NEWS AUS DER BRANCHE

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LABORE

Hörluchs optimiert Bestellworkflow für SE-Otoplastiken

Um den Bestellprozess für SE-Otoplastiken effizienter zu gestalten, integrierte Hörluchs jüngst eine neue Automatisierung in seinen Onlineshop und stellt ab 2. März den neuen SMART SLEEVE zur Verfügung. Durch diesen neu automatisierten Prozess schaffe das Labor aus Hersbruck für Hörakustikern eine „spürbaren Effizienzgewinn, da nun auch bei engen Gehörgängen UNIRIC angewendet werde könne. Der SMART SLEEVE kommt Hörluchs zufolge zum Einsatz, wenn die SMART SOCKET aufgrund begrenzten Bauraums nicht platziert werden kann.

Ist der SMART SLEEVE nicht einsetzbar, kann im Onlineshop der automatische Materialwechsel auf THERMOtec gewählt werden – ab sofort ohne Aufpreis. „Wir empfehlen allen Hörakustikern, die neue Option im Onlineshop zu nutzen. Unser Ziel ist es, Versorgungen so vorhersagbar wie möglich zu gestalten. Mit dem automatischen Materialwechsel vermeiden wir unnötige Wartezeiten und erhöhen die Planungssicherheit“, erklärt Felix Kerscher, Abteilungsleiter Audiologie bei Hörluchs. Die neue Otoplastik-Bestellung mit UNIRIC-Anbindung über SMART SLEEVE mit automatischen Wechsel auf THERMOtec ist im Onlineshop optional festlegbar und kann ab 2. März in Anspruch genommen werden.

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AUSZEICHNUNGEN

Future Hearing Award: Bewerbungsphase gestartet

Am 19. Februar startete die Bewerbungsphase für den Future Hearing Award 2026. Zum bereits 12. Mal sucht Phonak »innovative Hörakustikprojekte«, um sie mit der »traditionsreichsten Auszeichnung der Hörakustikbranche« zu prämieren, heißt es in der entsprechenden Meldung aus Fellbach.

Gefragt sind erneut »wegweisende Projekte von Hörakustiker:innen, die mit innovativen Ideen, besonderem Engagement und hoher fachlicher Qualität einen spürbaren Mehrwert für die Versorgung von Menschen mit Hörminderung schaffen«.

Verliehen wird der Future Hearing Award in den gewohnten drei Kategorien »Anpassung«, »Marketing« und »Soziales Engagement«. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winkt, neben ihrer Auszeichnung, ein individuell gestaltetes PR- und Marketingpaket von Phonak, das für mehr Bekanntheit und Aufmerksamkeit ihrer Fachgeschäfte sorgen soll – etwa über Veröffentlichungen in der Lokal- und Fachpresse sowie über die Award-Kommunikation am POS.

Ermittelt werden die Gewinnerinnen und Gewinner von einer fünfköpfigen, mit Experten aus den Bereichen Hörakustik, Kundenservice, CSR und Gehörlosensport besetzten Jury. Alle fünf Juroren sichten und bewerten dabei unabhängig voneinander sämtliche Einreichungen, um anschließend die Entscheidungen zu finden. Gebildet wird die Jury von Andreas Tikovsky (Geschäftsbereichsleiter Phonak der Sonova Deutschland GmbH), Sabine Hübner (Serviceexpertin und Fachbuchautorin), Prof. Dr. Annette Limberger (Fachärztin für Phoniatrie und Pädaudiologie), O. Univ.-Prof. Dr. med. Patrick Zorowka (Facharzt für HNO-Heilkunde sowie Phoniatrie und Pädaudiologie) und Heike Albrecht (Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Gehörlosentennis, Hörgeschädigten-Pädagogin).

Bewerbungen einreichen kann man über das Online-Formular unter www.future-hearing-award.de oder postalisch. Die Teilnahme ist kostenfrei, Einsendeschluss ist der 5. Juli 2026.

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FORSCHUNG

KI-Projekt von Acousticon durch Digitalministerium gefördert

Das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation fördert ein Forschungsvorhaben der Acousticon Hörsysteme GmbH. Ziel des »KI-Projektes« ist, eine sogenannte »Hör-KI« zu entwickeln, mit der sich Testungen des Hörvermögens durchführen lassen, schreibt das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation in einer aktuellen Pressemitteilung. Konkret gehe es um die Entwicklung eines Sprachtests, der mithilfe einer Künstlichen Intelligenz durchgeführt werden und potenziell auch in verschiedenen Sprachen angeboten werden kann. Das in Rheinheim beheimatete Unternehmen kooperiert bei dem Forschungsvorhaben mit der Goethe-Universität Frankfurt.

