NEWS AUS DER BRANCHE

Strategische Partner: die Teams des HZO, KIZMO und KKSB (Foto: Hörzentrum Oldenburg)
FORSCHUNG
Hörzentrum Oldenburg, KKSB und KIZMO beschließen strategische Partnerschaft
Die Hörzentrum Oldenburg gGmbH, das Kompeversität Bremen und des Klinikums Bremen-Mitte, und das Klinische Innovationszentrum für Medizintechnik Oldenburg (KIZMO) haben eine strategische Partnerschaft für audiologische Auftragsforschung (Contract Research Organisation, CRO) beschlossen. Das meldete das Hörzentrum Oldenburg Mitte Juni.
Ziel der Partnerschaft ist, die Kompetenzen der drei Einrichtungen zu bündeln, um so »gemeinsam Perspektiven für den Aufbau einer leistungsfähigen Forschungs- und Entwicklungsplattform im Bereich Hören, Hörversorgung und Medizintechnik zu entwickeln«, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Zudem geht es den drei Einrichtungen auch um die Frage, wie wissenschaftliche Forschung, klinische Studienkompetenz und medizintechnische Innovationsentwicklung in Zukunft noch enger verzahnt werden können.
Großes Potenzial für gemeinsame Aktivitäten sehen die Partner zum Beispiel im Bereich der Entwicklung und klinischen Evaluation von Hörgeräten mit und ohne CE-Zeichen. Hörgeräte-Herstellern bietet der Verbund für audiologische Auftragsforschung »Full-Service-Dienstleistungen«, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Leistungsspektrum reiche hier von der Entwicklung geeigneter Studiendesigns über die Durchführung klinischer Prüfungen, das Studienmonitoring und die Versorgungsforschung bis hin zur Erstellung wissenschaftlicher Fachpublikationen. Flankiert wird dieses Angebot von »umfassenden Beratungsleistungen im regulatorischen Umfeld, insbesondere im Rahmen der Zulassung von Hörsystemen und audiologischen Produkten«.

GEMEINSCHAFTEN
pro akustik: Boris Ricking zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt
Die pro akustik hat auf ihrer jüngst auf Mallorca abgehaltenen Gesellschaftsversammlung Boris Ricking zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt, David Komander übernimmt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Beide Wahlen erfolgten einstimmig. »Die einstimmigen Wahlergebnisse unterstreichen das Vertrauen der Gesellschafter und des Aufsichtsrats in die künftige Arbeit des neu konstituierten Gremiums«, schreibt die pro akustik in einem aus diesem Anlass verbreiteten Newsletter. Und weiter: »Beide Gewählten nahmen die Wahl an und freuen sich auf die verantwortungsvollen Aufgaben, die mit der strategischen Begleitung und Kontrolle der pro akustik verbunden sind.«
Das neugewählte Gespann Ricking/Komander hat sich auf die Fahnen geschrieben, zusammen mit den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats die »erfolgreiche Entwicklung der pro akustik aktiv zu begleiten« sowie die Interessen der Gesellschafter »verantwortungsvoll« zu vertreten und die Geschäftsführung konstruktiv zu unterstützen.
»Die pro akustik steht für fachliche Stärke, partnerschaftliche Zusammenarbeit und unternehmerische Verantwortung. Unser Ziel ist es, diese Werte weiter zu festigen und die Gemeinschaft zukunftsorientiert aufzustellen«, so Boris Ricking.
Die Bedeutung einer »geschlossenen und sachorientierten Aufsichtsratsarbeit« betonte auch David Komander. Die nun anstehenden Aufgaben wolle man mit »Klarheit, Verlässlichkeit und einem starken Blick auf die Interessen der Gesellschafter und Mitglieder« angehen, heißt es in der Mitteilung der pro akustik abschließend.

