NEWS AUS DER BRANCHE

KONNEKTIVITÄT

Hörakustiker stattet Kino mit Auracast aus

Die Lüneburger Hörschmiede GmbH hat einen Saal des lokalen Programmkinos SCALA mit Auracast ausgestattet. Die bereits Anfang dieses Jahres erfolgte Ausstattung gilt als erste Implementierung von Auracast in einem Kino in Deutschland. Unterstützt wurde die Hörschmiede von GN Hearing sowie von weiteren Partnern.

»Durch das gemeinsame Projekt mit dem Kino können die Besucher die neuen Vorteile nun erstmals auch hier vor Ort erleben«, so die Hörakustikmeister Christian Geiger und Stephan Hennecke von der Hörschmiede. »Viele haben das bereits getan, und sie sind wirklich begeistert. Zudem war es für uns selbst spannend, Auracast in so einem Rahmen zu erleben. Wir waren positiv überrascht, wie reibungslos alles funktioniert.«Um das Signal des Auracast-Senders empfangen zu können, muss man im SCALA nun einfach in der App des Hörsystems auf »Kino 1 Filmton« tippen, schon ist man verbunden. Sollte der Film außerdem in einem zweiten Kanal eine Audiodeskription anbieten, können auch Sehbeeinträchtigte zu ihrem Kinoerlebnis kommen. Für Hörsysteme, die noch nicht Auracast-fähig sind, aber über eine T-Spule verfügen, lassen sich als Empfänger induktive Halsringschleifen nutzen, die man – wie Auracast-Empfänger mit kabelgebundenen Kopfhörern – vor Ort ausleihen kann.

Weil das Angebot auf so viel Interesse stößt, möchte das SCALA im Herbst auch seine weiteren drei Säle mit Auracast ausrüsten. Zudem plant die Hörschmiede gemeinsam mit einem zweiten lokalen Hörakustik-Unternehmen ein weiteres örtliches Projekt zur Auracast-Vernetzung im öffentlichen Raum.

MARKETING

hellomateo und Moro geben Kooperation bekannt

Das Berliner Unternehmen hellomateo und die Kölner Kreativagentur MORO sind eine Kooperation eingegangen. »WhatsApp trifft Direktmarketing: hellomateo und MORO machen Betriebe fit für die Kundenkommunikation von morgen«, heißt es in der entsprechenden Meldung von hellomateo.

Ziel der Zusammenarbeit ist, Augenoptiker und Hörakustiker dabei zu unterstützen, dass sie »ihre Kunden noch gezielter, hochwertiger und erfolgreicher ansprechen können«. Dafür will man die bekannte automatisierte, datenschutzkonforme WhatsApp-Kommunikation von hellomateo mit »hochwertigen postalischen Mailings mit überzeugendem Layout und Konzept« von der Agentur MORO kombinieren. »E-Mail war gestern – WhatsApp und Brief setzen sich (gemeinsam) durch«, heißt es in der Meldung weiter. Demnach biete WhatsApp-Kommunikation vor allem bei Terminerinnerungen, Geburtstagsglückwünschen oder der Generierung von Google-Bewertungen Vorteile, während die Kommunikation per Brief etwa mit »hochwertigen Mailings«, beispielsweise zur Information über besondere Angebote, überzeuge.

»Unser Hauptaugenmerk liegt natürlich auf WhatsApp. Aber viele unserer Kunden setzen nach wie vor postalische Mailings in der Endverbraucheransprache ein. Diesen Kunden wollen wir durch die Kooperation mit MORO noch hochwertigere Post-Mailings und damit eine noch bessere Kundenansprache bieten«, sagt hellomateo-Geschäftsführer Christian Strauch.

MORO-Geschäftsführer Marc Rogmans ergänzt: »Die hohe Wirksamkeit postalischer Mailings ist unbestritten. Ihr Erfolg basiert jedoch auf einem stimmigen Zusammenspiel aus Konzept, Gestaltung und Wording. Diesen Anspruch an Qualität verfolgen wir bei jedem Projekt.«

news_HoerPartner

AUSZEICHNUNGEN

»Deutschlands Service-Könige« – HörPartner erneut dabei

In Kooperation mit der BILD führte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut ServiceValue die Studie »Deutschlands Service-Könige« durch. Neben zahlreichen Unternehmen verschiedener Branchen stand auch die Hörakustik im Fokus der Untersuchung. 26 bekannte Filialisten sollen im Rahmen der Studie getestet worden sein, am besten schnitten die HörPartner ab.

