NEWS
Richard N. Merkin Prize 2026 geht an MED-EL-Gründer und weitere CI-Pioniere

Erhielten den Merkin-Preis für Biomedical Technology: Ingeborg und Erwin Hochmair (Foto: MED-EL)
AUSZEICHNUNGEN. Das Broad Institute, eine gemeinsame Forschungseinrichtung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie Harvard University, hat den Richard N. Merkin Prize in Biomedical Technology 2026 an MED-EL-Gründer Ingeborg und Erwin Hochmair sowie an Graeme Clark, Michael Merzenich und Blake Wilson verliehen. Wie aus einer MED-EL-Pressemitteilung hervorgeht, würdigt die mit 400.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung die wegweisenden Beiträge der fünf Forschenden zur Entwicklung des modernen Cochlea-Implantats. Die Vergabe durch die Spitzenforschungsinstitute unterstreicht die translationale Relevanz der Technologie.
Die Hochmairs legten in den 1970er-Jahren an der TU Wien die Basis für die moderne Innenohrstimulation. 1977 realisierten sie die weltweit erste Implantation eines mikroelektronischen Mehrkanal-CI, was als technologischer Durchbruch bei der Therapie des sensorineuralen Hörverlusts gilt. Daraus entstand der globale Medizintechnik-Hersteller MED-EL mit heute über 3.300 Mitarbeitern. »Das Cochlea-Implantat ist das Ergebnis jahrzehntelanger Zusammenarbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie klinischen Teams«, hebt CEO Ingeborg Hochmair den interdisziplinären Ansatz hervor. Laut Jury-Vorsitzendem und Nobelpreisträger Harold Varmus zeigt der Erfolg des CI beispielhaft, wie disziplinenübergreifende Durchbrüche die biomedizinische Versorgung und die moderne Neurorehabilitation nachhaltig verändern.