ANPASSUNGEN
revoloud: Update auf Version 2.4
Das Hörzentrum Oldenburg hat eine neue Version seiner bekannten Messmethode zur Überprüfung der Lautheitswahrnehmung veröffentlicht: revoloud 2.4. Mit dem Update kommen »Verbesserungen für Bedienkomfort, Effizienz und Zukunftssicherheit«, schreiben die Oldenburger. Zudem unterstütze die neue Version nun bei »einer noch transparenteren und zielgerichteteren Hörgeräteanpassung«.
Als wichtigste Neuerungen verweist das Hörzentrum Oldenburg auf ein überarbeitetes Design der Antwortskala für eine intuitivere Bedienung, einen direkten Signalstopp nach Eingabe der Bewertung zur Beschleunigung des Messablaufs sowie auf die Anpassung der Funktion »Remote Response« an aktuelle EU-Sicherheitsstandards.
»Mit revoloud 2.4 setzen wir die Weiterentwicklung unserer Messmethode fort. Die neuen Funktionen erleichtern die Anwendung im Praxisalltag und unterstützen Hörakustiker:innen dabei, die Lautheitswahrnehmung ihrer Kund:innen noch effizienter und nachvollziehbarer zu erfassen«, erklärt Dr. Dirk Oetting, Entwickler von revoloud und Projektleiter Produkte am Hörzentrum Oldenburg.
IMPLANTATE
Musikgenuss und Hörverlust sollen einander nicht ausschließen
Anlässlich des Welttags der Musik weist MED-EL auf die Bedeutung von Musik bei der Wahl von Hörlösungen hin. Der Implantat-Hersteller sieht sich in einer »führenden Rolle«, geht es darum, Menschen mit schwerem Hörverlust zu ermöglichen, Musik genießen zu können. Mit einer Kombination aus »wissenschaftlicher Forschung, technologischer Innovation und gezielter Rehabilitation« habe man »messbare Verbesserungen bei Klangqualität und Musikwahrnehmung« erzielen können, schreibt MED-EL.
»Bei MED-EL ist Musik keine Randerscheinung, sondern ein wesentlicher Innovationstreiber«, erklärt Johanna Boyer von MED-EL. Sie trägt selbst ein Cochlea-Implantat, ist zudem Musikwissenschaftlerin und forscht seit 2012 auf diesem Gebiet.
So habe man sich bei MED-EL schon früh nicht nur auf das Verstehen von Sprache konzentriert. Auch die Wahrnehmung von Musik sieht man »als Maßstab für die Qualität des Hörens mit CI«. Kann man Tonhöhen, Melodien und Klangfarben unterscheiden, steigere das die Zufriedenheit, das Wohlbefinden sowie die soziale Teilhabe. »Musik bringt Hörtechnologie an ihre Grenzen«, so Boyer. »Wenn ein System bei Musik überzeugt, funktioniert es auch im Alltag.«
Entsprechend bietet MED-EL auch »evidenzbasierte Lösungen, die Musik gezielt in Rehabilitation und klinische Abläufe integrieren« – wie zum Beispiel »Meludia«, eine interaktive Plattform für strukturiertes Musiktraining mit CI, die »Hörfähigkeiten systematisch« aufbaue. Mit »MusicalEARS« habe man außerdem »ein umfassendes Programm zur Förderung der auditiven und kognitiven Entwicklung von Kindern durch Musik« im Angebot.
»Musik verbindet, motiviert und beeinflusst unsere Lebensqualität«, ist Boyer überzeugt. »Wir wollen sicherstellen, dass Menschen mit Hörverlust nicht nur hören, sondern die klangvolle Welt und die Musik intensiv erleben.«

HERSTELLER
Neuer Vertriebsleiter bei Signia
Bei Signia gab es eine Neubesetzung der Position des Vertriebsleiters: Florian Laube folgt auf Joana Engel. Das geht aus einer aktuellen Meldung aus Erlangen hervor. Demnach ist Florian Laube seit dem 15. Juni neuer Vertriebsleiter bei Signia Deutschland. Joana Engel widmet sich nach vielen Jahren im Dienst des Herstellers einer neuen Aufgabe.
»Über viele Jahre hinweg hat Joana Engel den Vertrieb von Signia entscheidend mitgestaltet und war für Kolleginnen und Kollegen sowie für zahlreiche Partner im unabhängigen Fachhandel eine sehr geschätzte Ansprechpartnerin«, sagt Tobias Wiedmann, Geschäftsführer von Signia Deutschland. »Die Geschäftsführung dankt ihr herzlich für ihr großes Engagement und ihren wertvollen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens.«
Mit Florian Laube habe man »einen erfahrenen Experten« als neuen Vertriebsleiter gewinnen können. Der gebürtige Nürnberger verfüge über »langjährige Vertriebserfahrung« und war zuvor etwa für die Adolf Würth GmbH & Co. KG sowie die syskomp gehmeyr GmbH tätig. Dabei habe er in verschiedenen Vertriebs- und Führungspositionen »umfassende Expertise in der partnerschaftlichen Kundenbetreuung, der Vertriebssteuerung und der Entwicklung leistungsstarker Teams« sammeln können, heißt es in der Meldung aus Erlangen weiter.
»Mit Florian Laube gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit, die Vertriebskompetenz mit hoher Kundenorientierung verbindet. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihm die erfolgreiche Entwicklung von Signia im deutschen Markt fortzusetzen«, so Tobias Wiedmann. Florian Laube ergänzt: »Gemeinsam mit dem Vertriebsteam möchte ich die Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Hörakustik-Fachhandel weiter stärken – konsequent eng ausgerichtet an den Bedürfnissen unserer Partnerinnen und Partner.«