Rund 140.000 Verbraucherurteile sollen branchenübergreifend in die Bewertungen eingeflossen sein. Im Zentrum stand dabei die Frage: »Inwieweit stimmen Sie zu, dass Unternehmen XY einen herausragenden Kundenservice bietet?« Antworten konnten auf einer Skala von 1 bis 4 (»stimme voll und ganz zu« bis »stimme überhaupt nicht zu«) gegeben werden. Am Ende wurde so für jeden Anbieter ein Zufriedenheitsscore errechnet.

Zu den in der Sparte Hörakustik getesteten Unternehmen zählten neben der HörPartner GmbH (Zufriedenheitsscore 2,26), Amplifon (2,27), Hörgeräte Bonsel (2,29), iffland.hören (2,30), audibene (2,32), KIND (2,34) und Hörgeräte Bockhof (2,35).

Das Feld lag also recht nah beieinander. 19 weitere getestete Unternehmen erreichten indes keine überdurchschnittliche Bewertung.

»Dass wir in dieser und zahlreichen weiteren Service-Studien immer wieder Spitzenplätze belegen, ist eine schöne Bestätigung«, so Lars Stage, Geschäftsführer der HörPartner GmbH. »Das ist sicherlich kein Zufall. Guter Service zeigt sich letzten Endes immer im persönlichen Kontakt zweier Menschen – des Kunden und des Hörakustikers. Wir als Unternehmen schaffen den Rahmen, in dem dieser Kontakt stattfindet. Und wir HörPartner gehen dabei unseren eigenen Weg. (…)«

AUSZEICHNUNGEN

Forschungsgemeinschaft Deutscher Hörakustiker schreibt Forschungspreis aus

Die Stiftung Forschungsgemeinschaft Deutscher Hörakustiker (FDHA) hat auch in diesem Jahr ihren Forschungspreis ausgeschrieben. Dotiert ist die Auszeichnung mit 5.000 Euro. Die Preisverleihung findet traditionell im Rahmen des Internationalen Hörakustiker-Kongresses im Oktober 2026 in Hannover statt.

Gesucht werden wissenschaftliche Arbeiten aus den Bereichen der medizinischen oder technischen Aspekte der Hörgeräteversorgung. Die Arbeit muss in der Bundesrepublik Deutschland oder in Zusammenarbeit mit in der BRD tätigen Wissenschaftlern entstanden sein und eine »originäre Leistung« darstellen, die erst kürzlich abgeschlossen wurde, heißt es in der Ausschreibung. Die Schwerpunkte der Arbeiten können in theoretischen, experimentellen oder anwendungsbezogenen Aspekten der genannten Gebiete liegen. Die Manuskripte müssen bis zum 31. August dieses Jahres an die Stiftung Forschungsgemeinschaft Deutscher Hörakustiker, Geschäftsstelle, z. H. Herrn Dirk Köttgen, Hohenzollernring 2–10, 50672 Köln, eingereicht werden. Das Preisrichterkollegium besteht aus dem Stiftungsbeirat, also aus Harald Bonsel (Vorsitzender), Prof. Dr. Dr. Roland Laszig (stellv. Vorsitzender), Prof. Dr. Karin Schorn, Marc Osswald und Dirk Köttgen.

Hinsichtlich des Umgangs und der Sprache der Manuskripte gelten die gleichen Kriterien wie für die Abfassung eines wissenschaftlichen Aufsatzes in deutschen Fachzeitschriften. Bei der Abfassung in einer Fremdsprache ist eine deutschsprachige Zusammenfassung beizufügen. Zudem wird darum gebeten, die Manuskripte in fünffacher Ausfertigung einzureichen. Falls das Manuskript bereits veröffentlicht wurde, so darf die Veröffentlichung nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

News_Freisprechung

AUSBILDUNG

531 Gesellen freigesprochen

Auf der bundesweit zentralen Gesellenfreisprechung am 4. Juli dieses Jahres sind 531 Auszubildende in den Gesellenstand erhoben worden. Die Freisprechung fand wie gewohnt in Lübeck in der Musik- und Kongresshalle (MuK) statt und wurde nach Handwerkstradition von biha-Präsident Eberhard Schmidt vorgenommen. Darüber informierte die biha in einer aktuellen Pressemitteilung.

