NEWS AUS DER BRANCHE

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Foto: Böhm Hörakustik

AKUSTIKER

Böhm Hörakustik setzt »Meine Hörreise« fort

Mit dem Filmevent „Zwei Hörreisen“ im ausverkauften Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim demonstrierte BÖHM Hörakustik, wie modernes Marketing in der Hörakustik erfolgreich umgesetzt werden kann. Statt klassischer Produktwerbung stellte das Unternehmen die authentische Aufklärung über Cochlea-Implantate (CI) in den Fokus. Vor rund 170 Gästen feierte am 24. Juli das Filmporträt „Meine Hörreise – Teil 2“ über den Weg einer Patientin zum zweiten CI seine Premiere. Ein zweites Porträt über die elfjährige Lena Pohl beleuchtete zudem die frühkindliche Förderung und bilaterale Versorgung.Beide Fallbeispiele unterstreichen die Relevanz des Hörakustikers als kontinuierlichen Begleiter vor Ort, der Klinikergebnisse durch Feinabstimmung optimiert und das Selbstbewusstsein der Patienten durch stetige, professionelle Begleitung stärkt. Für eine nachhaltige, wohnortnahe Betreuung und den interdisziplinären Austausch im Netzwerk startete der Betrieb zudem im Juni das neue Format „BÖHM CI Café“ als regelmäßige Veranstaltungsreihe.

„Marketing in der Hörakustik neu zu denken, bedeutet für mich, echte Geschichten zu teilen, Zweifel zu nehmen und Menschen miteinander zu verbinden“, erklärt Inhaber Fabian Böhm den strategischen Ansatz. CI-Trägerin Anikke Kurz-Nakath ergänzt: „Ich wollte zeigen, dass Zweifel dazugehören – und dass sich der Mut zu einem neuen Hörweg lohnen kann.“ Flankiert wurde das Event von einem besonderen sozialen Engagement: Inhaber Fabian Böhm und Tom Kellersohn, Geschäftsführer der Werbeagentur kaundvau, stockten die Einnahmen einer begleitenden Popcornaktion auf 2.500 Euro auf. Die Spende finanziert ein neues Aquarium im Eingangsbereich der Kinderklinik Schömberg.

VERSICHERUNGEN

Mehr fachliche Kompetenz: Alteos stärkt Schadenteam

Bei Alteos hat man das Schadenteam mit ausgebildeten Hörakustikern verstärkt. Das meldete der bekannte Versicherer Mitte August. Demnach sind die beiden Akustiker Aleksander Kain und Riyan Lehmann zum Schadenteam dazugestoßen.

Mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Hörakustik bringen die beiden Neuzugänge mit, entsprechend kennen sie die »Herausforderungen im Fachgeschäft aus erster Hand«, schreibt Alteos. Kain arbeitete mehrere Jahre als Geselle in einem KIND-Fachgeschäft, Lehmann lernte seinen Beruf bei Flemming & Klingbeil, später war er unter anderem für Hörgeräte Möckel tätig.

Bei Alteos sieht man die Entscheidung, das Schadenteam um zwei Hörakustiker zu erweitern, als »klares Zeichen«, wie es in der Pressemitteilung heißt. Und weiter: »Branchenkenntnis in der Schadenregulierung ist weit mehr als reine Prozessoptimierung. Sie ist eine bewusste Entscheidung für Qualität, Kundennähe und gelebte Partnerschaft.«

»Wer als Hörakustiker einen Schadenfall an uns übergibt, übergibt immer auch ein Stück Verantwortung gegenüber seinen Kundinnen und Kunden«, sagt Dr. Sebastian Sieglerschmidt, Geschäftsführer von Alteos. »Dieses Vertrauen verdient höchste Expertise und Erfahrung. Deshalb haben wir Hörakustiker in unser Schadenteam geholt – weil echte Partnerschaft dort beginnt, wo man den Anspruch des anderen zu seinem eigenen macht.«

Aleksander Kain und Riyan Lehmann sehen in ihrer neuen Aufgabe die Möglichkeit, ihre »Erfahrung in einem neuen Umfeld« einbringen zu können, ohne dabei den Bezug zum erlernten Beruf zu verlieren. »Wir wissen, wie wichtig schnelle, nachvollziehbare Entscheidungen für Hörakustikerinnen und Hörakustiker sowie ihre Kundinnen und Kunden sind. Dieses Verständnis möchten wir jeden Tag in die Schadenregulierung einbringen«, sagen die beiden unisono.

