Neue Plattform, neuer Markenbotschafter – rund 450 Gäste wohnten dem Signia MaX-Launch in Erlangen bei

Signia Max – eine Plattform lebt laut

Von Jan-Fabio La Malfa/ Fotos: Signia, OMNIdirekt

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Nach dem spektakulären Auftakt am 21. August in Erlangen ist vor dem bundesweiten Groß-Launch. Wenn im Oktober über 1.000 Fachgeschäfte synchron die »LEBE LAUT«-Kampagne mit dem neuen Markenbotschafter Thomas D starten, liefert die neue KI-Plattform Signia MaX den Soundtrack für den unabhängigen Markt.

Wow, was für ein Anblick. Und ich muss sagen, wir haben richtig Bock. Habt ihr auch Bock?« Als Geschäftsführer Tobias Wiedmann das Be Brilliant Event am 21. August mit diesen Worten eröffnete, war die Energie im Saal sofort greifbar. 450 Hörakustiker hatten die Reise nach Mittelfranken angetreten, um nicht nur das größte und mit zwei Tagen umfangreichste Event der Markengeschichte zu feiern, sondern auch – passend zum zehnjährigen Jubiläum – an dem Ort zusammenzukommen, an dem das Herz von Signia seit jeher schlägt: Erlangen.

Inmitten von Marktverschiebungen durch Retail-Ketten setzte Wiedmann dabei zu Beginn ein unmissverständliches Statement: »Unsere Antwort darauf ist kristallklar: Wir glauben an den unabhängigen Hörakustiker. Wir investieren in Sie und nicht in eigene Filialen. Wir haben diesen Aufschlag erstmalig als konsequent gemeinsamen Launch für den unabhängigen Markt gedacht.«

Dieses Versprechen an den Fachhandel sollte unmittelbar danach spürbar werden. Drei Tage vor der weltweiten Premiere am Montag darauf enthüllten die Erlangener die neue Plattform Signia MaX. Zunächst aber stimmte Christian Honsig die Akustiker ein. Er sprach über die Entwicklungsarbeit in Erlangen und berichtete, welcher Aufwand für dieses neue Flaggschiff betrieben wurde. 170 Millionen Euro stehen bei Signia jährlich für Forschung und Entwicklung bereit. Das mündete in stolzen 239 Patenten allein in den vergangenen vier Jahren – eben jenem Zeitraum, den es für die Fertigstellung der neuen Plattform MaX brauchte.

Die wahre audiologische Magie hinter Signia MaX erläuterte der audiologische Leiter Sascha Haag, der auf der Bühne wieder einmal förmlich für sein Thema brannte. Er brach mit alten Denkansätzen, die oft nur stumpf nach Regeln wie »der Lauteste gewinnt« filterten und Träger mit ermüdendem Klangbrei zurückließen. Auch starre Filter zerstörten gewisse Hörsituationen, wenn die Umgebung zu stark gedämpft wird und nachteilig der Lombard-Effekt einsetzt. »Wir brauchen Orientierung. Wir müssen uns erleben dürfen in der Situation. Das macht doch die Szene lebenswert«, so Haag.

Bisherige KI-Ansätze im Markt glichen oft nur einem Spurhalteassistenten im Auto, den man kurz aktiviert, meint Haag. Signia MaX hingegen wurde als autonomes Fahrzeug der Audiologie konzipiert. Das Ziel: »Dass der Träger im Idealfall tatsächlich vergisst, dass er sie trägt.« Entsprechend grenzten die technischen Leistungswerte des neuen MaX-Chips an Science Fiction: 54-mal mehr Rechenleistung und doppelter Speicher. Haags ehrliche, ungefilterte Reaktion auf der Bühne sprach Bände: »Ich habe sofort gedacht: What the fuck? Wie kann man das alles so beschleunigen?«

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»Wir haben diesen Aufschlag erstmalig als konsequent gemeinsamen Launch für den unabhängigen Markt gedacht«, sagte Signia-Deutschland-Geschäftsführer Tobias Wiedmann

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238 Patente binnen vier Jahren – WS Audiology-Deutschland-Geschäftsführer Christian Honsig verweis auf die starke Entwicklungsarbeit, die in Erlangen geleistet wird

Des Rätsels Lösung lag in einer neuen ASIP-Hardware-Architektur. Wie das Pedalboard eines Gitarristen fasst dieser Prozessor-Zwitter wiederkehrende Matheformeln in einen einzigen, hocheffizienten Rechenschritt zusammen. Gekoppelt über die neue OneConnect-Technologie und das e2e-Wireless 5.0-Netzwerk (10 MHz), verarbeiten vier tiefe neuronale Netze (DNNs) die akustische Welt in ultraschnellen Zehn-Millisekunden-Fenstern. »Weil es spezialisierte Experten-Netze sind, verzerren sie das Klangbild nicht – ein Problem, das man von Bildgeneratoren kennt, bei denen das Ändern einer Pulloverfarbe im Bild plötzlich das ganze Haus im Hintergrund schrumpfen lässt«, so Haag. Die Ambient Scene Adaptation AI optimiere über 800 Millionen Parameter, während die Dynamic Noise Control AI Störgeräusche um 12 dB senke. Die MultiBeamforming AI trackt Sprecher im Ein-Millisekunden-Takt, und das Own Voice Processing AI erkennt die eigene Stimme im Nahfeld völlig autonom. Haags Erleichterung für die Praxis: »Das Training, was man dafür machen musste – das brauchen Sie tatsächlich nicht mehr.« Jubel im Saal.

Produkttrainerin Laura Näher erntete einen ähnlichen Jubel für ein anderes vermeintlich kleines Detail, das das neue Pure Charge&Go MaX bietet: Eine neue zweifarbige LED, die beim Einschalten grün leuchtet und beim Ausschalten rot blinkt. Ebenso senke MaX den Energieverbrauch um 50 Prozent und ermögliche trotz vier daueraktiver DNNs eine Akkulaufzeit von 30 Stunden. Die Signaldurchlaufzeit soll bei kurzen acht Millisekunden liegen.

Die emotionale Krönung nach diesem doch recht intensiven Vortragsteil brachte dann der Ausflug am Abend. Das aufgezogene Gewitter hatte sich wie auf Kommando verzogen, so dass man eine weitere Überraschung des Tages genießen konnte. Auf einer Open-Air-Bühne vor Schloss Atzelsberg gab nämlich der neue Markenbotschafter von Signia, Thomas D, mit seiner Band KBCS ein exklusives Konzert. Für die 450 Gäste war nach dem lautstarken Auftakt klar: »LEBE LAUT«.

Neue Plattform, synchroner Start der neuen Marketing-Kampagne mit über 1.000 unabhängigen Fachgeschäften – Signias maximaler Launch