Zu den Teilnehmenden zählten, neben den jungen Nachwuchskräften, deren Familien und Freunden, auch zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik. Insgesamt waren mehr als 1.200 Gäste in der MuK versammelt.

Die Grußworte sprachen Eberhard Schmidt und der Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau. Die Ehrenlaudatio hielt Anette Röttger, MdL der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein und Sprecherin für Kultur, Politische Bildung, Religion, Verbraucherschutz und Ernährung. Darin gab sie den Gesellinnen und Gesellen unter anderem diesen Ratschlag mit auf den Weg: »Im Zentrum unseres Körpers befindet sich unser Herz. Es schlägt für unser Leben. Möge diese Haltung an Ihre Freisprechung erinnern.«

biha-Präsident Eberhard Schmidt sagte im Rahmen der Freisprechung: »Sie schenken Menschen zukünftig nicht nur besseres Hören, sondern ein Stück Lebensqualität und Zugehörigkeit. Hüten Sie Ihre technische Exzellenz wie einen Schatz. Vergessen Sie dabei jedoch nicht, erst in der Verbindung von Innovation und einfühlsamer, geduldiger Beratung wird aus moderner Technik echte Menschlichkeit. Gehen Sie mit offenem Ohr, wachem Verstand und warmem Herzen in diesen Beruf.«

Jens Rießen, Studiendirektor und Leiter der bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustik, ergänzte: »Wenn Sie es wollen, kann der Erhalt des Gesellenbriefes für Sie zu einem echten Gamechanger werden. Er ist nicht nur ein Meilenstein in Ihrem Berufsleben, sondern gibt auch Ihrem Selbstbewusstsein einen riesigen Boost und stärkt Ihre Rolle in unserer Gesellschaft.«

Großer Dank galt außerdem den Ausbildungsbetrieben, Lehrkräften an der Berufsschule, den Dozierenden an der Akademie sowie den Prüferinnen und Prüfern.

Die Ergebnisse der Gesellenprüfung wurden an jenem 4. Juli von Luise Flessa verkündet, zudem ehrte die Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses die Prüfungsbesten – begleitet von Kool and the Gang und Kings of Leon durch die Live-Band »Veryable«.

KONNEKTIVITÄT

Auracast: Pilotprojekt am Flughafen München

An insgesamt sechs Gates wurden am Münchner Flughafen Auracast-Anlagen installiert. Die Inbetriebnahme war am 14. Juli dieses Jahres und erfolgte in Terminal 1 an den Gates A42/A43 und A44/A45 (Pier A) sowie an den Gates G31 und G32 in Terminal 2. Das meldet die Sittig Technologies GmbH, die auch schon an der Umsetzung des Auracast-Testprojekts am Frankfurter Flughafen beteiligt war. Das Pilotprojekt ist für drei Monate angesetzt.

Mit der Installation gehe der Flughafen München »einen wichtigen Schritt in Richtung Barrierefreiheit und personalisierter Passagierkommunikation«, schreibt Sittig Technologies. Dank des Angebots können Passagiere an den entsprechenden Gates nun offizielle Flughafendurchsagen über ihre kompatiblen Hörgeräte, Kopfhörer oder Earbuds empfangen. Android-Nutzerinnen und -Nutzer müssen dafür am Gate einfach einen QR-Code scannen oder den Stream direkt über das Bluetooth-Menü auswählen. iOS-Nutzerinnen und Nutzer können Auracast-Streams über Drittanbieter-Apps nutzen. Im Übrigen sei Auracast »nicht nur ein Gewinn für die Barrierefreiheit«, schreibt Sittig Technologies. Die Technologie verbessere die Flughafenkommunikation für alle Reisenden, denn die können ihre Kopfhörer eingesteckt lassen und trotzdem alle wichtigen Durchsagen erhalten.

»Der Flughafen München ist der ideale Partner, um Auracast in der deutschen Luftfahrt auf das nächste Level zu heben. Dieses Pilotprojekt baut auf unseren Erfahrungen am Frankfurter Flughafen auf und ist ein wichtiger Meilenstein, um Bluetooth-Broadcast-Audio als neuen Standard für die Passagierkommunikation zu etablieren«, so Florian Halsner, Sittig Technologies GmbH.

Ob Flughäfen wie zuletzt in Frankfurt, Kirchen im Raum Freiburg, oder Kinos wie das Scala in Lüneburg – die Verbreitung von Auracast in Deutschland schreitet voran.