortrag von Christian Strauch bleibt es an diesem Nachmittag weiter digital. Man erfährt nämlich nicht nur etwas über den Status quo bei hellomateo. Co-Gründer und Geschäftsführer Strauch gibt auch einen Abriss zu einer aktuellen Entwicklung des Unternehmens: einen KI-Agenten als digitalen Mitarbeiter, der für Erreichbarkeit auf WhatsApp und am Telefon sorgen und darüber hinaus, ganz analog, individuelle Briefe versenden kann (siehe OMNIdirekt #58).
Als es schließlich in Richtung Zielgerade geht, übernimmt Veronika Vehr wieder das Staffelholz. Um über ihre inzwischen auch schon zur Tradition gewordenen Fuerteventura-Reisen zu sprechen, bittet sie Nicole Meyer und Julia Hermann auf die Bühne. Gemeinsam mit den beiden »Powerladys« berichtet sie von ihrem »Weiterbildung und Auszeit«-Format im »geschützten Rahmen« der kanarischen Insel. Die Bilder, die sie zeigen, mögen durchaus trügen. »Wir arbeiten da wirklich«, stellt Nicole Meyer klar. Nur, dass es in diesem nicht alltäglichen Szenario eben nicht um alltägliches Klein-Klein geht, sondern dass die räumliche Distanz einfach besser erlaube, Herausforderungen klarer zu sehen und anzugehen.
Den Schlusspunkt dieser fünften Folge von »VEHRliebt in Verkaufen« markieren Petra Andres und Thorsten Faust. Beide, moderiert die Gastgeberin, sind seit über 40 Jahren in der Branche, haben aber erst vor etwa zehn Jahren ihre eigenen Unternehmen gegründet. Mit ihnen spricht Veronika Vehr über Führung. Wie machen die beiden das in ihren Betrieben? Wie kann man »die richtigen« Mitarbeiter anziehen? Welche Ansätze haben sich für Andres in Hamburg und für Faust in Lüdenscheid als für sie jeweils die passenden erwiesen? Wie sehen sie ihre Mitarbeitenden?
Das Gespräch liefert einige interessante Aspekte und spiegelt damit im Grunde das gesamte Event. Stets bekommt man den einen oder anderen Impuls, stets die eine oder andere Information, die man so bisher vielleicht noch nicht parat hatte. Und stets sieht und hört man spannende, sympathische Menschen. Naheliegend, dass Veronika Vehr genau daran mit der sechsten Ausgabe von »VEHRliebt in Verkaufen« anknüpfen wird. Wieder am dritten Donnerstag im September. 2027 ist das dann der 16. September.