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HERSTELLER

Oticon: Vereinfachte Verpackung, weniger Materialeinsatz durch Bundling

Oticon möchte Ressourcen effizienter einsetzen, um den gemeinsamen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren – natürlich bei »gleichbleibend hoher Qualität der Lösungen«. Das geht aus einer aktuellen Meldung aus Hamburg hervor. »So macht Oticon sich und seine Kund:innen bereit für die Zukunft«, heißt es darin.

Mittel der Wahl sind Produktpakete, sogenannte Bundles. So will Oticon künftig Hörsysteme zusammen mit der passenden Ladestation als einen Artikel verpackt verkaufen. Die Bundles sollen dann Hörsysteme (monaural/binaural), Ladestation und USB-Kabel, Netzteil und Reinigungswerkzeug umfassen. Das Etui hingegen soll nicht inkludiert sein, sondern bei Bedarf separat bestellt werden. Bis Ende kommenden Jahres möchte der Hersteller Bundles als primäres Verkaufsformat für neue Generationen wiederaufladbarer Hörgeräte etablieren. Dank eines überarbeiteten Verpackungsdesigns soll zudem der Materialverbrauch reduziert, weniger Lagerfläche benötigt und ein effizienterer Versand ermöglicht werden.

Die Maßnahmen sind Teil einer »umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie«, mit der man »langfristig Mehrwert für seine Kund:innen und die Gesellschaft schaffen möchte«, schreibt Oticon. Ziel ist hier, Abfälle zu reduzieren und den Materialeinsatz zu optimieren. Gleichzeitig möchte man mit den neuen Bundles Hörakustikerinnen und -akustikern eine »höhere Planungs-, Bestell- und Upgrade-Sicherheit« bieten, mit »konkreten Vorteilen für den Berufsalltag«.

FORSCHUNG

Forschungsprojekt der Uni Oldenburg beleuchtet KiTa-Alltag von Kindern mit Hörhilfen und Talkern

Ein Forschungsprojekt von Prof. Dr. Ulla Licandro von der Universität Oldenburg soll beleuchten, wie Kinder mit und ohne Hörbeeinträchtigung von Beginn an gleichberechtigt miteinander kommunizieren, spielen und lernen. Das Projekt der Hochschullehrerin für Heterogenität und Diversität wird unter dem Namen »KOMMIT-talk: Kommunikation unter Peers im KiTa-Alltag – Partizipationsmuster von Kindern mit Hörhilfen und Talkern« laufen und »unter besonderer Berücksichtigung inklusiver Bildungsprozesse« am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik erfolgen, schreibt die Uni Oldenburg in einer aktuellen Pressemitteilung.

Im Zentrum des Projekts, das Licandro gemeinsam mit Prof. Dr. Imke Niediek vom Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover leiten wird, soll die Frage stehen, wie Kinder mit und ohne Beeinträchtigung im letzten Kindergartenjahr gemeinsame Spiel- und Alltagssituationen gestalten. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 565.000 Euro.

In dem anvisierten Zeitraum wollen die Forschenden untersuchen, wie gemeinsame Spielideen entstehen, welche Kinder in Interaktionen einbezogen werden und welche Strategien ihnen helfen, Kommunikationsbarrieren zu überwinden. Dabei werden die Hannoveraner Kinder mit elektronischen Kommunikationshilfen, den sogenannten Talkern, in den Mittelpunkt stellen. Die Oldenburger werden ihren Fokus wiederum auf Kinder mit Hörgeräten oder CI richten. Der Vergleich soll Erkenntnisse dazu zutage fördern, wie unterschiedliche Hör- und Kommunikationstechnologien das soziale Miteinander und die Teilhabe beeinflussen. Auch wie Inklusion im KiTa-Alltag gelingen kann, soll erforscht werden.

SOFTWAREHÄUSER

Loyalty Lab übernimmt Marketing für EVEX Group

Zum 1. September dieses Jahres hat Loyalty Lab das Marketing für die EVEX Group übernommen. Die in Kerpen bei Köln ansässige Agentur führt damit die Marketing-Angebote der Gruppe fort, während die EVEX Group selbst sich fortan voll auf Software konzentrieren werde. Das geht aus einer Meldung der EVEX Group hervor. Unter dem Dach der Gruppe befinden sich diverse Software-Marken aus der Hörakustik sowie aus der Augenoptik, darunter Amparex.