»Tests zum Hörvermögen sind besonders wichtig, aber sie sind personalintensiv«, heißt es in der Pressemitteilung. Daher möchte man ein Tool entwickeln, das hier Abhilfe schaffen kann: eine Hör-KI. Die Förderung durch das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation für das auf drei Jahre angelegte Projekt »Entwicklung und Evaluation einer digitalen automatisierten Hördiagnostik mit interaktiver KI-basierter Antworterkennung« beläuft sich auf fast 500.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem Distr@l-Programm, das auch die zweimonatige Testphase von Auracast an zwei Gates des Flughafens Frankfurt unterstützt hat.

»Gutes Hören ist ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Mit der Förderung des Projekts zur KI-gestützten Hördiagnostik unterstützen wir eine zukunftsweisende Technologie. Hessen bringt Künstliche Intelligenz dorthin, wo sie ganz konkret den Menschen hilft«, sagt Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus. »Das Projekt verbindet exzellente Forschung mit der Innovationskraft eines hessischen Unternehmens. Genau solche Kooperationen fördern wir mit Distr@l: praxisnahe Entwicklungen, die neue digitale Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen schaffen.«

»Es gibt Voruntersuchungen in Form von Bachelor- und Masterarbeiten an der Goethe-Uni, die vielversprechend sind und zeigen, dass es funktionieren kann«, sagt Harald Bonsel, Geschäftsführer der Acousticon GmbH, mit Blick auf den KI-Sprachtest. Daher sei aus der Abteilung Audiologische Akustik an der Universitätsmedizin in Frankfurt das Anliegen für ein solches Projekt an ihn herangetragen worden. »Die Abteilung forscht an neuen Sprachtestmethoden, die Alltagssituationen besser abbilden können und hat große Erfahrung in der Durchführung klinischer Studien«, heißt es dazu in der Pressemitteilung. »Wir arbeiten schon sehr lange zusammen, denn eine Kooperation bringt unsere Kunden voran und wir können ein besseres Angebot machen«, ergänzt Harald Bonsel.

So werde man sich nun daran machen, ein neuartiges digitales Audiometrie-System zu entwickeln, das Künstliche Intelligenz, automatische Spracherkennung und Multimikrofontechnologie kombiniert. Die technische Herausforderung liege hier in der Entwicklung geeigneter Hardware zur Spracherkennung und -verarbeitung sowie in der Gestaltung und dem Training der Algorithmen zur Spracherkennung.

egger

LABORE

egger stellt zwei neue Materialien vor

Die egger Otoplastik + Labortechnik GmbH hat zwei neue Otoplastikmaterialien vorgestellt. »Zwei Materialien, ein Anspruch: Qualität ohne Kompromiss«, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung aus Kempten.

Mit Vision Resist und ThermoFit bringe man zwei neue Otoplastikmaterialien auf den Markt, die »gezielt auf die unterschiedlichen Anforderungen moderner audiologischer Anwendungen zugeschnitten sind. Ob maximale Stabilität oder komfortable thermoplastische Lösungen«, schreibt egger. Beide Materialien sollen Leistung und Tragekomfort vereinen.

Mit Vision Resist biete man ein bruchresistentes 3D-Druckmaterial, das für besonders hohe mechanische Belastung entwickelt wurde. So profitierten filigrane und präzise Ohrpassstücke mit geringer Wandstärke von einer »außergewöhnlichen Bruchsicherheit und Stabilität bei gewohnt hohem Tragekomfort«, schreibt egger. Zudem kombiniere Vision Resist die bekannte Nachbearbeitbarkeit klassischer 3D-Druck-Lichtpolymerisate mit einer deutlich erhöhten Widerstandsfähigkeit, wie man sie von Titan kennt. Als Ergebnis erhalte man so »langlebige, hautfreundliche Otoplastiken«, die gleichermaßen zuverlässig funktionieren und höchsten Ansprüchen und Tragekomfort gerecht werden.

Mit ThermoFit, dem zweiten neu vorgestellten Material, ergänzt man bei egger sein Sortiment um ein thermoplastisches Otoplastikmaterial, das auf angenehmen Sitz, optimierte Reißfestigkeit und sehr gute Hautverträglichkeit ausgelegt sein soll. Zudem sorge das neue Material dank seiner Flexibilität für eine sichere, druckfreie Passform, selbst bei sensiblen Gehörgängen. Ebenso hebt man hier die lange Lebensdauer sowie das »verbesserte Preisniveau« hervor.