Bei Loyalty Lab sei man bestens mit den Anforderungen der EVEX-Kunden vertraut, heißt es in der Meldung weiter. Die Zusammenarbeit zwischen etwa Euronet, das ebenfalls zu der Gruppe gehört, und Loyalty Lab begann bereits 2012.

»Mit diesem Schritt schaffen wir eine klare und zukunftsfähige Struktur«, sagt Dr. Tom Kirschbaum, Geschäftsführer der Euronet Software GmbH und CEO der EVEX Group. »Die EVEX Group fokussiert sich auf ihr Kerngeschäft: digitale Lösungen, stabile Softwareprozesse und die Weiterentwicklung unserer Produkte für Augenoptik und Hörakustik. Gleichzeitig wissen wir die bisherigen Marketing Services bei Loyalty Lab in den Händen eines erfahrenen Spezialisten.«

Die Ansprechpartnerinnen und -partner aus Beratung, Marketing, Grafik und Vertrieb sollen alle erhalten bleiben und laufende Projekte sowie geplante Aktionen und persönliche Termine weiterbetreuen. Ebenso bleibe die Verbindung zur Software bestehen. Digitale Prozesse sowie Stamm- und Verkaufsdaten in Amparex, Euronet und IPRO sollen unverändert bleiben. Über eine Schnittstelle werde Loyalty Lab an diese Datenbasis anknüpfen und Marketing- und Kundenbindungsmaßnahmen »passgenau« darauf aufsetzen, schreibt die EVEX Group.

News_Beltone

HERSTELLER

Beltone Illuminate ist da

Beltone hat die Einführung seiner neuen Premium-Hörsystemfamilie Illuminate bekanntgegeben. Die neue Produktreihe biete, getreu ihrem Namen, »Sound, der die Welt erstrahlen lässt«, heißt es in der entsprechenden Meldung aus Münster.

Ausgestattet ist Beltone Illuminate mit einer neuen KI-Plattform, die in ruhigen wie in lauten Umgebungen »außergewöhnlich klare Hörerlebnisse« liefern soll. Sie ist in vier Technikstufen sowie in zahlreichen Bauformen verfügbar, darunter als microRIE, dem nach eigenen Angaben »kleinsten wiederaufladbaren KI-Hörsystem am Markt«.

»Auf Basis unserer neuesten KI-Plattform bietet Beltone Illuminate mit True 360 eine Automatik, bei der drei fortschrittliche Technologien ineinandergreifen«, so Christian Lücke, Geschäftsführer DACH für GN Hearing. »Zum einen ermöglicht das System mit AcoustIQ eine präzise EchtzeitKlassifizierung der Hörumgebung, passt sich der Situation an und aktiviert automatisch die passenden Funktionen. Zum anderen sichert unser 4-Mikrofon-Beamforming einen präzisen Sprachfokus; man kann sich auf das konzentrieren, was wichtig ist, und die Umgebung zugleich immer noch natürlich hören. Beide Technologien sind in allen Preis- und Technikstufen der Familie verfügbar. Zusätzlich wird durch True 360 die DNN-Störgeräuschreduzierung automatisch aktiviert, um in sehr geräuschvollen Umgebungen müheloses Sprachverstehen zu ermöglichen. Wird es laut, hebt die KI-Technologie gezielt die fokussierte Sprache hervor und reduziert störende Geräusche. Störgeräuschreduzierung mit KI ist bereits ab Technikstufe 9 und als Automatik in Technikstufe 17 enthalten.«

Eine Studie des Hörzentrums Oldenburg bescheinigt Beltone Illuminate Hören bei einer geringeren Höranstrengung im Vergleich mit anderen DNN-Lösungen zur Störgeräuschreduzierung. In Sachen Konnektivität bekommt man alles, was man aus dem Hause GN Hearing gewohnt ist. Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 24 Stunden angegeben.

Neben dem angesprochenen microRIE umfasst die neue Familie auch ein RIE-Modell mit 312er Zink-Luft-Batterie, ein maßgefertigtes CIC non wireless sowie ein wireless-fähiges ITC-Gerät.

Einher geht der Start von Beltone Illuminate außerdem mit einem Update der Fitting-Software. Neben einigen obligatorischen Aktualisierungen umfasst Beltone Solus Max damit neben der herstellereigenen Anpassformel auch den neuen Standard NAL-NL3. Angeboten wird Beltone Illuminate, wie bei der Marke üblich, exklusiv den Partnern im Fachhandel.